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Aller Anfang ist … Strategie

illustration strategieEin Standard-Themenpunkt in meinen Workshops und Beratungen zum Social Media-Einsatz in der Unternehmens-Kommunikation: Strategie. Große Augen wenn es sich dabei nicht in erster Linie um das Social Web-Engagement dreht. In der operativen Hektik unserer Zeit gelangt im Detail schon mal aus dem Blickwinkel, welche Hebel das jeweilige Business vorantreiben…

„Sie sind Social Media Manager und kommen sich vor wie in einem Hamsterrad, das sich immer schneller dreht? … Dann ist es höchste Zeit für eine klare Diagnose: Sie brauchen eine Strategie, keinen Aktionismus!“(1)

Basis für die Kommunikation

Dabei fällt mir in Beratungen oder Workshops auf, dass nur wenige Antworten auf diese grundlegenden Einstiegsfragen für die Social Media-Strategie-Entwicklung geben können:

  • Für welche Werte und Leistungen steht das Unternehmen genau, wie hebt es sich vom Wettbewerb ab?
  • Welche Ziele (kurz-/mittel-/langfristig) hat das Unternehmen
  • Wie soll sich das Unternehmen weiter entwickeln?
  • Wer oder was sind die relevanten Umsatztreiber, was ist die Vertriebsstrategie?
  • Wie positioniert das Unternehmen seine Marken / Produkte?
  • Welche Online-Strategie verfolgt das Unternehmen?
  • Wie sehen sowohl die Kommunikationsstrategie als auch die Kommunikations-Ziele des Unternehmens aus?

START - Strategie :: Foto: DoSchuDabei ist es wichtig und insbesondere zeitsparend, die übergeordneten Ziele und Strategien zu kennen. Nur so können wir auf diese in der Strategie-Entwicklung fürs Social Web passend aufbauen. Schließlich wollen wir ja unser jeweiliges Business stützen: Das braucht keine „l’art pour l’art“-Facebook-Seite mit massenweise „Fans“, die keinen Bezug zu Marke, Unternehmen oder Produkt haben – zur Vertiefung sei Klaus Ecks Ratschlag „Warum Sie Social Media Fans nicht sammeln sollten“(2) empfohlen.

Mein Tipp: Lasst euch als Social Media-Verantwortliche nicht die Strategie-Entwicklung übergeordneter Abteilungen aufdrücken! Genau wie ihr müssen auch die Kollegen ihre Hausaufgaben machen. Und wenn hier noch Lücken zu schließen sind, dann setzt euch am besten gemeinsam an den Planungstisch.

Content, auch nicht ohne Strategie

Am Anfang steht also die Strategie. Das gilt ebenso für das gerade sehr populäre Content-Marketing. Für passende Inhalte (Content) müssen wir Klarheit haben über die Strategie-Ausrichtungen unseres Business. Sehr schön bringt das Joachim Graf im iBusiness-Artikel auf den Punkt:

„Wenn Content – Inhalt – vor allem in Form gegossene Kommunikation ist, dann kommt vor einer Content-Marketing-Strategie zunächst einmal eine Content-Strategie. Und davor eine Kommunikationsstrategie: ‚Wem will ich was erzählen und was soll damit erreicht werden?‘ Dafür benötige ich allerdings noch früher eine Markenstrategie (‚Wofür soll meine Marke online stehen?‘) und davor eine Online-Unternehmensstrategie (‚Was will ich erreichen und wofür möchte ich das Internet nutzen?‘)“(3)

STRATEGIE :: Foto: DoSchu

Strategie mit Kunde im Fokus

Exakt daher bezeichne ich Social Media gerne als Team-Sport. Es ist wenig zielführend, wenn jeder Unternehmensbereich abgeschlossenen sein eigenes Brötchen backt. Besser den Teig gemeinsam kneten und vorantreiben. Heute bestimmen Interessenten und Kunden, an welcher Stelle (Content, Kontaktpunkt / Touchpoint, Suchmaschinen-Ergebnis) sie als erstes anbeißen.

Und daher ist der Kundenfokus bei jeder Strategie-Entwicklung und internen Prozess-Gestaltung von enormer Bedeutung. Dazu die Touchpoint-Expertin Anne M. Schüller:

„Deshalb müssen sich ohne Ausnahme alle Unternehmensbereiche deutlich stärker miteinander vernetzen, um abteilungsübergreifend das ganze Unternehmen und jeden einzelnen Mitarbeiter auf die Kunden auszurichten. Dies hört sich banal an, ist es aber nicht.“(4)

Es ist nicht einfach, richtig. Aber machbar, wenn auch firmenintern mehr Web 2.0-Aspekte gelebt werden wie Kollaboration, Know-how-Sharing und Vernetzung. Auf geht’s!

