Bitte beachten: Viele neue Begriffe sind in ihrer Definition noch fließend – oder werden in anderem Zusammenhangen ganz anders verwendet. Siehe “Social Business”. Ist das Glossar nützlich für Sie/Dich? Dann freue ich mich über Empfehlungen via Facebook, Google, LinkedIn, Twitter, Xing oder sonstige Social Media-Kanäle.
+1 (Google+)
Im -> Sozialen Netzwerk -> Google+ werden Meldungen, Fotos oder Nachrichten von anderen Nutzern mit Klick auf den “+1“-Button positiv bewertet. Es hat sich noch keine einheitliche Sprachregelung ergeben, wie dieser Vorgang bezeichnet wird (aktuell wird dafür vorwiegend von “geplussed” ähnlich “geliked” bei -> Facebook gesprochen).
Aktivität in Communities (90-9-1-Regel Jakob Nielsen & 80-20 Pareto Prinzip)
Bereits Oktober 2006 beschrieb Jakob Nielsen das Phänomen, dass in öffentlichen Online-Communities 90% der Nutzer passiv konsumiert, 9% der Nutzer gelegentlich etwas beiträgt und nur 1% der Nutzer aktiv kommuniziert. Bei hoher Affinität zu einer Online-Community (beispielsweise in -> Online-Foren) läßt sich dagegen durchaus das von Vilfredo Pareto im 19. Jahrhundert formulierte Pareto-Prinzip beobachten: 80% konsumiert passiv, 20% trägt aktiv zu Inhalten und Dialogen bei.
App
App ist die Kurzform von Application, womit spezifische Anwendungsprogramme für Smartphones bezeichnet werden, die über einen App-Store bezogen und sehr einfach installiert werden können. Inzwischen gibt es auch Apps für Desktop-Computer wie Mac oder auch kleine Programme für Facebook, die als App bezeichnet werden. Vorteil von Apps für Anwender: Sie liefern schlanke Funktionalität und ausgewählte Inhalte, die auf bestimmte Nutzungs-Szenarien zugeschnitten sind.
Agenda Setting
Der Begriff Agenda Setting beschreibt die Wirkung von Massenmedien, Meinungen und Themen der öffentlichen Meinung zu bestimmen. Inzwischen ermöglichen das Internet und besonders die vernetzenden Funktionen des -> Social Web auch interessierten Experten und Unternehmen, spezifische Informationen sichtbar zu machen, ohne auf die Mithilfe der klassischen Medien angewiesen zu sein.
Augmented Reality
Die Umgebung wird zu einer
Augmented Reality (Erweiterte Realität / Erweiterte Wirklichkeit) durch Lösungen, die optische Informationen erkennen und mit gespeicherten Daten (Computer, Internet) kombinieren. So dienen auf Produktverpackungen gedruckte optische Codes dazu, das Echtzeit-Bild vor der Computerkamera per Software mit einem beweglichen dreidimensionalen Objekt zu kombinieren. Mobile Augmented Reality Lösungen nutzen die GPS-Position des Kamerahandys und zeigen in Echtzeit über dem Bild der Handykamera eine zusätzliche Informationsschicht wie historische Aufnahmen von Gebäuden. Videos zu diesen Themen stelle ich in den Youtube-Playlists
3d Internet • Augmented Reality bzw. spezifisch zu
Mobile Augmented Reality zusammen.
AuthorRank (Google)
Mit dem AuthorRank werden Webseiten aufgrund der guten Reputation ihrer Autoren in den Suchergebnisseiten der Suchmaschine Google eingestuft. Ähnlich dem bekannten Google PageRank-System tragen gut vernetzte und positiv bewertete Autoren mit
-> Google+ Profil dazu bei, dass ihre Online-Inhalte an besseren Positionen in den Suchergebnissen angezeigt werden (soll nach Experteneinschätzung 2013 eingeführt werden). Mehr dazu siehe
What is Google AuthorRank & why you should plan for it right now
Avatar / Character
Ein Avatar ist die digitale Entsprechung des Nutzers in einem Computer-Spiel, einer Online-Anwendung oder einer -> virtuellen Welt. Das Aussehen dieser virtuellen Figur kann individuell gestaltet werden. Manchmal müssen dazu Elemente wie Kleidung oder Frisuren als -> virtuelle Güter gekauft werden. Mit der Online-Figur orientieren sich Nutzer in der digitalen Umgebung und werden von anderen Nutzern unterschieden und erkannt.
B2B / Business-to-Business
Geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen bezeichnet man als Business-to-Business, abgekürzt B2B. Die Kurzform ist beliebt, da sie leichter zu sprechen ist in Wörtern wie B2B-Marketing als mit den im Deutschen verfügbaren Bezeichnungen Investitions- oder Industriegüter-Marketing. Das B2B-Geschäft ist gekennzeichnet von eher überschaubaren Zielgruppen-Mengen und auf Langfristigkeit ausgelegten Geschäftsbeziehungen, anders als im schneller drehenden Privatkundensegment (Business-to-Consumer, B2C). Eine vergleichende Übersicht zeigt die
Infografik Differences Between B2B and B2C Marketing.
BarCamp / Unkonferenz
Die Event-Variante
BarCamp ist eine offene Konferenz, bei der sowohl Inhalte, Vorträge (“Sessions”) und Referenten interaktiv von und mit den Teilnehmenden entwickelt wird. 2005 startete das erste BarCamp in Palo Alto, bereits 2006 fand die erste “UnKonferenz” in Deutschland statt.
-> Leitfaden für die Organisation eines BarCamps
Blog / Weblog
Der Begriff Weblog setzt sich aus “web” (von World Wide Web) und “log” (von logbook) zusammen – also ein im Internet geführtes Logbuch. Daher werden Inhalte eines Weblog (oder kurz “Blog“) in erster Linie chronologisch angeordnet (anders in Websites: Hier werden Inhalte entsprechend einer definierten thematischen Struktur organisiert). Ein Weblog ist ein sehr einfach zu bedienendes Content Management System (CMS; Tool zur Erstellung, Verwaltung und Veröffentlichung von Inhalten im Web) mit integrierten Optionen zur Vernetzung sowie zur Interaktion mit den Lesern (Kommentarfunktion).
Blogosphäre
Die Bezeichnung Blogosphäre (oder engl. blogosphere) wird oft verwendet, um die Gesamheit aller Weblogs zu bezeichnen.
Blogparade / Blog Carnival
Blogger laden mit einer so genannnten Blogparade oder Blog Carnival andere Blogautoren ein, zu einem bestimmten Thema Beiträge in ihren jeweiligen Blogs zu verfassen. So werden verschiedene Sichtweisen und Meinungen zusammengetragen, und gleichzeitig machen die vielen Berichte dieses Thema stärker sichtbar. Teilnehmer an der Blogparade verlinken den ursprünglichen Aufruf in ihrem persönlichen Blogeintrag, damit der Gastgeber alle Diskussionsbeiträge in einer Gesamtschau der Aktion würdigen und verlinken kann. Gerade für eher unbekannte oder neu gestartete Blogs ist die Teilnahme an einer Blogparade eine gute Strategie, Aufmerksamkeit und neue Leser zu gewinnen.
Blogroll
In Weblogs ist die Blogroll eine verlinkte Liste zu Blogs anderer Autoren, die vom Betreiber des Blogs regelmäßig gelesen und durch die Blogroll empfohlen werden. Typischerweise wird die Blogroll in der Seitenleiste oder im Footer-Bereich des Weblogs angezeigt.
