Startseite » Social Web » Archiv der Kategorie "Facebook"

Wie es in den Wald schallt…

wald doschu…so schallt es auch heraus. Und dabei ist entscheidet, wie die Botschaft beim Empfangenden ankommt. Egal wie es vom Sendenden gemeint war. Besonders die schriftliche Kommunikation in eMail oder Social Media ist da gar nicht so einfach.

Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop an der Akademie der Bayerischen Presse: Facebook für Unternehmen“. Drei Tage mache ich in der dritten Oktoberwoche die Teilnehmer fit für das beliebte Social Network. Dazu gehört auch der „Ton“.

Der gute Ton in der digitalen Kommunikation ist so ähnlich wie die Hinweise zur angenehmen Konversation. Das Internet ist voll mit Tipps zu gutem Smalltalk zum Beispiel beim Networking-Event, auf einer Messe oder Konferenz, im Aufzug usw. In jedem Fall kommt heraus: Themen und Geschichten sind relevant, eine plakative Selbstdarstellung verpönt. weiterlesen

Mobile makes the world go ‚round

Illustration Mobile FirstWie lest ihr diesen Blogbeitrag gerade? Am Desktop oder Laptop – mit einer App im Smartphone oder auf einer mobilen Website via Tablet? Falls ihr über eine Suchmaschine auf das Blog gelangt seid, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihr mobil zugreift…

Denn im Mai dieses Jahres meldete die größte Suchmaschine Google, dass inzwischen mehr Suchen via mobilem Endgerät gestartet werden als mit Desktop-Rechnern(1). Das bedeutet, dass der erste Kontakte mit der Website eines Unternehmens häufig mobil erfolgt.

Mobile Besucher auf der Website

Sehen wir da gut aus? In Social Media-Workshops rufe ich die Websites der Teilnehmer gerne auf Handy oder Smartphone auf. Schliesslich greifen beispielsweise mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer mobil auf das Social Network zu. Wird in der Facebook Seite eine Verlinkung auf eine Website veröffentlicht, betrachten die Abonnenten der Seite die Seite im Handy oder Tablet.

Mehr als die Hälfte der Deutschen – 54 Prozent – surft mobil im Internet. Das ermittelte die Studie der Initiative D21 (PDF) bereits 2014. Schon letztes Jahr nahm die Zahl derjenigen, die mit Smartphones oder Tablets online gehen, gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozentpunkte zu. Wenn ihr das hier lest, ist der Anteil inzwischen sicherlich deutlich höher.

Infografik: 54% der Deutschen surfen mobil | Statista

Mobile first bei mobilen Suchanfragen

Entsprechend hat Google die Algorithmen seiner Suchmaschine angepasst, die ja schließlich Webseiten für ein optimales Nutzererlebnis in dem Verzeichnis (Index) präsentieren will. Recherchieren ONline-Anwender per Smartphone oder Tablet werden ihnen entsprechend darauf optimierte Seiten bevorzugt zur Suchanfrage angeboten.

Was tun?
Auf einer Website von Google(2) kann getestet werden, wie gut die eigene Seite mobil dargestellt werden kann:

DoSchuCom - mobil optimiert

Wenn der Test negativ ausfällt: Mit dem Webdesign-Team über ein responsives Design sprechen. Also eine Webdesign, das die Darstellung und die Inhalte der Website je nach zugreifenden Endgerät anpasst. Dann klappt’s auch mit dem mobilen Besucher!

Links
(1) Google Building for the next Moment
(2) Test ob Websites als für Mobilgeräte optimiert gelten

Doris Schuppe

Foto: DoSchu / DoSchu.Com; Chart: de.Statista.com; Screenshot Testergebnis

Like it? Share it!

Wohin geht die Reise?

illustration zielZurück von drei Tagen Blockseminar „Technik der interaktiven Medien“ beschäftigt mich die Frage: Wie erreichen wir zum Beispiel mit einem Event in der digitalen Kommunikation unsere Interessenten und Teilnehmenden? Besonders wenn es um junge Menschen geht, die ihre Kommunikation vorwiegend mobil und besonders via Chat-App wie WhatsApp gestalten…

Letztes Jahr war von 29 Studierenden der Seminargruppe am Campus M21 gerade mal einer nicht bei Facebook angemeldet. Diese Gruppe war sehr überzeugt davon, dass außer Facebook alle anderen modernen interaktiven Medien – Blog, Instagram, Pinterest, YouTube etc. – unwichtig oder bestenfalls „nice to have“ seien. Wobei sie zugaben selber so gut wie gar nicht mit den von ihnen irgendwann einmal „gelikten“ Facebook Seiten zu interagieren.

Schade dass sie nicht erlebten, wie die aktuelle Gruppe dazu steht. Von den 26 Studierenden sind 4 überhaupt nicht bei Facebook registriert. Wer sich bei Facebook anmeldete, nutzt das Netzwerk jedoch nur hin und wieder; alle Teilnehmenden sind vorwiegend via WhatsApp aktiv. Da ist es schon eine gewisse Herausforderung auf ihren Radar zu kommen.

Event Kommunikation via interaktive Medien

Im Kurs nehmen die Studierenden Platz auf der anderen Seite des Events, auf der Seite des Veranstalters. Als Teams lernen sie die verschiedenen Aspekte der Technik interaktiver Medien kennen: Sie sind Event-Veranstalter in verschiedenen Bereichen eines fiktiven Unternehmens rund um das Flusssurfen auf der Münchner Eisbachwelle (Café, Fashion, Boards oder Travel).

