Next-Generation Workforce: Vernetzung statt Hierarchie

Illustration Next Generation Workforce :: Foto: doctorkan / fotolia.comWer hätte das gedacht: „CEOs setzen auf mehr Offenheit und Transparenz in ihren Unternehmen“, so die IBM Global CEO Study 2012. Und es wird erwartet, dass sich die Bedeutung und Nutzung von Social Media in den Unternehmen in den nächsten 3-5 Jahren verdreifachen wird.

Für die fünfte Ausgabe der zweijährig erscheinenden Studie befragte IBM mehr als 1.700 CEOs in 60 Ländern aus 18 Branchen. Beruhigend und zutiefst menschlich finde ich, dass auch noch in 5 Jahren das persönliche Gespräch nicht von Social Media ersetzt worden ist: Nach der Befragung wird es zwar an Bedeutung verlieren, stehe jedoch weiterhin an erster Stelle, wenn es um die Kontaktpflege geht.

Die Infografik „What do today’s CEOs think of Social Media“ von IBM illustriert einige Aspekte der Studie in punkto soziale Medien.CEO Social Media Studie :: Infografik von IBM

Social Media Nutzung heute und morgen

Befragt wurde Gregor Pillen, Geschäftsführer IBM Deutschland im Interview, inwieweit Social Media eine Eintagsfliege sei, oder ob deren Nutzung weiter rasant wachsen wird. Seine Antwort:

Zunächst einmal haben wir festgestellt, dass bisher in den Unternehmen weit weniger geschieht als wir angenommen haben. Nur sieben Prozent der deutschen CEOs nutzen gegenwärtig soziale Medien, um mit Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu treten. Sie tun dies damit sehr viel seltener als der weltweit ermittelte Durchschnitt.

 

Doch das wird sich in den nächsten Jahren massiv ändern. In drei bis fünf Jahren soll sich der Anteil auf 57 Prozent fast verachtfachen. Dies wird Schritt für Schritt passieren, denn die Strukturen in den Unternehmen selbst müssen hierfür auf den Prüfstand.

 

Wir alle werden in den nächsten Jahren Zeugen eines schleichenden, aber fundamentalen Wandels werden, wie Unternehmen mit Kunden und Partnern kommunizieren.

Führen durch Vernetzung – neue Kompetenzanforderungen im Unternehmen

Als kulturelle Herausforderung wertet die Studie die in Veränderung befindlichen Arbeits- und Kommunikationsprozesse durch den Einfluss von Internet und soziale Medien. Diese neue Transparenz passe kaum zu den traditionellen hierarchischen Kontrollstrukturen. Dazu Gregor Pillen:

„Doch die Chefs scheinen zunehmend bereit, starre Prozesse zu lockern und durch flexiblere Rahmenwerke zu ersetzen. Sie sind deutlich bestrebt, offenere und kollaborative Kulturen zu fördern und ihre Mitarbeiter zu ermutigen, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und so Veränderungen voran zu treiben.“

Dafür erwarte das Management neue Kernkompetenzen von der Belegschaft – für über 80 Prozent der deutschen CEOs waren das laut Gregor Pillen:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kollaboration-Skills
  • Bereitschaft, möglichst flexibel in wechselnden Teams zu arbeiten

Download Global CEO Study 2012

Die Studie kann hier nach Registrierung heruntergeladen werden: IBM Global CEO Study 2012

Illustration DoSchu.Com mit Foto von DoctorKan / fotolia.com sowie Infografik von IBM.com

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