Check-in / Einchecken
Check-in nennen Dienste aus dem Umfeld der -> Geo-Social Networks oder -> Location-Based Services die aktive Bestätigung der Anwender, dass sie sich aktuell an einem bestimmten Ort (Sehenswürdigkeit, Bahnhof, Café, Unternehmen, Park…) aufhalten.
Circle / Kreise / Zirkel (Google+)
Als im August 2011 die weltweit am meisten genutzte Online-Suchmaschine Google das -> Social Network Google+ startete, stach als Charakteristikum hervor, dass Kontakte ähnlich -> Twitter nicht zwingend gegenseitig bestätigt werden. Google+ Anwendern speichern ihre Kontakte in so genannten “circles / Kreisen” und können damit für jedes Update bestimmen, welcher Personenkreis die Meldung zu sehen bekommt. Gleichzeitig entscheiden sie durch das “circlen” (Einkreisen :), welche Inhalte in ihrem Nachrichtenstrom (“stream”) erscheinen.
Compliance
In der Betriebswirtschaft bezeichnet Compliance (Regelkonformität) das Befolgen von behördlichen Vorschriften, Richtlinien und Gesetzen im Geschäftsleben. Unternehmen wenden durch Einhalten von internen und externen Compliance-Vorgaben Schäden vom Unternehmen ab (Image-Verlust, Datenschutz-Verstöße, …) und senken damit das geschäftliche Risiko.
Content Strategie
Unternehmen stehen vor der Herausforderung für ihr Social Media Engagement interessante Inhalte bereitzustellen, denn sie wollen Dialogangebote zu relevanten Themen (-> Agenda Setting / -> Social Media Strategie) geben. Die Content Strategie ermittelt, welche Inhalte im Unternehmen für das Social Media Engagement verfügbar sind, ob und wie diese aufzubereiten sind, welche Inhalte künftig erstellt werden und welche Partnerschaften sich für gemeinsamen Content anbieten. Die Content Strategie legt sodann den Rahmen für die definierten Social Media Kanäle fest (Tonality, Themen, Häufigkeit) und erstellt für Weblogs, Youtube etc. einen groben Themenplan (-> Social Media Redaktionsplan).
Coworking
Coworking ist, wenn Selbständige, Freelancer, Unternehmensgründer oder Unternehmens-Mitarbeiter an einem Schreibtisch eines Großbraumbüros arbeiten, den sie flexibel auf Zeit mieten. Für den Tag, für die Woche, für den Monat. Der Coworking Space bietet eine professionelle Büroausstattung mit Empfang, Internet-Zugang, Kaffeemaschine, Postannahme und Besprechungsräumen. Inklusive “Kollegen” für den fachlichen Austausch.
Crowdsourcing
Web 2.0-Technologien machen es einfach, Crowdsourcing zu betreiben: Eine große Menge unbekannter Menschen wird aktiviert, um zur Lösung einer Aufgabe beizutragen. Je nachdem welche Art Projekt von vielen Internet-Nutzern unterstützt werden soll, sprechen Initiativen oder Unternehmen von Crowdcreation z.B. für die kollaborative Entwicklung von Produktdesigns oder von Crowdfunding, um Start-ups oder Journalisten finanziell zu tragen.
•D•E•F
Dashboard
Mit Dashboard (eigentlich “Armaturenbrett” in deutsch) werden grafische Übersichten über Daten bezeichnet. So zeigt ein für eine Firma konfiguriertes Social Media Dashboard an, in welchen Plattformen Beiträge mit vorgegebenen Suchstichworten (Unternehmensname, Produktnamen, Twitter-Accounts, Themen etc.) erscheinen (-> Monitoring).
Digital Immigrants
Nach Marc Prensky sind Digital Immigrants diejenigen Online-Nutzer, die mit digitalen Technologien (MP3-Player, Handy, Computer, Internet) erst als Erwachsene in Kontakt gekommen sind.
Digital Inhabitants
Digital Inhabitants ist eine Bezeichnung für Online-Nutzer, für die -altersunabhängig- das Online-Medium eine starke Bereicherung ihres Lebensalltags ist (Prof. Peter Kruse).
Digital Natives
Nach Marc Prensky sind Digital Natives junge Online-Nutzer, die mit digitalen Technologien (MP3-Player, Handy, Computer, Internet) aufgewachsen sind.
Digital Visitors
Digital Visitors ist nach Prof. Dr. Kruse die Bezeichnung für Online-Nutzer, die -altersunabhängig- das Online-Medium nur partiell nutzen und nicht besonders in ihr tägliches Leben integriert haben.
Disruptive Innovations / ... Technologies / ... Communication
Das Adjektiv “disruptive” (im Sinne einer “umwälzenden Technologie”) zeigt an, dass eine Erfindung, ein Produkt oder eine Dienstleistung den bestehenden Markt enorm und nicht vorhergesehen verändert. Disruptive Innovations wie MP3-Player oder Digitalkamers haben Nutzungsgewohnheiten in der breiten Masse und Marktstrukturen gleichermaßen grundlegend beeinflusst. Entsprechend wird der Veränderungskraft von -> Social Media mit der Beschreibung als “Disruptive Communication” Ausdruck verliehen.
Echtzeit Kommunikation / Real-Time Communication
Mit Social Media und der Entwicklung, dass Menschen in den Industrieländern nahezu konstant mit dem Internet verbunden sind, werden Informationen immer rascher ausgetauscht. In der Vergangenheit bestimmten nur wenige Personen, Medien und Organisationen den öffentlichen Diskurs – nun nutzen auch Verbraucher, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und interessierte Menschen neue, wirksame Kommunikationkanäle. Konnte sich ein Unternehmen bei (kritischen) Anfragen Zeit lassen, ist nun eine umsichtige aber zeitnahe Reaktion wichtig. Brisante Themen finden inzwischen rasche Verbreitung durch Social Media-Plattformen – gut für Unternehmen, denn sie können durch -> Monitoring frühzeitig darauf hingewiesen werden. Aber auch wichtig für Unternehmen zu wissen, dass ihre Dialogbereitschaft enorm wichtig ist für eine Entschärfung der Situation.
Duplicate Content
Duplicate Content ist ein Fachwort der Suchmaschinen. Der Begriff bezeichnet identische Inhalte auf verschiedenen Webseiten, die Algorithmen der Suchmaschinen als Versuch werten, das Ranking einer Website in den Suchergebnissen zu manipulieren. Mehr Informationen zu
Duplizierter Content bei Google.
Echtzeit-Suche / Real-Time Search
Suchmaschinen wie Google oder Bing speichern auch Status-Updates im
-> Microblogging-Service -> Twitter, Artikel in
-> Blogs oder öffentliche Updates aus den
-> Social Networks -> Facebook oder
-> Google+. Damit stehen Inhalte aus dem Social Web teilweise innerhalb kurzer Zeit für die Recherche in Suchmaschinen zur Verfügung. Noch bessere Recherche-Werkzeuge für die Echtzeitsuche sind Spezialsuchmaschinen wie
Topsy.
EdgeRank / Edges (Facebook)
Den
EdgeRank nutzt die Social Network-Plattform
-> Facebook zur Auswahl von “wichtigen” Meldungen für die Nutzer, damit diese nicht in der Flut von Updates aus ihrem Netzwerk ertrinken.
Edges nennt Facebook jede Interaktion auf der Plattform – z.B. Kommentieren, “gefällt mir”-Klick, Aufruf einer Facebook Seite oder eines Facebook Profils. Aus diesen Edges wird der EdgeRank zur Bewertung gebildet, der damit auch ausschlaggebend ist, ob Nachrichten aus Facebook Seiten in den Hauptmeldungen der “Fans” erscheinen oder nicht. Der genaue Algorithmus ist allein Facebook bekannt, es gibt einige Hinweise darauf, aus welchen Elementen sich dieser zusammensetzt: •
Affinity – Affinität / Interaktionshistorie des Nutzers zur Seite, •
Weight – Gewichtung aufgrund des Inhalts (Fotos oder Videos haben mehr Gewicht als reine Textmeldungen) und •
Age – Zeitfaktor (je aktueller desto besser). Details verständlich erläutert gibt es im Blogbeitrag
“Wie erhöhe ich die Sichtbarkeit meiner Unternehmensseite bei Facebook”.