Wenn sie selber kaum mit Inhalten bestehender Seiten interagieren, warum sollten es dann Gleichaltrige für ihr fiktives Eisbachwellen-Business tun? Selbst per FB-Anzeige sind sie kaum erreichbar. Wo finden wir dann neben bestehenden Kontakten und Kunden neue Interessierte für unseren Event?chalk street ziel

Eigentlich relativ einfach: Nach wie vor über Suchmaschinen.

Präsenz in Suchmaschinen-Ergebnissen

Wie die jüngste ARD-ZDF-Onlinestudie bestätigte: Online-Nutzer suchen im Internet an erster Stelle Informationen (82%) und nutzen Suchmaschinen (82%). Dabei weichen die verschiedenen untersuchten Altersgruppen kaum voneinander ab.

Das sind die Top-Online-Anwendungen, die 2014 mindestens einmal wöchentlich genutzt werden(1):

  • Informationen suchen
    Gesamt: 82 %
    Frauen: 79 %
    Männer: 85 %
    14-29 Jahre: 92 %
    30-49 Jahre: 85 %
    50-69 Jahre:73 %
    ab 70 Jahre: 66 %
  • Suchmaschinen nutzen
    Gesamt: 82 %
    Frauen: 80 %
    Männer: 83 %
    14-29 Jahre: 93 %
    30-49 Jahre: 85 %
    50-69 Jahre:72 %
    ab 70 Jahre: 55 %

Bis Sommer dieses Jahres freuten sich sicherlich viele Marketeers darüber, ihre Zielgruppen via Facebook mit einem Social Web-Kanal erreichen zu können. Ganz so einfach und besonders ohne Anzeigen-Budget ist es inzwischen nicht mehr: In der Facebook Q&A im November 2014 bestätigte Mark Zuckerberg die Bevorzugung persönlicher Updates gegenüber Posts von Facebook-Seiten in den Nachrichtenströmen (Newsfeed) der Nutzer.(2)

Wer auch Blogs und insbesondere YouTube strategisch in die Kommunikation eingebunden hat, ist jetzt gut aufgestellt.

Blogs haben vom Content Management System (CMS) her eine gute technische Ausstattung, um von Suchmaschinen indiziert zu werden. Sie liefern regelmäßig frische Inhalte, die zudem mit Schlüsselwörtern (Kategorien, Tags) beschrieben werden.

Online-Videos sind für die Kommunikation neben der übergreifend einfachen Einbettung in den verschiedensten digitalen Kanälen interessant, denn

  • Viele Altersgruppen und besonders junge Onliner nutzen die Online-Video-Plattformen
  • Google zeigt passende Online-Videos zu Suchanfragen sehr prominent in den Suchergebnis-Seiten an
  • YouTube zählt zur wichtigsten Suchmaschine nach Google: Statt längeren Beschreibungstext zu lesen lassen wir uns bequemer und anschaulicher zeigen und erzählen, wie etwas funktioniert

Bewegtbild-Inhalt, der bewegt

Die aktuelle ARD-ZDF-Onlinestudie hat auch zum Abruf von Videodateien im Internet 2014 interessante Nutzerstatistiken(3):

  • Gesamt
    zumindest gelegentlich: 75 %
    1x pro Woche: 45 %
    täglich: 14 %
  • 14-29-Jährige
    zumindest gelegentlich: 94 %
    1x pro Woche: 79 %
    täglich: 32 %

Für die Wahrnehmung und das Auffinden per Suchanfrage wichtig: Zugkräftiger Titel und Beschreibungstexte mit Keywords, die sowohl zum Inhalt als auch zu den verwendeten Suchwörtern in Suchmaschinen-Anfragen der angestrebten Zielgruppe passen. Nicht zu vergessen weiterführende Links im Beschreibungstext. Zum Beispiel:

  • Abruf von Detailinformationen wie die Programm-Übersicht eines Events
  • Link zum Ticket-Shop mit Hinweis auf Early Bird-Tarife
  • Links zu den Social Web-Profilen oder mobilen Apps des Events, um künftig keine neuen Informationen zum Event zu verpassen

Wie normal der Abruf von Video-Content bei jüngeren Online-Nutzern ist zeigt auch der sensationelle Erfolg des Video-Blogs BibisBeautyPalace von Bianca Heinicke. Eine deutsche Online-Berühmtheit mit über 1,2 Millionen Abonnenten!

Reiseführer Global Webindex

Der gerade aktualisierte Global Webindex meldet mehr regelmäßige Nutzer bei YouTube als bei Facebook(4). Ein Grund mehr, die Kommunikation – wenn nicht schon geschehen – mit Bewegtbild-Inhalten anzureichern.

Darüber hinaus identifizieren sie Tumblr und Pinterest als die am schnellsten wachsenden Social Media-Plattformen(5).

Tumblr!? Pinterest!? Einige haben diese Plattformen schon auf dem Online-Friedhof gesehen. Aber nichts ist so stabil wie die Veränderung. Auch in der Social Web-Nutzung. In diesem Sinne: Viel Spass auf der weiteren Entdeckungsreise – „This journey is 1% finished“(6)!