Zitat-Quellen:
(1) Meike Leopold / Björn Eichstedt in „Erfolgsrezepte für Social Media Manager…“ / PR-Blogger.de
(2) Klaus Eck im Content-Revolution-Beitrag „Warum Sie Social Media Fans nicht sammeln sollten“ / medium.com)
(3) Joachim Graf in „SEO, Content-Marketing, Native Advertising und andere Lügen“ / ibusiness.de

(4) Anne M. Schüller in „Unkopierbar: eine kundenfokussierte Unternehmenskultur“ / Touchpoint Blog

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

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Happy Camper: Ich mag Barcamps

Beitrag zur Blogparade über Barcamps

hach :: illustrationUnkonferenz klingt so negativ, dabei steckt nach meiner Erfahrung jede Menge Potenzial in dem unkonventionellen Event-Format namens Barcamp. Auch wenn viele zunächst an alkoholische Getränke denken: Hier findet Erfahrungs- und Wissensaustausch statt, und es werden die Themen in den so genannten Sessions vertieft, die die Teilnehmer tatsächlich interessieren.

Mein 1. Barcamp

Ich wollte wissen, wie lange Barcamps – oder trotz Deutsch wenig griffiger Unkonferenzen – im deutschsprachigen Raum veranstaltet wurden bis ich auf meinem ersten Camp dabei war. Im Herbst 2006 schwappte das Thema zu uns herüber, wie es Oliver Gassner in diesem heise.de-Artikel im Dezember 2006 beschrieb:Happy Campers: US-Import „Barcamp“ mausert sich zur Alternativkonferenz. Ich war so frei und habe mir eine Variation der damaligen Beitragsüberschrift als Titel erlaubt.DoSchu

Tatsächlich war ich recht früh auf meinem ersten Barcamp – nämlich August 2008 auf dem ersten (und irgendwie einmaligen) FrauenBarcamp in München. Das FollowUp zu meinem Impulsvortrag für die Session eLearning und Second Life (PDF) auf Wunsch der Teilnehmerinnen ist ein typisches Beispiel für Barcamps.

Damals war die virtuelle Welt Second Life nur wenigen bekannt; auf dem Barcamp traf ich mehr Frauen, die sich bereits mehr als nur kurz reingeschnuppert hatten als auf anderen Events. Andere waren sehr interessiert von unseren Erfahrungen und Einschätzungen zu lernen.

Barcamps: Nur noch mit Themen-Fokus?

Seit 2006 vollzog sich in Deutschland ähnlich der Entwicklung in den USA eine Aufspaltung der generischen Barcamps in themenspezifische Veranstaltungen wie CarCamp, FoodbloggerCamp, HealthcareCamp, KnowledgeCamp, stARTcamp (Kunst & Kultur), Streamcamp (Video Live-Streaming) oder auch dem Callcenter Barcamp. (Tipp: Hier gibt es eine optisch ansprechende Übersicht zu Barcamps in Deutschland, Österreich und der Schweiz.)

Dabei hoffe ich sehr, dass die „allgemeinen“ Barcamps wie das Barcamp Nürnberg, Isarcamp München oder Barcamp Ruhr langfristig bestehen bleiben: Sie helfen uns, über den Tellerrand zu schauen und Anregungen zu erhalten, die unerwartet sind und überraschen. Leider gehen viele potenzielle Teilnehmer an die Barcamps unter dem direkten Nutzenbetrachtung heran; nur im themenspezifischen Barcamp haben sie das Gefühl, ihre Zeit sinnvoll zu investieren.

Blogparade: Nutzen von Barcamps

Barcamp (Foto: DoSchu)Das Callcenter Barcamp findet am 5. September 2014 erstmalig in Köln statt und ruft im Vorfeld zur Blogparade: Nutzen von Barcamps auf.

Mit 3 Fragen möchten die Veranstalter Erfahrungen und Einschätzungen von Barcampern sammeln, die sie mit Unkonferenzen gemacht haben. Ihr könnt noch bis zum 30. August 2014 teilnehmen!

Welches Barcamp war für Dich das nützlichste?