Emerging Technologies
Emerging Technologies (aufstrebende Technologien) sind neue technische Entwicklungen, die dabei sind ihren Nutzen zu entfalten. Für das Jahr 2010 wurden beispielsweise Mobile Computing oder Simple Augmented Reality als solche aufstrebende Technologien identifiziert.
Employer Branding / Employer Brand (Arbeitgeber-Marke)
Employer Branding ist die “identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber” (Definition der
DEBA). Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist ein positiver Employer Brand -die Arbeitgeber-Marke- ein wichtiges Ziel der Unternehmenskommunikation und des Personalrecruiting. Online wird dies unterstützt durch Profile und Inhalte in Social Media-Plattformen sowie Social Networks, die potenziellen Arbeitskräften (möglichst) authentische Informationen zur Firma geben.
Enterprise 2.0 / Social Enterprise
Enterprise 2.0 oder inzwischen beliebter Social Enterprise bezeichnet die Entwicklung zunehmend Technologien und Plattformen des ->Social Web in der internen Kommunikation des Unternehmens einzusetzen. Beispiele sind interne Netzwerke die ähnlich ->Facebook oder ->Twitter sowohl das Entdecken von hauseigenen Experten als auch den Austausch über Unternehmens-relevante Themen unterstützen. Interne ->Blogs oder ->Wikis bilden in vielen Unternehmen seit langem Wissenspeicher und Plattformen für das Knowledge Sharing. Enterprise 2.0 ist ein Bereich des ->Social Business.
Social Media
Mit Social Media werden Anwendungen und Dienste bezeichnet, die Internet-Nutzern helfen, Informationen und Dateien auszutauschen und zugleich die Kommunikation und Vernetzung der Nutzer unterstützen. Beispiele: Weblog, Foto-Sharing Flickr, -> Microblogging -> Twitter, -> YouTube oder Social Networks wie -> Facebook, -> Google+, -> LinkedIn oder -> Xing.
Facebook
Facebook ist ein
-> Social Network, das neben der Vernetzung der registrierten Nutzer auch viele Optionen anbietet, Inhalte (Fotos, Videos, Weblog-Inhalte, Apps) und Werbung über diese Plattform zu verbreiten. Facebook startete in den USA zur Vernetzung von Studierenden – inzwischen ist es teils Freizeit- teils Business-Netzwerk. Nutzer, die sich gegenseitig als Bekannte bestätigen, werden “friends / Freunde”, Profile von Marken, Unternehmen oder an einem Thema Interessierten werden “fan page / Seiten” genannt. Jedes Profil (egal ob registrierter Nutzer oder Seite) hat eine “Pinnwand”, über die kommuniziert werden kann. Facebook öffnet stärker als Netzwerke wie
-> LinkedIn oder
-> XING die Plattform für andere Inhalte und macht so das Angebot sehr reichhaltig. Das Netzwerk avancierte so zur weltweit größten Foto-Sharing-Plattform (siehe
Grafik “The World’s Largest Phot Libraries”). In Deutschland hat Facebook 24,8 Millionen Nutzer (Nov 2012).
Facebook Page / Fan Page / Facebook Seite
Neben einem persönlichen Profil ermöglicht das -> Social Network -> Facebook Informations-Seiten zu Geschäften, Unternehmen, Organisationen etc. einzurichten, um mit Nutzern des Netzwerks zu kommunizieren und interagieren. Facebook-Nutzer, die bei einer Facebook Seite auf “Gefällt mir” (-> like) klicken, werden als “Fans” bezeichnet und erhalten Updates dieser Seite in ihrem Nachrichtenstrom.
Forum / Online-Forum / Web-Forum
In einem Online-Forum tauschen sich Internet-Nutzer zu bestimmten Themen aus. Foren werden seit Anbeginn des Internet genutzt und haben zum Teil sehr starke Communities ausgebildet. Foren sind typischerweise von der gegenseitigen Hilfestellung und dem Erfahrungsaustausch geprägt. Die Kommunikation findet hier vorwiegend zeitversetzt, also nicht in -> Echtzeit statt, alle Beiträge werden dokumentiert und sind langfristig verfügbar. Beispiele: Enthusiasten eines Produkts oder einer Technologie bieten Anwender-Foren zum Austausch an, und auch Firmen stellen ihren Kunden Online-Foren beispielsweise als Support-Foren zur Verfügung. Zeitschriften und Bewertungsplattformen regen die Diskussion zu Beiträgen ebenfalls mit Foren an.
•G•H•I•J
Gamification
Mit Gamification wird die Übertragung spieltypischer Mechaniken auf Inhaltsangebote oder Anwendungen verstanden, die nicht zu Spielen zählen. Die Motivation und Bindung der Nutzer von Websites, Software, Communities, mobile Apps etc. soll durch Gamification gesteigert werden. Gleichzeitig soll Gamification helfen, die Nutzungserfahrung attraktiver, angenehmer und interessanter zu machen.
Geo-Social Networks
Geo-Social Networks (Geo-soziale Netzwerke) sind Spezialangebote von
-> Location Based Services (Ortsbezogene Dienste), die den aktuellen Standort (ermittelt mithilfe der GPS-Daten des Nutzer-Handys) als zusätzliche Information an aktuelle Nachrichten des Anwenders knüpfen. Damit können Nutzer in Anwendungen wie
Foursquare oder
Friendticker mit ihnen verknüpfte Anwender auf interessante Plätze, Geschäfte oder Restaurants hinweisen und ihnen zeitnah mitteilen, wo sie sich gerade aufhalten. Beispielsweise um gemeinsam auf den nächsten Zug am Bahnhof zu warten. Als jüngster Service bietet
Facebook Places seit August 2010 an, die Statusmeldungen in Facebook mit einem Ortshinweis zu versehen. Eine Übersicht der Services liefert eine
Vergleichstabelle von TechCrunch.
Google+ / GooglePlus / G+
Nach Betaphase im Juni/Juli 2012 startete die weltweit am meisten genutzte Online-Suchmaschine Google im August 2012 das
-> Soziale Netzwerk Google+. Anders als bei
-> Facebook und ähnlich
-> Twitter werden Kontakte nicht zwingend gegenseitig bestätigt. Interessante Google+ Nutzer können in so genannten “circles / Kreisen” gespeichert werden. Damit können Anwender entscheiden, welche Inhalte in ihrem Nachrichtenstrom (“stream”) erscheinen und auch für jedes Update einstellen, welcher Personenkreis eine Meldung sehen kann.
Google+ Page
Anfang November 2011 eröffnete das -> Social Network -> Google+ die Möglichkeit, ähnlich den -> Facebook Pages neben den persönlichen Google+ Profilen weitere Informations-Seiten zu Geschäften, Unternehmen, Organisationen etc. einzurichten, um mit Nutzern des Netzwerks zu kommunizieren und interagieren.