(1) Daten siehe ARD-ZDF-Online-Studie 2014 :: Onlineanwendungen
(2) Mark Zuckerberg Antwort in Facebook Q&A November 2014 (Video-Aufzeichnung ab Laufzeit 15:50 min)
(3) Daten siehe ARD-ZDF-Online-Studie 2014 :: Abruf Videodaten
(4) Global Webindex: YouTube has more monthly visitors than Facebook
(5) Global Webindex: Tumblr and Pinterest are the fastest growing social platforms
(6) Facebook Company Motto siehe Mashable Facebook Developer Explains Company’s ‚1% Finished‘ Motto

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com

Der Beitrag ist nützlich und gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

Social Media ist…

Foto: Tiziano Casalta / dreamstime.comZum Auftakt des Social Media SummerCamp nahm ich die Teilnehmer mit ins Wasser: Wie ein Sprung in den See bei sommerlichen Temperaturen ist der Sprung ins Social Web für viele mit Untiefen und Unterwasser-Monstern verknüpft. Im Kick-off lernten wir das so genannte „Neuland“ Social Media kennen und gingen in Beispielen auf die unterschiedlichen Ausprägungen ein.

Besonders wichtig: So wie Schwimmen macht auch das Engagement im Social Web viel Spass. Und mit Unterstützung wie die Schwimmflügel oder ein Schwimmring fallen die ersten Schritte im Neuland wesentlich leichter.

Über bekanntere Größen wie die Social Networks Xing, LinkedIn und Facebook arbeiteten wir uns anhand des Beispiels „Blogschreiberin & Kaffeeliebhaberin“ durch die verschiedenen Plattformen.

„Ich liebe Kaffee“

Im Blog schreiben wir ausführlich über unsere Themen, die wir mit Bildern oder auch Bewegtbild-Inhalten veranschaulichen. Auf Twitter fassen wir uns in 140 Zeichen sehr kurz und nutzen Stichworte („Hashtags“) zur inhaltlichen Verknüpfung. Auf Instagram lassen wir Fotos sprechen und nutzen noch mehr Hashtags. Auf Pinterest sammeln wir als Lesezeichen Fotos und auch Videos, die wir auf YouTube veröffentlichen oder recherchieren.

Über Google+ und die Google+ Local Pages (vormals Google Maps-Einträge für lokales Business wie Restaurants, Cafés, Ladengeschäfte etc.) besuchten wir auf der virtuellen Rundreise noch den so genannten Location Based Service Foursquare. Dieser Service empfiehlt nicht nur passende Angebote aus der aktuellen Umgebung: Per Foursquare Specials können Geschäfte ihren guten Kunden beispielsweise einen Gratis-Kaffee ausgeben, wenn sie zum 10. Mal vorbeischauen.


Alternativ gibt es hier die Präsentation als Slideshare: Social Media ist…

Social Media SummerCamp Events

Im Rahmen des Social Media SummerCamp gibt es noch jede Menge Hands-On-Workshops – eigenen Laptop nicht vergessen! Dabei werde ich folgende Themen in interaktiven Events in den nächsten Wochen behandeln, zu denen gerne noch Anmeldungen entgegen genommen werden:

  • 13. August, 19:30 Facebook fürs Business mit Doris Schuppe micro bubble DSC
  • 19. August, 12:30 Google+ mit Doris Schuppe micro bubble DSC

Weitere Termine, Details und Anmeldeinformationen siehe allynet Coworking Social Media SummerCamp 2014.

Doris Schuppe
Illustration mit Foto von Tiziano Casalta / dreamstime.com

Der Beitrag ist nützlich und gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

Digitalien in einem Tag

DigitalienEs heißt ja, „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – den Free:Formers gelingt es, in einem Tag sehr viel digitales Wissen bei den Teilnehmern aufzubauen. Ein interessantes Konzept, das ich letzten Freitag kennenlernte.

Um 9 trafen sich 14 sehr gespannte Teilnehmer im Münchner Coworking Space combinat56 zum „Digital Accelerator“-Workshop. Durch den Tag begleiteten uns Lucy und Ed von Free:Formers aus Großbritannien. Motto: Menschen zur Gestaltung des Internets anzuregen, anstatt es nur zu nutzen.

Internet verstehen an einem Tag

Die Medienkompetenz dazu erhalten Interessierte in eintägigen interaktiven Workshops wie Digital Accelerator, Mobile App Creator, Digital Engager oder Digital Innovator. Noch gibt es die Free:Formers Seminare nur in englischer Sprache – eine Lokalisierung für Deutschland ist geplant.

Ziel des von mir besuchten „One Day – Digital Accelerator„:

Understand the core aspects of the digital world through a hands on experience of all the key areas:

  • Make an app
  • Launch an ad
  • Use social media tools
  • Understand how to use web services safely

 

An einem Tag? An einem Tag! In der Feedback-Runde um halb fünf am Nachmittag waren wir alle beeindruckt, was an einem Tag an digitaler Kompetenz vermittelbar ist. Was mich besonders freute nach dem sehr temporeichen Tag: Auch weniger digital erfahrene Teilnehmer zeigten sich enorm motiviert, die gewonnenen Einblicke zu vertiefen und am Thema dran zu bleiben.

Was war geschehen?

Praktisch nachvollziehen statt Details

Screenshot: DoSchuUnsere Trainer, Lucy und Ed, sind Vertreter der so genannten „Digital Natives“. Sie sind begeistert vom Internet, vom selber Inhalte veröffentlichen und lassen diesen Funken gut überspringen.