Graphic Recording
Auf
-> Barcamps, Social Media Konferenzen wie die re:publica und auch in Unternehmen werden neue Wege beschritten, Diskussionen zu entfachen und zu dokumentieren. Dabei spielt das Bildhafte eine große Rolle: Illustratoren wie
Anna-Lena Schiller oder die
Kommunikationslotsen dokumentieren während eines Vortrags oder Meetings den Diskurs und die Ergebnisse als visualisierte Echtzeit-Protokolle. Diese großen Wandbilder bezeichnet man als
Graphic Recording oder auch visuelle Dokumentation, Visual Facilitation, Graphic Facilitation. Beispiel siehe
Graphic Recording eines Jeff Jarvis Vortrags. Die sprachliche Verarbeitung in unserem Gehirn wird durch die bildhafte Darstellung ergänzt, was die Merkfähigkeit enorm verstärkt.
GraphRank (Facebook)
Den
GraphRank nutzt die Social Network-Plattform
-> Facebook zur Auswahl von “wichtigen” Nachrichten für den individuellen Ticker (Ereignisspalte rechts) der Nutzer, damit diese nicht in der Flut von Aktivitäten-Updates ihrer Kontakte ertrinken. Anders als der
-> EdgeRank geht es hier vorwiegend um die Interaktion mit Anwendungen oder Blogs. Details beschreibt das Blog futurebiz im Blogbeitrag
“Das ist der GraphRank für Facebook Apps”.
Hangout (Google+)
Als Hangout bezeichnet das -> Social Network Google+ die Video-Chat-Funktion. Anders als bei -> Facebook können hier mehrere Nutzer gleichzeitig sehr performant miteinander sprechen und sich live per Webcam sehen.
Hangout On Air (Google+)
Ein Hangout On Air ist ein öffentliches -> Hangout, das live via -> YouTube (sowie eingebettet auf einer Website) verfolgt werden kann. Bis zu 10 Teilnehmer können darin als Diskussionsrunde integriert werden. Nach Beendigung des Hangout On Air steht es als Aufzeichnung auf YouTube zum Abruf bereit.
Hashtag (hash tag)
Der -> Microblogging-Service Twitter bietet Nutzern an, beschreibende Schlagworte (so genannten -> Tags) in ihren Updates zu verwenden. Diese werden durch ein vorangestelltes “#” (Hash-Zeichen) gekennzeichnet. Diese Form Stichworte kenntlich zu machen wird auch im -> Social Network -> Google+ sowie dem visuellen -> Bookmark Service > Pinterest genutzt.
HTML5
Die neue Spezifikation
HTML5 soll den aktuellen Web-Standard HTML4 ablösen und soll neu entstandene
-> Web 2.0-Anforderungen besser unterstützen. Was ist dieser neue Standard, wie steht er im Vergleich zu Flash da, und wie wirkt er sich im Web aus – diese Fragen beantwortet diese
Infografik HTML5 (inklusive Übersicht, wie die unterschiedlichen Web-Browser aktueller und künftiger Generation Web-Inhalte mit HTML5 verarbeiten).
Influencer / Multiplikatoren im Social Web
Im Social Web beeinflussen aktive Nutzer täglich mit, wie ein Produkt, eine Marke, eine Technologie oder ein Unternehmen wahrgenommen und eingeschätzt werden. Social Media-Nutzer mit enormer Blog-Leserschaft, zahlreichen Twitter-Followern oder großem Facebook-Freundeskreis können entsprechend hohen Einfluss auf die Meinungsbildung ausüben und werden als Influencer und Multiplikatoren bezeichnet. Aber Achtung: Studien zeigen, je vertrauter wir mit Empfehlenden sind, umso stärker wirken deren Hinweise auf Produkte etc. auf uns. Ob Influencer mit hoher Reichweite dieses Vertrauen wie Bekannte und Freunde haben, ist jedoch nicht zwangsläufig gegeben.
•K•L•M
KPI Key Performance Indicators in Social Media
Key Performance Indicators – also Erfolgskennzahlen – kennen wir bereits aus dem Online Marketing: zum Beispiel Click-Through-Rates (CTR) für Web-Banner oder Öffnungsraten für eMails. Die Schlüsselkennzahlen für das Social Media Engagement sind komplexer und individueller, da besonders im B2B nicht die Reichweite zählt, sondern der Dialog mit der relevanten Zielgruppe bei geringem Streuverlust. Erfolgskennzahlen liefern quantitative Werte zum Engagement der Nutzer (Häufigkeit der Erwähnung der Marke, des Produkts oder Unternehmens: “Mentions & Reach”, im Vergleich zum Mitbewerb: “Share of Voice”), aber insbesondere die qualitative Auswertungen (-> Sentimentanalyse) zeigt den Erfolg im Dialog und entdeckt Multiplikatoren (Influencer) sowie wichtige Themen & Keywords für die -> Content Strategie.
Landing Page
Die Landing Page (Willkommen-Seite, Landeseite) kennen wir aus dem (Online-)Marketing: Diese Webseite wird genutzt, um zum Beispiel für ein Werbemailing, eine Banner-Kampagne, ein Plakat oder ein GoogleAdWord passenden Inhalt für Interessenten zur Verfügung zu stellen. Das Design greift dabei gerne die Kampagnen-Gestaltung auf, inhaltlich werden speziell Informationen gezeigt, die das beworbene Produkt oder Angebot erläutern. Im -> Social Web definieren Anbieter von Facebook Seiten einen der “Tabs” als Landing Page, um sich Besuchern, die noch kein “Fan” sind, kurz vorzustellen.
Lead Nurturing
Lead Nurturing ist das kontinuierliche “Füttern” von noch nicht kaufbereiten Interessenten (“Leads”) mit relevanten Informationen, die sich langfristig positiv auf die Kaufentscheidung auswirken. Angesichts verlängerter Entscheidungsprozesse im B2B-Geschäft ist es lohnenswert, eine Beziehung zu Leads über einen langen Zeitraum aufzubauen und zu unterhalten. In den USA und in Großbritannien wird Lead Nurturing schon seit langem diskutiert und betrieben, entsprechende Lösungen zur “Marketing-Automatisierung” unterstützen dabei.
like (Facebook)
Im -> Sozialen Netzwerk -> Facebook werden Meldungen, Fotos oder Nachrichten von anderen Nutzern mit Klick auf “like / gefällt mir” positiv bewertet. Damit Facebook-Nutzer regelmäßig Updates einer -> Facebook Page erhalten, müssen sie auf “Gefällt mir” dieser Seite klicken. Umgangssprachlich bezeichnet man diesen Klick auf “like / gefällt mir” als “geliked”.
LinkedIn
LinkedIn ist ein
-> Social Network, das in den USA gegründet wurde, um Geschäftsleute miteinander zu verbinden. Ähnlich dem deutschen Business-Netzwerk
-> XING expandiert auch diese Networking-Plattform international, und ähnlich Xing können sich Nutzer in Gruppen austauschen. Inzwischen gibt es auch einige Zusatz-Apps, die aber (noch) hinter den Funktionalitäten von Apps auf dem mehr privaten Netzwerk
-> Facebook zurückbleiben. In Deutschland hat LinkedIn ca. 800.000 Mitglieder (Mai 2010)
Location Based Services
Location Based Services (ortsbezogene Dienste) werden auch Geo-Web-Dienste genannt und umfassen Dienstangebote, die aufgrund der GPS-Daten eines Nutzer-Handys spezifische Online-Inhalte präsentieren. Beispiele sind die
Briefkastensuche der Post oder die
Branchen-Umgebungssuche mit Aloqua. Mit einer Networking-Komponente ausgestattet bieten
Foursquare oder
Friendticker registrierten Nutzern an, interessante Plätze, Geschäfte oder Restaurants der jeweils aktuellen Umgebung von Freunden empfohlen zu bekommen: In diesem Fall spricht man von
-> Geo-Social Networks (Geo-soziale Netzwerke). Weitere Online-Videos zum Thema stelle ich in der Sammlung
Social Media • Location Based Services bereit.
LoMoSo
Location
Mobile
Social – kurz LoMoSo – wird in der Marktforschung die neue Konsumentengruppe genannt, die per Smartphone / Tablet Anwendungen nutzt, die soziale, ortsbezogene und mobile Komponenten vereinen (siehe
-> SoLoMo). In der
Internet World Business werden die LoMoSos in einer kurzen
Typologie der modernen Internet-Nutzer beschrieben.
Mashup / Mash-up
Mashup ist die Kombination von bestehenden, veröffentlichten Werken (Text, Fotos, Video Musik, etc.) zu einem neuen Inhalt. Im Musikbereich als Remix bekannt, in der Kunst als Collage, handelt es sich besonders im -> Web 2.0 des Internet um die Rekombination von Online-Inhalten. Beispielsweise ergibt ein -> Social Media Newsroom mit Inhalten zu einem Unternehmen aus diversen Plattformen des Social Web einen Mashup-Content.
Microblogging
Stellen wir uns eine Pinnwand in einem Haus vor, an die jeder Mitbewohner und Hausbesucher einen Zettel pinnen kann. Ein
Microblogging-Service (z.B.
Twitter) stellt quasi eine Pinnwand im Internet bereit, auf der Nutzer Textnachrichten (Tweets, Updates) mit einem maximalen Textumfang (Twitter: 140 Zeichen) veröffentlichen. Praktischerweise wartet die Online-Pinnwand mit Funktionen auf, die Meldungen eines Nutzers in chronologischer Reihenfolge darstellen, Nachrichten verschiedener Nutzer verknüpfen, wenn diese sich aufeinander beziehen, sowie Kategorien (
->Hash-Tags) zur thematischen Verknüpfung erlauben.
Mobile Marketing
Mobile Marketing umfasst sämtliche Marketingmaßnahmen, die Interessenten über mobile Endgeräte wie Smartphones erreichen will. Beispiele sind aufmerksamkeitsstarke Angebote wie Klingeltöne, Spiele oder Videos mit Markenbotschaft aber auch nützliche Inhalte wie News-Alerts oder Produktinformationen. Besonders interessant sind die neuen Möglichkeiten, durch -> Augmented Reality Informationen in die aktuelle Umgebung des Nutzers einzublenden.
Monitoring / Tracking in Social Media
Monitoring und Tracking bezeichnen in der Social Media-Kommunikation die Aufgabe, Konverationen und von Nutzern generierte Inhalte im -> Social Web kontinuierlich zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten. Zum Beispiel um als Hersteller zeitnah auf Diskussionen über ein Produkt reagieren zu können (-> Echtzeit Kommunikation). Neben der Beobachtung mit Fokus auf das eigene Unternehmen liefert ein umfassendes Social Media Monitoring auch Erkenntnisse zu Trends, Themen, Wettbewerbsaktivitäten und hilft dabei, Multiplikatoren (Influencer), potenzielle Kunden sowie Anregungen zur Produktentwicklung aufzuspüren.
Multiplikatoren / Influencer im Social Web
Im Social Web beeinflussen aktive Nutzer täglich mit, wie ein Produkt, eine Marke, eine Technologie oder ein Unternehmen wahrgenommen und eingeschätzt werden. Social Media-Nutzer mit enormer Blog-Leserschaft, zahlreichen Twitter-Followern oder großem Facebook-Freundeskreis können entsprechend hohen Einfluss auf die Meinungsbildung ausüben und werden als Influencer und Multiplikatoren bezeichnet. Aber Achtung: Studien zeigen, je vertrauter wir mit Empfehlenden sind, umso stärker wirken deren Hinweise auf Produkte etc. auf uns. Ob Influencer mit hoher Reichweite dieses Vertrauen wie Bekannte und Freunde haben, ist jedoch nicht zwangsläufig gegeben.
•N•O•P
Netnographie
Das Kunstwort Netnographie setzt sich aus den Begriffen “Net” für Internet und “Ethnographie” zusammen. Zur beobachtenden Erforschung von Online-Communities wendet die Netnographie ethnographische Forschungsmethoden auf das Internet an. Und ermittelt beispielsweise qualitative Aussagen über das Konsumentenverhalten im Internet für die Marktforschung.
Netzneutralität
Gemäß dem Prinzip der
Netzneutralität sollen Internet Service Provider alle Datenströme mit gleicher Priorität behandeln – ohne Unterschied, ob es sich um private oder geschäftliche Daten handelt. Weitere Informationen siehe
Wikipedia: Netzneutralität
Newsfeeds / RSS
Newsfeeds oder auch RSS-Feeds (Really Simple Syndication) ist ein Internet-Standard, mit dem Aktualisierungen von Websites kommuniziert werden. Mithilfe des Browsers (dynamische Lesezeichen), von speziellen Programmen (Feedreader) oder Online-Services (Netvibes) können diese RSS-Feeds genutzt werden, um beispielswesie automatisch über neue Artikel in einem -> Weblog informiert zu werden.
Online-Reputation
Der digitale Ruf eines Unternehmens / einer Person für bestimmte Themen zeigt sich an der Zahl und Position der Fundstellen im Suchmaschinen-Ergebnis. Zur Unterstützung der Online-Reputation ist es beispielsweise sinnvoll, mit gut von Suchmaschinen indexierbaren und thematisch passenden Inhalten im Internet vertreten zu sein, die Kompetenz nachweisen.
OpenGraph (Facebook)
Als OpenGraph bezeichnet die Social Network-Plattform -> Facebook das Verknüpfungsnetzwerk, das zu jedem Mitglied gespeichert wird. Hier wird abgebildet, mit wem die Nutzer auf Facebook bekannt sind, wie sie mit anderen Nutzern über gemeinsame Bekannte verknüpft sind, welche Facebook Seiten oder Anwendungen von ihnen bevorzugt bzw. mit “gefällt mir” bewertet werden. Seit September 2011 arbeitet Facebook daran, den OpenGraph zu erweitern, so dass statt “gefällt mir” im Nachrichtenticker passendere Updates erscheinen wie z.B. ein Buch “gelesen”, einen Film “angeschaut”, ein Rezept “gekocht” oder ein Lied “gehört”.
Pinterest
“Pinterest is a social catalog” schreibt der Service, mit dem Nutzer Sammlungen von digitalen Lesezeichen anlegen können. Zu diesen Internet-Lesezeichen werden die Bildelemente aus der verlinkten Webseite gefiltert, eines vom Nutzer ausgewählt und wie auf einer großen Pinwand als optische Reminder dargestellt. Neben Website-Links laden Nutzer Fotos hoch oder betten YouTube-Videos als “Pins” ein (siehe
Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte :: Link-Pinwand Pinterest).
Podcast
Das Kunstwort Podcast setzt sich aus den Begriffen “iPod” und “Broadcast” zusammen. Audio- und Video-Dateien, die per -> Newsfeed abonnierbar sind, werden als Podcast bezeichent.
•Q•R•S
QR-Code
QR-Codes (Quick Response, also rasche Antwort) sind als quadratische Piktogramme verschlüsselte Informationen, die für die Automobilfertigung entwickelt wurden. Inzwischen werden QR-Codes auch in anderen Zusammenhängen verwendet, da sie mit Smartphones eine rasche Verbindung zu online abrufbaren Informationen schaffen können. Durch Scannen des Codes auf Broschüren, Plakaten oder Schildern mit der Kamera und speziellen -> Apps können so ohne aufwändiges Abtippen Links aufgerufen oder Textinformationen abgerufen werden.