Jeder von uns probierte mit dem sehr anschaulichen Online-Tool JSBIN aus, wie Webseiten unter der Haube aussehen: HTML, CSS und sogar das aktuell sehr beliebte Bootstrap.

Die von Twitter entwickelte Webdesign-Tool-Sammlung Bootstrap ist für die Entwicklung responsiver Webdesigns optimiert, damit Websites ihre Darstellung passend zum genutzten Endgerät liefern. Schließlich ist die Generation von Ed und Lucy besonders mobil online aktiv, für sie ist „mobile first“ das Mantra. Sprich, eine Website muss per Smartphone oder Tablet nutzbar sein; die Nutzung per Desktop ist nachrangig.

Soziale Komponenten: Facebook Ads & ONE:for1

Foto: WWF via Free:FormersNachdem wir durch ein bisschen Code unsere Test-Websites zu einer mobilen Web-App erweiterten, ging es ans Live-Testen verschiedener Facebook-Anzeigen. Dazu erstellten wir mit individuellen Facebook-Anzeigen-Zugängen eine Kampagne aus persönlich favorisierter Kombination vorgegebener Bilder, Headlines und Texten.

Beworben wurde der afrikanische Virunga Nationalpark im Kongo, in dem unter anderem die vom Aussterben bedrohten Berggorillas leben. Unsere Facebook-Anzeigen gaben uns Einblick und unterstützen gleichzeitig ein Naturschutz-Projekt. Am Ende des Tages werteten wir aus, welche Kombinationen von Bild und Text die meisten Klicks erzielten. Doch damit ist die soziale Komponente der Briten noch nicht am Ende!

Free:Formers helfen nicht nur Unternehmen dabei, Mitarbeiter digital auf die Sprünge zu helfen (Tipp für die HR-Abteilung!). Mit dem Konzept ONE:for1 trainieren sie darüber hinaus für jeden bezahlten Teilnehmer jeweils arbeitslose 16-25-Jährige in Großbritannien kostenfrei. Damit hat jedes Training auch eine gesellschaftliche Auswirkung.

Never stop learning

Screenshot: DoSchuMir hat es gut gefallen, wie locker Internet und Facebook-Anzeigen „entmystifziert“ wurden. Selbst wenn jemand wie ich recht aktiv in Digitalien lebt – es gibt bei der großen Bandbreite an Themen immer wieder Neues zu entdecken. Für mich war es in diesem Workshop definitiv das Tool JSBIN und die Option im Browser Firefox um Website-Code in 3D zu analysieren.

Website in 3D – so geht’s

  • Im Firefox Browser eine Website aufrufen
  • Rechtsklick in der Seite und „Element untersuchen“ auswählen – das Untersuchungs-Fenster öffnet sich unterhalb der Webseite im Browser
  • Falls noch nicht zuvor eingestellt: Einstellrädchen links anklicken und „3D-Untersuchung“ aktivieren – dann erscheint ein 3D-Würfel als Symbol rechts in der Tool-Leiste des Untersuchungs-Fensters
  • 3D-Symbol anklicken und dann mit der Maus irgendwo in die Seite klicken und ziehen zum Hin-und-Her-Drehen – faszinierend!

Doris Schuppe

Fotos & Screenshots: DoSchu / DoSchu.Com

Der Beitrag ist nützlich und gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

Der Beitrag gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

Social Media SummerCamp: August in München

Foto: allynetStatt Wegfahren holen wir das SummerCamp nach München: zum allynet Social Media SummerCamp im August in München. Von Blog, Facebook, Twitter bis zu Xing gibt es reichlich Workshops sowie Abendveranstaltungen. Na, Lust mitzumachen?

„Ja, Social Media, sollte ich mir mal näher ansehen. Keine Zeit…“ – auch schon mal gesagt oder gedacht? Vielleicht ist der August für „Daheimgebliebene“ genau der richtige Zeitpunkt: Die Projekte drängten nicht so sehr, wenn alle Beteiligten in Urlaub sind. Spontan-Aktionen sind im Sommerferienmonat die Ausnahme.

Zeit sich in punkto Social Media weiterzubilden!

Eine Gelegenheit dazu ist das Social Media SummerCamp München mit Start am 8. August 2014. Zum Auftakt freue ich mich, die SummerCamp-Interessenten mit auf eine unterhaltsame Reise durch die vielfältige Social Media-Welt zu nehmen. Wer hier mitreist, hat anschließend den Überblick, was es im „Neuland“ Social Web alles an Inseln, Wüsten und Kontinenten gibt.

Social Media Events im August

Dann heisst es den August über Lernen, Austauschen, Vernetzen und Spaß haben. Denn zum Networking lädt im Sommer ganz besonders die Dachterrasse im Work Loft von allynet ein. So lautet die Losung zum SummerCamp:

„Wir treffen uns in entspannter Atmosphäre, teilen unser Wissen und genießen dann zum Ausklang ein gemeinsames Get-together.“

allynet Social Media SummerCamp / allynet.de

Foto: allynet

Programm Social Media SummerCamp München

Passend zu sommerlichen Temperaturen dauern die Events drei Stunden mit Workshop- und Network-Teil (Laptops nicht vergessen!). Ort der Veranstaltung: allynet, Bayerstraße 85, 80335 München. Ferienkinder sind übrigens herzlich willkommen – allynet hat eine Spielecke und organisiert auf Wunsch eine Kinderbetreuung.