Real-Time Communication / Echtzeit Kommunikation
Mit Social Media und der Entwicklung, dass Menschen in den Industrieländern nahezu konstant mit dem Internet verbunden sind, werden Informationen immer rascher ausgetauscht. In der Vergangenheit bestimmten nur wenige Personen, Medien und Organisationen den öffentlichen Diskurs – nun nutzen auch Verbraucher, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und interessierte Menschen neue, wirksame Kommunikationkanäle. Konnte sich ein Unternehmen bei (kritischen) Anfragen Zeit lassen, ist nun eine umsichtige aber zeitnahe Reaktion wichtig. Brisante Themen finden inzwischen rasche Verbreitung durch Social Media-Plattformen – gut für Unternehmen, denn sie können durch -> Monitoring frühzeitig darauf hingewiesen werden. Aber auch wichtig für Unternehmen zu wissen, dass ihre Dialogbereitschaft enorm wichtig ist für eine Entschärfung der Situation.
RSS / Newsfeeds
Newsfeeds oder auch RSS-Feeds (Really Simple Syndication) ist ein Internet-Standard, mit dem Aktualisierungen von Websites kommuniziert werden. Mithilfe des Browsers (dynamische Lesezeichen), von speziellen Programmen (Feedreader) oder Online-Services (Netvibes) können diese RSS-Feeds genutzt werden, um beispielswesie automatisch über neue Artikel in einem -> Weblog informiert zu werden.
Second Life
Second Life (SL) ist der Name einer der größten virtuellen 3D-Umgebungen auch
-> Virtuelle Welt genannt (Anbieter:
Linden Lab). In deutschsprachigen Medien wird sie gerne auch als das “zweite Leben” bezeichnet.
Sentiment Analyse
Auf der Basis des -> Monitorings liefert die Sentimentanalyse eine qualitative Auswertung der Konversationen im Social Web. Daraus ergibt sich für einen Hersteller zum Beispiel ein Stimmungsbild im Markt zu Produkten, Service und dem Anbieter selber. Darüber hinaus erkennt man für die Verfeinerung der -> Social Media Strategie sowie der -> Content Strategie, welche Themen und Stichworte im Kontext des eigenen Unternehmens relevant sind. Es werden -> Influencer entdeckt, die für den vertiefenden Dialog gewonnen werden können.
SEO / Search Engine Optimization / Suchmaschinen-Optimierung
SEO kürzt den Ausdruck Search Engine Optimization ab – ein Bündel an Maßnahmen, zur Steigerung der Sichtbarkeit einer Website in den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen. Dabei wird unterschieden zwischen onSite SEO, onPage SEO und offSite SEO. onSite SEO umfasst die technische Optimierung der Site wie die Domainbezeichnung, Performance oder Website-Struktur. Bei der onPage SEO liegt der Fokus auf inhaltlichen Optimierungen wie Keywords-relevanten Texten, Überschriften, Hervorhebungen sowie internen Verknüpfungen und Metatags. Die offPage SEO kümmert sich als Linkbuilding um Verlinkungen von anderen Websites und als Social SEO aus diversen Plattformen des Social Web. Jüngste Aktualisierungen der beliebtesten Suchmaschine Google rücken aktuelle Inhalte auf den Seiten sowie so genannte -> Social Signals stärker in den Vordergrund.
SERP / Search Engine Results Page
SERP kürzt den Ausdruck Search Engine Result Pages ab – das sind die Ergebnisseiten, auf denen Suchmaschinen die gefundenen Websites präsentieren. Der Begriff wird in Artikeln rund um die Suchmaschinen-Optimierung (-> SEO, Search Engine Optimization) verwendet, wenn es darum geht, wie weit vorne eine Website im Suchergebnis von Google, Bing oder anderen Suchmaschinen angezeigt wird.
Social Bookmarks
Social Bookmark-Dienste wie
delicious oder
MisterWong erlauben Online-Nutzern, ihre Internet-Lesezeichen (Bookmarks) online zu speichern, damit sie von verschiedenen Endgeräten darauf zugreifen können. Darüber hinaus können Lesezeichen mit Schlagworten versehen werden (
-> Tag) und für andere Internet-Nutzer öffentlich bereit gestellt und mit diesen ausgetauscht werden. Ein visueller Bookmark Service, der Links mit Vorschau-Fotos speichert, ist
Pinterest (siehe Review zur Link-Pinnwand).
Social Business
Um 2008 definierte Friedensnobelpreisträger
Muhamad Yunus “Social Business” als Begriff für soziales Unternehmertum. Also Unternehmen, die sich als Ziel setzen, soziale Herausforderungen wie Armut, Zugang zu sauberem Wasser, zu medizinischer Versorgung, zu Energie, zu finanziellen Mitteln anzugehen. Dazu arbeiten diese Firmen ökologisch nachhaltig, zahlen faire Mitarbeiterlöhne und keine Dividende an Investoren. Inzwischen wird “Social Business” im Umfeld von
->Social Media verwendet als Oberbegriff für die Verknüpfung von Geschäftsprozessen mit Social Web-Technologien und
->Social Networks. Bereiche dazu sind beispielsweise
->Social Enterprise / Enterprise 2.0 oder
->Social CRM.
Social CRM
CRM steht für Customer Relationship Management also für Kundenbeziehungs-Management. Mit Social CRM wird die Entwicklung bezeichnet, ->Social Media und ->Social Networks in der geschäftlichen Kommunikation mit Kunden einzusetzen. Es gibt noch nicht die Social CRM-Lösung – Beispiele sind die Integration von Suport-Foren in Plattformen des Social Web wie ->Facebook oder ->Twitter. Social CRM ist ein Bereich des ->Social Business.
Social Curation
Mit Social Curation bezeichnen wir die öffentliche Zusammenstellung von relevanten Inhalten im Internet. Online-Nutzer teilen mit Stichworten versehene -> Social Bookmarks auf Plattformen wie delicious und MisterWong, bringen Twitter-Updates, Blogartikel und Fotos mit Storify kommentiert zu einer Geschichte zusammen oder betreiben so genannte “Boards” auf -> Pinterest. Curation hilft vielen Web-Surfern passende Inhalte zu bestimmten Themen aufzufinden; und zwar Online-Seiten, die nicht von den Automatismen einer Suchmaschine gefunden werden sondern von Menschen herausgesucht und bereit gestellt wurden.
Social Games
Als
Social Games werden Online-Spiele bezeichnet, die sich dadurch auszeichnen, dass die Interaktion mit anderen Spieler eine zentrale Rolle spielt. Die Verknüpfung der Spiele mit
-> Social Network-Plattformen und Online-Communities (SchülerVZ, StudiVZ, Facebook etc.) ist wichtig, um die soziale Komponente in die tägliche Online-Nutzung der Spieler zu integrieren. Das bekannteste und lange erfolgreichstes Social Game ist
Farmville (zur besten Zeit spielten ca. 70 Millionen Nutzer weltweit). (Tipp zur Vertiefung:
Social Gaming von A bis Z)
Social Enterprise / Enterprise 2.0
Social Enterprise oder Enterprise 2.0 bezeichnet die Entwicklung zunehmend Technologien und Plattformen des ->Social Web in der internen Kommunikation des Unternehmens einzusetzen. Beispiele sind interne Netzwerke die ähnlich ->Facebook oder ->Twitter sowohl das Entdecken von hauseigenen Experten als auch den Austausch über Unternehmens-relevante Themen unterstützen. Interne ->Blogs oder ->Wikis bilden in vielen Unternehmen seit langem Wissenspeicher und Plattformen für das Knowledge Sharing. Social Enterprise ist ein Bereich des ->Social Business.
Social Media
Mit Social Media werden Anwendungen und Dienste bezeichnet, die Internet-Nutzern helfen, Informationen und Dateien auszutauschen und zugleich die Kommunikation und Vernetzung der Nutzer unterstützen. Beispiele: Weblog, Foto-Sharing Flickr, -> Microblogging -> Twitter, -> YouTube oder Social Networks wie -> Facebook, -> Google+, -> LinkedIn oder -> Xing.
Social Media Guidelines
Jedes Unternehmen sollte für alle Mitarbeiter die Ziele und den Rahmen des Social Media Engangements mit Guidelines abstecken. Diese Guidelines sollten nicht als Regelwerk von Verboten missverstanden werden, sondern vielmehr den Mitarbeitern Orientierung und Unterstützung geben. Sinnvoll ist es, in den Guidelines das Engagement der Firma zu skizzieren, Anregungen für Inhalte und Kommunikatons-Stil zu liefern, ein klares Leitbild des Unternehmens zu vermitteln, verständliche Hinweise auf zu beachtende gesetzliche Vorgaben zu nennen sowie Kontaktangebote zur Unterstützung in kritischen Situationen anzubieten.
Social Media Marketing
Social Media Marketing umfasst Strategien, Kommunikationskonzepte und Maßnahmen für die aktive Teilhabe von Unternehmen in Social Media-Diensten. Wichtig ist, nicht nach bekanntem Muster Werbeinformationen “abzustrahlen”, sondern echte Interaktion inklusive Zuhören und Teilen von Informationen zu leben.
Social Media Monitoring
Monitoring und Tracking bezeichnen in der Social Media-Kommunikation die Aufgabe, Konverationen und von Nutzern generierte Inhalte im -> Social Web kontinuierlich zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten. Zum Beispiel um als Hersteller zeitnah auf Diskussionen über ein Produkt reagieren zu können (-> Echtzeit Kommunikation). Neben der Beobachtung mit Fokus auf das eigene Unternehmen liefert ein umfassendes Social Media Monitoring auch Erkenntnisse zu Trends, Themen, Wettbewerbsaktivitäten und hilft dabei, Multiplikatoren (Influencer), potenzielle Kunden sowie Anregungen zur Produktentwicklung aufzuspüren.
Social Media Newsroom
Was bisher der Bereich “Presse” einer Unternehmens-Webiste ist, ist künftig der Social Media Newsroom. Diese dynamische Website führt das Engagement eines Unternehmens (oder auch Konferenz oder Organisation) auf diversen Social Media-Kanälen (wie Youtube, Twitter, Facebook, Google+, Mister Wong…) an einem Ort zusammen. Hier erfahren Interessierte auch, wie sie sich mit Mitarbeitern über Social Web-Plattformen vernetzen und mit ihnen in den Dialog aufnehmen können.
Social Media Optimization (SMO)
Social Media Optimization (SMO) umfaßt Maßnahmen, die die Verlinkung einer Website in Social Media-Angebote anregen und erleichtern.
Social Media Redaktionsplan / Themenplan
Unternehmen stehen vor der Herausforderung für ihr Social Media Engagement interessante Inhalte bereitzustellen, denn sie wollen Dialogangebote zu relevanten Themen (-> Agenda Setting / -> Social Media Strategie) geben. Entsprechend der in der -> Content Strategie definierten Leitlinien für die diversen Social Media-Kanäle (Tonality, Themen, Häufigkeit) hilft der Social Media Themenplan bei der Planung und Umsetzung eines kontinuierlichen Angebots von Inhalten für den Dialog.
Social Media Strategie
Grundlegend für das Social Media Engagement werden bei der Entwicklung einer Social Media Strategie wichtige Fragen, Rahmendaten und Zielsetzungen abgeklärt. In der Strategie stehen nicht konkrete Social Media-Maßnahmen im Vordergrund, sondern vielmehr die Situationsanalyse des Unternehmens im Social Web sowie der aktuelle Stand im Vergleich zum Mitbewerb. Darauf aufbauend formuliert die Social Media-Strategie konkrete (und möglichst messbare) Ziele, die mithilfe von Social Media angestrebt werden, also welche Interessengruppen über welche Kommunikations-Kanäle mit welchen Themen für den Dialog angesprochen werden.
Social Signals
Social Signals wertet die international beliebteste Suchmaschine Google aus, um aus der Fülle des Inhaltsangebots im Internet wertvolle Contents herauszufiltern. Wenn also Nutzer mit einer verlinkten Webseite in den sozialen Medien -> Facebook oder -> Twitter (und bald -> Google+) interagieren, ziehen die Ranking-Algorithmen diese Signale mit in die Einschätzung der Relevanz dieser Seite ein.
Social Web / Web 2.0
Mit Social Web wird die aktuelle Stufe der Internet-Entwicklung benannt, die eine interaktive Nutzung und den zeitnahen Austausch von Informationen vieler mit vielen möglich macht. Die technologische Weiterentwicklung des World Wide Web liefert dazu Tools und Anwendungen (so genannte -> Social Media), um mit geringen Kenntnissen Inhalte im Internet zu veröffentlichen und zu vernetzen: sei es in Weblogs, auf Microblogging-Plattformen wie Twitter oder in Social Networks wie Xing. Einige Zeit wurde diese Entwicklungsstufe des Internet auch als -> Web 2.0 bezeichnet.
SoLoMo
Social Location Mobile – kurz SoLoMo – ist die Kurzbezeichnung für einen neuen Markt von Anwendungen, die soziale, ortsbezogene und mobile Komponenten vereinen. Nutzer von SoLoMo nennt die Marktforschung ähnlich abgekürzt -> LoMoSos.
Streisand-Effekt
Man spricht vom Streisand-Effekt, wenn jemand die Veröffentlichung einer Information verhindern will, damit aber überhaupt erst das Interesse an dieser Information antreibt. Namenspatronin ist die gleichnamige Schauspieler und ihr Versuch, die Veröffentlichung einer
Luftaufnahme zu verhindern, auf der ihr Haus zu sehen ist.
•T•U
Tag / Tagging
Im Internet erlauben viele Anwendungen die Vergabe von beschreibenden Schlagworten (so genannten Tags) zu Inhalten wie Fotos, Texten oder Videos sowie zu Personen in Netzwerk-Plattformen. Das Tagging erlaubt das Auffinden relevanter Online-Inhalte, deren Inhalt sich nicht automatisch erschließen lässt wie beispielsweise Fotos oder Videos.
Tracking / Monitoring in Social Media
Monitoring und Tracking bezeichnen in der Social Media-Kommunikation die Aufgabe, Konverationen und von Nutzern generierte Inhalte im -> Social Web kontinuierlich zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten. Zum Beispiel um als Hersteller zeitnah auf Diskussionen über ein Produkt reagieren zu können (-> Echtzeit Kommunikation). Neben der Beobachtung mit Fokus auf das eigene Unternehmen liefert ein umfassendes Social Media Monitoring auch Erkenntnisse zu Trends, Themen, Wettbewerbsaktivitäten und hilft dabei, Multiplikatoren (Influencer), potenzielle Kunden sowie Anregungen zur Produktentwicklung aufzuspüren.
Twitter
Twitter ist ein beliebter
-> Microblogging-Service mit dem registrierte Nutzer Textnachrichten (so genannte Tweets) mit einem maximalen Textumfang von 140 Zeichen veröffentlichen können. Die Tweets eines Nutzers sind in seinem Twitter-Profil chronologisch angeordnet, sie können von anderen Nutzern als Favoriten gespeichert werden, beantwortet werden (Reply) sowie weitergeleitet werden (Re-Tweet). Mit Schlagworten
-> Hash-Tags) können Tweets zur thematischen Verknüpfung gekennzeichnet werden.