08. August, 15:30 SummerCamp Kick off mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Prezi siehe Social Media ist…

12. August, 19:30 Strategie mit Marein Orre

13. August, 19:30 Facebook fürs Business mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Vortragsfolien siehe SummerCamp Surfing…

14. August, 12:30 Eigene Website mit Pamela Kelbch

19. August, 12:30 Google+ mit Doris Schuppe  micro bubble DSC

20. August, 19:30 Bloggen mit Stefan Hoffmeister

21. August, 9:30 Xing & Co. mit Marein Orre

22. August, 12:30 Videoclips mit Daniel Seinsche

26. August, 9:30 mailchimp mit Benjamin Koch

27. August, 19:30 Storycoaching 2.0 mit Sophie Appl

29. August, 18:30 Twitter mit Claudia Kimich

30. August, ab 18 Uhr zum Ausklang: BBQ auf der Dachterrasse – in 140 Zeichen den Sommer preisen – Kommunikation im Social Web auf den Punkt gebracht!

Alle Details und Anmeldung zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen (Hashtag #scsm14):
Eventseite Social Media SummerCamp bei allynet
oder
gleich hier zu den Events anmelden

Ich freu mich schon sehr auf das Format und einen sonnigen Social Media Sommer!

Doris Schuppe

Fotos & Social Media Bubble: allynet / allynet.de

Der Beitrag gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

Kings of Content ohne Blog – B2B Online Monitor 2014

Illustration :: B2BSeit 2009 untersucht der B2B Online-Monitor jährlich die Online-Kommunikation von Business-to-Business-orientierten Unternehmen in deutschsprachigen Ländern. Die aktuelle Ausgabe stellt das Content Marketing in den Fokus.

Aus dem Vorwort zur Studie B2B Online Monitor 2014:

„Ein virtuelles Königreich ist in den letzten Jahren zu voller Pracht erblüht: Wie vorausgesagt hat sich das Internet zur zentralen Schnittstelle aller Kommunikationsaktivitäten der B2B-Unternehmen entwickelt und ist aus den Marketing- und Service-Hofgärten nicht mehr wegzudenken.“

Marco Fischer, Geschäftsführer Die Firma

b2b Online Monitor 2014 infografik preview
Und in 79 Prozent dieser „Hofgärten“, also die für die Studie befragten B2B-Unternehmen, wird in den nächsten zwei Jahren der Fokus auf Content Marketing gelegt.

Kings of Content statt König Kunde

Vielleicht um selber mit der Studie als besonderer Content aufzufallen wurden für die Gestaltung und auch die Wortwahl historische Vorlagen gewählt. In Punkto Social Media sei die anfängliche Panik verpufft. Und:

„Noch wissen viele Adelige nicht, wie sie den Dialog mit dem Volk in klingende Münze verwandeln sollen“. In punkto Content Marketing zeige sich nun „das gleiche Bild wie bei den Anfängen von Social Media. Die Familieneinheiten sind häufig zerstritten, und der rechte Burgflügel redet nicht mit dem linken.“

Inhaltlich bieten die befragten Unternehmen wenig Neues: Über die Hälfte der Befragten setzt auf Newsmeldungen, PR-Mitteilungen und Produktbeschreibungen. Zunehmend wird das Portfolio mit redaktionellen Artikeln, Social Media-Posts sowie Informationsgrafiken und Anmiationen ergänzt.

Dabei benennen die Teilnehmer der Studie auf den erstgenannten Plätzen folgende Herausforderungen für das Content Marketing: Zeit (43 Prozent) sowie Budget (36 Prozent) für die Content-Produktion, Sicherstellen der Content-Qualität, Produktion abwechslungsreicher Inhalte sowie die Entwicklung zielgruppenspezifischer Contents (jeweils 28 Prozent).

Gerade letztgenannter Punkt ist nicht zu unterschätzen: König Kunde ist schließlich der „Fisch“, dem der Köder = Content schmecken sollte…

Ziele: Sichtbarkeit wichtig

Als Ziele der Unternehmen nennen die Studienteilnehmer als erstes die Steigerung der Zugriffszahlen auf der Unternehmens-Website, gefolgt von der Steigerung der Produkt- sowie Markenbekanntheit und der besseren Platzierung in den Suchmaschinen. Letztes Jahr führte unter den genannten Ziele die Steigerung der Produkt- und Markenbekanntheit vor umfangreichen Produkt- und Unternehmensinformationen sowie Vertriebsunterstützung / Neukundengewinnung.

Auffällig ist der Rückgang an Unternehmen, die ihren Social Web-Aktivitäten als Erfolg werten. Gaben in der letzten Studienauflage noch 70 Prozent an, ihre Blogs seien ein Erfolg sind das aktuell nur noch 17 Prozent. (Wenn man die Fragen so direkt miteinander vergleichen darf).

Kings of Content aber kein Bock auf Blog?

Zu diesem Ergebnis passt eine Beobachtung im B2B Social Media Report 2013 (veröffentlicht im April 2014):

„Eine vor dem Hintergrund der Wichtigkeit von Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedenkliche Entwicklung ist der Rückgang der Nennungen in Blogs. Sie scheinen im Bereich B2B aus dem Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und verzeichnen im Jahresverlauf 2013 einen deutlichen Rückgang […] Im Gegensatz dazu nehmen die Aktivitäten auf Facebook stark zu…“

Brandwatch B2B Social Media Report 2013

Wahrscheinlich erklärt die Abkehr vom Bloggen die von 34 Prozent der Befragten genannte Herausforderung beim Social Media Einsatz: Die „Erstellung der Inhalte ist zu zeitaufwändig„.

Experteninterviews rund um Content Marketing

Zu den Befragungsergebnissen garniert die Studie eine Vielzahl an Interviews mit Experten (leider keine Frau an Bord). Vielleicht hilft das den Firmen auf die Sprünge, ihr Content-Feld gewinnbringend zu bestellen.

  • Andreas Hendrick Berens: „Content Marketing bedeutet Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte des Marketings“
  • Stephan Dörner: „Content Marketing ist wie ein Trojanisches Pferd – am Werbefilter vorbei“
  • Klaus Eck: „Planung ist im Content Marketing das halbe Leben“
  • Mirko Lange: „Unternehmen müssen verstehen, dass sie ‚um die Ecke denken‘ müssen“
  • Johannes Lenz: „Content Marketing ist alt – neu ist wie man es betreibt“
  • Thomas Pleil: „Ohne Zielgruppenkenntnis wird’s nichts“
  • Thilo Specht: „Content Marketing ist mehr Haltung als Disziplin“
  • Sascha Stoltenow: „Marketing ist nur ein Anwendungsfall für Content“
  • Björn Tantau: „Potenzielle Kunden müssen überzeugt nicht überredet werden“

Doris Schuppe
Infografik: B2B Online-Monitor 2014 – Kings of Content / b2b-online-monitor.de

Mobil auf dem Weg durch die Social City

Foto: Andreas Krappweis istockphoto.comEgal ob Dorf, Kleinstadt oder Metropole – Menschen treffen aufeinander. Viele schätzen es, mit ihrer Familie, ihren Freunden oder Bekannten über Social Networks wie Facebook oder Xing in Kontakt zu bleiben. Genauso können auch die Betreiber von Läden, Cafés, Restaurants oder Kultureinrichtungen mit ihren Gästen verknüpft sein.

Unser Leben hat sich verändert durch den fast lückenlos verfügbaren Netzempfang und die günstigen Internet-Flatrates. Heute helfen leistungsfähige Smartphones dabei, uns in der eigenen Stadt oder in fremden Städten zurecht zu finden. Einen Stadtplan führen nur noch wenige Menschen mit sich. weiterlesen

Kalenderblatt April 2014

magnolie Foto DoSchuDas war eine Überraschung: Einen Tag nach der 5. Ausgabe der AllFacebook Konferenz in München erstaunte das Social Network Facebook mit einer Impressums-Angabe für Facebook Seiten. Im Laufe des Aprils werden zudem die Seiten in neuem Layout präsentiert. Dazu wartet der April mit einer neuen Auflage des rechtlichen Standardwerks für Social Media-Verantwortliche auf. Und mit einen Trailer into the wild.

Am 25. März 2014 trafen sich über 400 Teilnehmer zur AllFacebook Marketing Conference in München. wissenssucher TwitterOffen sprach Keynote Speaker Scott Woods / Facebook aus, was manch einer nicht wahrhaben will in der vermeintlichen Social Media-Gratiskultur: Die organische Reichweite auf Facebook wird weiter sinken.

In der Beratung lasse ich Kunden zum Verständnis die „Nutzerbrille“ aufsetzen: Die Mechanismen von Facebook filtern für die Nutzer die am ehesten relevanten Neuigkeiten im Social Network heraus. Dabei werden Updates von persönlichen Kontakten gegenüber Posts von Facebook Seiten bevorzugt angezeigt. Diese können durch Anzeigenschaltung mit Targeting-Optionen für mehr Sichtbarkeit sorgen. Schließlich braucht auch das beliebteste Social Network Kapital für den Betrieb. Und da sind Anzeigeneinnahmen quasi ein Klassiker.

Einen interessanten Vortrag für Firmen mit regional aufgestellter Marken-/Kommunikationsstrategie auf Facebook greife ich heraus.

Facebook Seiten für Unternehmen mit Filialen

In seinem AllFacebook Conference-Beitrag zeigt Thomas Hutter auf, welche strategischen und organisatorischen Überlegungen Unternehmen mit regional geprägter Kommunikation rund um ihre Facebook Seite/n anstrengen sollten. Dazu vergleicht er die beiden Optionen „Global Pages“ und „Parent/Child“ von Facebook und skizziert Effekte, Vorteile sowie Herausforderungen in den jeweiligen Umsetzungen.

  • Global Pages wird als Lösung für international aufgestellte Unternehmen angeboten
  • Parent/Child unterstützt Firmen mit zahlreichen lokalen Filialen oder Marken mit Franchise-Nehmern

Facebook Marketing | Global Pages & Parent Child – Die Lösung von Facebook für globale und lokale Strategien von Thomas Hutter / Hutter Consult GmbH

Für alle, die nicht vor Ort zur AllFacebook Conference dabei sein konnten, verlinken die Veranstalter Philipp Roth und Jens Wiese dankenswerterweise die
Vortrags-Präsentationen über die Konferenzseite.