Twitterwall
Eine Twitterwall wird gerne auf Events eingesetzt, um die Kommentare zur Veranstaltung per Beamer für die Teilnehmer zu präsentieren. Dazu filtert die Twitterwall Nachrichten aus dem -> Microblogging-Service -> Twitter heraus, die mit einem für die Veranstaltung vereinbarten Kennzeichen (-> Hash-Tag) versehen sind. Fragen aus dem Web bei Live-Übertragung oder dem Publikum vor Ort können so in eine Diskussionsrunde eingebunden werden.
User Generated Content
Von Internetnutzern erstellte Inhalte wie Texte, Fotos oder Video werden als User Generated Content bezeichnet. Im Marketing begegnen wir hier auch Marken-Enthusiasten, die sich kreativ mit den von ihnen favorisierten Produkten oder Unternehmen auseinandersetzen.
•V•W
Virtuelle Güter / Virtual Goods
Der Begriff
Virtuelle Güter (Virtual Goods) hat 2009 eine große Bekanntheit erlangt, obwohl schon seit vielen Jahren in Online-Spielwelten wie “World of Warcraft” Spielelemente gehandelt werden. Virtuelle Güter werden mit realem Geld gezahlt und können in einem Spiel oder online genutzt werden, nicht aber im realen Leben. Wurden lange Zeit vorwiegend auftrainierte Spielfiguren oder Objekte für das Inventar des Spielers gehandelt, sind es zunehmend selbstdarstellerische Elemente wie Frisuren, Accessoires und Kleidung für den
-> Avatar oder Einrichtungsgegenstände für die eigene Online-Lounge. In
-> Social Networks wie Facebook ist das gegenseitige Schenken von kleinen Icons wie Torten zum Geburtstag, Smilies oder Herzen sehr populär. Der weltweite Markt für virtuelle Güter betrug 2009 fast 3 Mrd. US-Dollar – mit aktuell ansteigender Wachstumskurve (siehe
Statistiken von Kzero).
Virtuelle Welt / Virtual World
Virtuelle Welten (Virtual Worlds) sind 3D-Umgebungen im Computer, in denen sich Nutzer mit einem dreidimensionalen
-> Avatar bewegen. Ungefähr 800 Millionen registrierte Avatare weltweit nutzen Virtuelle Welten (siehe
Statistiken von Kzero). Entwickler formen ihr Welt als Nachempfindung der realen Welt (so genannte “Mirror Worlds”, Spiegelwelten) oder kreieren Fantasie- bzw. Comic-hafte Welten. Kennzeichnen für ene Virtuelle Welt ist, dass sich hier Menschen begegnen können, die nicht über das selbe Endgerät (Computer / Konsole) auf die Welt zugreifen. Virtuelle Welten können ein konkretes Ziel haben: z.B. ist “World of Warcraft” ein Spiel mit definierten Handlungssträngen und Leistungspunktesystem (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, MMORPG). Sie können auch Plattformen sein, die es den Nutzern überlassen, vielfältige Anwendungsszenarien zu entwickeln: z.B. “
-> Second Life” (Multi User Virtual Environment, MUVE).
VZ-Netzwerke (meinVZ, schülerVZ, studiVZ)
Die deutschsprachigen
-> Social Networks meinVZ (5 Mio Nutzer Juli 2010),
schülerVZ (Zielgruppe Schüler ab 12 Jahren; 5,8 Mio Nutzer Juli 2010) und
studiVZ (Zielgruppe Studenten; 6 Mio Nutzer Juli 2010) gehören zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Sie bieten ähnliche (kostenfreie) Austauschmöglichkeiten wie das US-amerikanische Netzwerk
-> Facebook, sind aber auf Deutschland beschränkt und verlieren mehr und mehr Nutzer an das internationale Netzwerk.
Web 2.0
Die technologischen Entwicklungen des Internet haben die Online-Veröffentlichung von Inhalten erleichtert, so dass das World Wide Web – geprägt durch Konsum von Inhalten, die wenige publizieren – zum
Web 2.0 wurde, das durch interaktive Nutzung und dem zeitnahen Austausch von Informationen vieler mit vielen gekennzeichnet ist (
-> User Generated Content). Inzwischen wird der Begriff mehr oder weniger durch
-> Social Web abgelöst;
-> mehr zu Web 2.0 bei Wikipedia
Webcast
Als Webcast wird eine -> Webseminar-Aufzeichnung benannt, die im Internet terminunabhängig angeschaut werden kann. Der Begriff Webcast wird auch für Online-Events verwendet, die eine Präsentation live ähnlich dem Fernsehen ausstrahlt, aber kein Feedback der Zuschauer integriert.
Webinar / Webseminar
Ein Webinar / Webseminar ist ein Online-Eventformat. In einem Webinar halten Referenten zu einem bestimmten Termin Vorträge mit Bild und Ton im Internet, an denen live eine Vielzahl von Interessenten teilnehmen kann. Die Teilnehmer können Fragen per Chat oder auch gesprochen stellen und so mit den Referenten interagieren. Die Aufzeichnung von Webinaren / Webseminaren, die on demand abgerufen werden kann, wird als -> Webcast bezeichnet.
Widget
Mini-Programme, die in andere Programme eingebunden werden können, werden als Widget bezeichnet. Das können Desktop-Widgets für die Computer-Benutzeroberfläche sein, Mobile Widgets für das Handy aber auch Web-Widgets, die in Webseiten integriert werden können.
Wiki
Wikis (Hawaiianisch “schnell”) sind Websites, deren Content Management System (CMS) darauf ausgerichtet ist, dass ihre Inhalte von verschiedenen Online-Nutzern bearbeitet werden können. Dabei dokumentiert das System automatisch jede Änderung. Anders als im
-> Blog sind die Beiträge im Wiki nicht chronologisch strukturiert. Beispiel:
Wikipedia
Word Of Mouth (WOM)
Mund-zu-Mundpropaganda als deutschsprachiger Begriff für Word Of Mouth wird ungern benutzt. Inhaltlich bezeichen sie das Empfehlungsmarketing durch zufriedene Kunden und Produkt-Enthusiasten. Virale Kampagnen regen mit geschickt gewählten Botschaften an, dass Menschen darüber mit anderen Menschen kommunizieren – im -> Social Web / Web 2.0 können Social Media Angebote dieses Weiterleiten von Informationen enorm befördern.
•X•Y•Z
XING
XING (vormals “openBC – open Business Club”) ist ein
-> Social Network, das in Deutschland gegründet wurde. Inzwischen ist das Netzwerk auch international vertreten, hat aber in den USA zum Beispiel nicht die Bedeutung, die dort das Business-Netzwerk
-> LinkedIn genießt. Registrierte Nutzer können sich miteinander vernetzen, in Gruppen austauschen und zu Events anmelden. Inzwischen gibt es auch einige Zusatz-Apps, die aber weit hinter den Funktionalitäten von Apps auf dem mehr privaten Netzwerk
-> Facebook zurückbleiben. Xing bietet viele Funktionen für Stellensuchende sowie Personaler, Recruiter und Headhunter an. Leider ist die kostenlose Mitgliedschaft nur noch mit sehr rudimentären Funktionen ausgestattet. Für den deutschsprachigen Raum weist Xing 4,2 Millionen Mitglieder aus (September 2010).
YouTube Channel
Registrierte Nutzer der Video-Plattform
YouTube können einen eigenen Channel einrichten und individuell gestalten. In diesem Channel können “Playlists” angelegt werden, zum Beispiel eine Sammlung von Videos, die zu einem bestimmten Thema auf der Plattform abrufbar sind:
B2B Social Media.