Update verständliches Rechts-Fachbuch

Wer schon mal einen Workshop von mir erlebte, erinnert sich bestimmt daran, dass ich jedem im Social Web-Aktiven rate, sich das Buch „Social Media Marketing & Recht“ von Thomas Schwenke zuzulegen. Denn gerade wir Kommunikatoren oder Marketingverantwortliche sind nicht wirklich vertraut mit juristisch-peniblen Formulierungen.o'reilly Verlagstitel

Nach der Erstausgabe vor zwei Jahren erscheint nun eine Aktualisierung des Werks im O’Reilly Verlag. Was macht das Buch so erwähnenswert? Thomas Schwenke schreibt in seinem Blog, was ihn damals zum Fachbuch antrieb:

„Dabei kann ich jetzt zugeben, dass ich das Buch auch durchaus aus egoistischen Motiven geschrieben habe. Ich habe es nämlich so gestaltet, wie ich Rechtsbücher gerne habe. Verständlich, mit vielen Beispielen und auch unterhaltsam. Vor allem wenn man sich in eine neue Materie einarbeitet, hilft meines Erachtens eine freundliche Einführung mehr als ein aufgetürmter Berg an Paragraphen und dogmatischen Überlegungen.“
Thomas Schwenke / rechtsanwalt-schwenke.de

Voilà! Genau das, was ich jeweils lobend hervorhebe. Das ist keine Mogelpackung, das Buch wirkt tatsächlich nicht wie von einem Rechtsanwalt verfasst.

Beim O’Reilly Verlag gibt es Inhaltsverzeichnis und Probekapitel zu Social Media Marketing & Recht.

Studie Corporate Blogs

Jetzt erst entdeckt: Die Studie „Corporate Blogs 2014“ von Karrierebibel.de. Für die Studie analysierten die Autoren die Blogs der Unternehmen im DAX30 sowie weitere ausgewählte Firmenblogs. Die Mehrheit der untersuchten deutschen Corporate Blogs veröffentlicht die Beiträge ohne festen Rhythmus. Gerade mal fünf der untersuchten Unternehmen bloggt regelmäßig an den gleichen Tagen. Merkposten: Es sind zugleich jene mit höherer Interaktion…

Die Autoren der Studie ermittelten, was Corporate Blogs kennzeichnet, die eine hohe Interaktionsrate mit ihren Lesern erreichen:

  • In den Blogs werden im Durchschnitt drei Artikel pro Woche veröffentlicht
  • Blogbeiträge erscheinen in regelmäßigem Rhythmus – vorwiegend am Montag, Mittwoch und Freitag
    (Tipp: Mittwoch ist die Interaktion am stärksten)
  • Die Autoren werden namentlich und mit Foto vorgestellt
  • Bei der Themenwahl stellen die Blogautoren ihre Leser in den Mittelpunkt
  • Für Kommentare gibt es keine komplizierten Spamschutz-Funktionen, die Anmeldung via Social Login wird ermöglicht
  • Autoren reagieren schnell und beantworten binnen weniger Stunden Fragen oder Kommentare
  • Leser können Artikel via Social Plugins teilen

Details und Steckbriefe zu den betrachteten Unternehmensblogs liefert das PDF zur Studie Corporate Blogs 2014.

Social Network live

Als Vorschau auf den Mai hier der Trailer zur nunmehr 8. Social Media-Konferenz re:pbulica in Berlin. Dort treffe ich alljährlich viele meiner Social Web-Kontakte im „realen Leben“. Dazu vielfältige Anregungen und Inspirationen aus Vorträgen, Diskussionsrunden oder Plausch auf dem Konferenz-Campus.

INTO THE WILD lautet das Motto der re:publica 2014: „Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden?“ Das Konferenz-Team hat sich daher auf die Fahnen geschrieben, ein Programm mit unerwarteten technischen Lösungen sowie überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Netzkultur zusammenzustellen.

re:publica 6.-8. Mai in der STATION BERLIN, Details und Tickets siehe www.re-publica.de (Hashtag #rp14)

Sehen wir uns?

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com; Screenshot Twitter; Buchcover: O’Reilly Verlag

Kalenderblatt März 2014

Illustration MärzIm März kleidet sich die Natur neu ein uns erfreut uns mit Blüten und erstem zarten Grün. Ähnlich bedenkt uns auch das größte Social Network Facebook mit neuer Optik. Dazu noch der Hinweis auf eine neue Studie zur Online-Nutzung von jungen Deutschen unter 25 Jahren.

Frühjahrsputz bei Facebook

Bei Facebook bringt der März neue Optik, wie das Unternehmen letzten Montag ankündigte. Die Änderungen sind bereits auf der Facebook-Seite des Social Networks zu begutachten. Nach und nach werden Seiten mit dem neuen Design ausgestattet. Quasi ein verspätetes Geburtstagsgeschenk (im Februar feierte Facebook den 10. Jahrestag).

Die Facebook Apps sind nun nicht mehr oben unter dem Titelbild der Facebook-Seite angeordnet. Sie befinden sich nun auf dem linken Bereich der Facebook-Seiten.Facebook Seite

Zu den Neuerungen zählen auch Veränderungen im Verwaltungsbereich, dazu mehr bei allfacebook.de „Das ist Neu für die Administratoren“.

Auch die Veranstaltungs-Seiten sehen auf Facebook inzwischen anders aus. Vorteilhaft finde ich das Datum integriert im Titelbild. Einige Details zu den Event-Seiten hat Thomas Hutter in seinem Blog zusammengetragen.

Junge Menschen in der digitalen Welt

Im März 2014 wurde die DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt veröffentlicht. Daraus einige Befunde:

Blüten Foto: DoSchu

  • 98 Prozent der 14- bis 24-Jährigen nutzen das Internet
  • Es wird kaum noch zwischen On- und Offline-Zeiten getrennt – ein Leben „ohne“ ist für die meisten Befragten der Studie nicht mehr vorstellbar
  • Missverständnis zu Bedeutung der Facebook-Freunde: Die Teilnehmer der Studie unterscheiden sehr deutlich zwischen Online-Freunden, persönlichen Bekannten und echten engen Freunden

Details und Studien-Download:
DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com / Screenshot

Studie: Work-Life-Balance und Abeitgeberattraktivität

fauchende KatzeUnternehmen und Recruiter wollen die interessantesten Mitarbeiter gewinnen. Dazu müssen sie als attraktiver Arbeitgeber glänzen. Diese Wahrnehmung wird von 4 Faktoren bestimmt, darunter auch die Work-Life-Balance. Jedoch sollten Unternehmen lieber darauf verzichten, diese mit trennender Begrifflichkeit hier ‚Work‘ da ‚Life‘ zu kommunizieren, rät eine Studie.

„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ erinnerte uns letztes Jahr der Philosoph und Chefredakteur des Maganzins Hohe Luft Thomas Vašek zur Veröffentlichung seines Buchs Work Life Bullshit.

Dass das Leben nicht erst am Feierabend beginnt – nun ich denke dazu haben viele Social Media-Anwendungen und die Verbreitung von Smartphones beigetragen. Wobei weiterhin richtig bleibt: Nicht jeder beruflichen Situation wohnt der Freiheitsgrad inne, diese tatsächlich zu mehr Lebensqualität entwickeln zu können.

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

Aber zurück zur Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser empfiehlt:

„Objektiv betrachtet sollten Unternehmen, die ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit steigern möchten, das Thema Work-Life-Balance also eher nicht in den Vordergrund stellen. Es könnte suggerieren, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen.“
Oliver Gansser / FOM Aktuelles

4 Faktoren für die Arbeitgeber-Attraktivität

Welche Erkenntnisse legen diese Einschätzung nahe? Die Studie an der FOM in München untersuchte die Arbeitgeber-Attraktivität der acht größten Arbeitgeber in München und Umgebung. Befragt wurden 141 Männer und 223 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt gemäß Studienergebnis von diesen vier Faktoren ab:

  • Reputation eines Unternehmens: „Die Reputation hat einen starken positiven Einfluss auf die Identifikation mit einem Wunscharbeitgeber, die durch Erwartungen an diesen dargestellt wird.“
  • Arbeitsinhalte: „Der Arbeitsinhalt wirkt auf den Menschen intrinsisch motivierend.“
  • Unternehmenskultur: „Ein potenzieller Arbeitnehmer legt sich nur dann auf ein Unternehmen fest, wenn dieser sich mit der Kultur und den Wertevorstellungen des Unternehmens identifizieren kann.“
  • Materielle Aspekte: Das Anreizsystem ist lange überholt, siehe beispielsweise Handelsblatt-Beitrag von 2012: Ein hohes Gehalt ist nur die halbe Miete

Alle diese vier Faktoren wirken insgesamt auf die Attraktivität eines Arbeitgebers. Die beiden erstgenannten – Unternehmens-Reputation und Arbeitsinhalte – wirken laut Studie jedoch wesentlich stärker auf die Attraktivität als die Faktoren Unternehmenskultur oder materielle Aspekte. Dazu hebt die Studie hervor:

„Bemerkenswert ist der signifikant negative Einfluss von Work-Life-Balance (…) Dies zeigt, dass die Auskunftspersonen eine zu positive Ausprägung der Kriterien zu Work-Life-Balance als eher negativ bezüglich der Gesamtbewertung zur Arbeitgeberattraktivität sehen.“

Die Studie gibt gleich konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen mit:

Warnung vor diesem Effekt in der Kommunikation…

„Work-Life-Balance sollte eher nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, da dies suggerieren könnte, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen. Diese Einstellung wirkt sich negativ auf die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität aus.“

…und Empfehlung zur Image-Pflege:

„Aufgrund der Daten der vorliegenden Studie und der signifikanten Ergebnisse, sollten Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber verbessern wollen, vorwiegend die Faktoren Unternehmensreputation und Arbeitsinhalte stärken.“

Storytelling in der Kommunikation statt Abschreckung

Viel zu tun – denn gerade der Begriff Work-Life-Balance ist inzwischen nicht nur Standard in Seminarangeboten sondern auch auf Unternehmens-Seiten im Karriere-Bereich zahlreich vertreten. Ein Grund mehr dieses Schlagwort in der Kommunikation durch authentisches Storytelling abzulösen.

Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erzählen Besuchern der Website oder Fans der Facebook Seite mehr über das Unternehmen: Sie gewähren Einblick in die von der Studie als wichtig herausgestellten Arbeitsinhalte. Und sie legen Zeugnis ab über die Unternehmenskultur.

Diese Stories gehören nicht erst seit dieser Studie auf den Themenzettel der Content-Strategie für Unternehmen. Nicht zu vergessen: Neben den Inhalten für die öffentliche Kommunikation genauso an die interne Kommunikation denken.

Messung der Arbeitgeberattraktivität: Eine empirische Studie (PDF)

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Marken / Unternehmen.