Alle. Ausnahmslos jedes Barcamp, das ich besuchte, war „nützlich“ für mich, ein Ranking kann ich da nicht wirklich aufmachen. Einzig würde ich mein erstes Camp hervorheben, das insofern das nützlichste Barcamp war als es mich von diesem Veranstaltungsformat überzeugte: 1. FrauenBarcamp in München.

Das andere 1. Mal Barcamp, das ich rückblickend als sehr nützlich empfinde, ist das Geno-Barcamp 2011. Es zeigte mir anschaulich, wie das Unkonferenz-Format im Unternehmens-Kontext funktionieren kann.

Welche Session hat Dir bisher am meisten geholfen?

Auch diese Frage ist wieder recht knifflig! Gefühlt tue ich jetzt vielen Menschen, deren Session ich besuchte unrecht. Komme mir undankbar vor, sobald ich nun eine Session heraushebe. Na gut:

Sehr viel für mich herausgezogen habe ich auf dem Münchner Isarcamp 2014 in der Session von webgrrls-Kollegin Esther Debus: Nichtnutzlos kreativ im Team: Chindogu. Und diese Session ist ein Beleg, wie wichtig themen-unspezifische Barcamps sind: Auf welches Camp hätte diese Session „gepasst“, damit sie jemand mitmachen kann?

Auf welches Barcamp gehst Du als nächstes?

Das ist jetzt endlich eine leichFoto: DoSchute Frage: Mein nächstes Barcamp ist zwar kein reines Camp sondern ein Konferenzteil auf der Coworking Europe Conference in Lissabon. Ende November dieses Jahres diskutieren wir in Vorträgen, Workshops sowie im Barcamp-Teil neue Formen und Trends des Arbeitens, wie sie in Coworking Spaces erlebbar sind.

Ich freue mich auf bekannte Gesichter, das Netzwerken, den Wissensaustausch und die neuen Einblicke, die ich zu diesem Thema auf nur wenigen anderen Veranstaltungen bekommen könnte.

Doris Schuppe

Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Nichtnutzlos kreativ im Team: Chindogu

chindoguWas ist an einem Barcamp spannend? Neben der größeren Teilhabe der Teilnehmer vor allem: Es kommen Themen auf die Tagesordnung, die man als Veranstalter oft nicht auf dem Radar hat. Zum Beispiel eine Chindōgu Session von Esther Debus jüngst auf dem Isarcamp, dem Barcamp zur Münchner Webwoche von Isarnetz.

Barcamp bedeutet: Jeder Teilnehmende kann auch gleichzeitig Vortragender sein. Das Programm gestaltet sich erst am Tag des auch als Unkonferenz bezeichneten Veranstaltungsformats. So lud Esther Debus auf dem Isarcamp München zu einer Chindōgu-Session rund um die Erfindung von Nichtnutzlosem ein. Eine interessante Kreativitäts- und Team-Technik.

Chindōgu – japanisch für ’seltsames Gerät‘

Gemäß Wikipedia lautet die Übersetzung für Chindōgu „seltsames Gerät“. Was ist bei einer Chindogu-Session zu beachten, damit möglichst „seltsame Geräte“ ersonnen werden?

  1. Jeder schreibt Wortpaare auf Karten, die NICHTS miteinander zu tun haben. (Das ist übrigens ungefähr so anstrengend wie jetzt beim Lesen nicht an einen blauen Elefanten zu denken.)
  2. Es werden Teams gebildet – 3 Personen im Team ergab in unserem Fall eine gute Anzahl für eine zeitlich begrenzte Chindōgu-Session (20 Minuten für die Erfindung)
  3. Im Team werden die individuellen Wortpaare begutachtet und eine Kombination ausgewählt, deren Begriffe so wirklich gar nichts miteinander zu tun haben
  4. Jetzt geht’s ans Erfinden: Wie können die beiden Begriffe in einem „seltsamen Gerät“ kombiniert werden?

Achtung: Jetzt wird es nichtnutzlos…

Foto: DoSchu

Wortpaare Team Chindogu Session & Ergebnis Huddle Bubble

Chindōgu zu ‚Schreibtisch & Autoreifen

Unser Team wählte die Kombination der Wörter Schreibtisch und Autoreifen. Erste Assoziation für eine Erfindung unseres Teams (Dirk, Doris, Jürgen): Schlauch des Autoreifens aufblasen und um die Tastatur legen. Wenn eine Müdigkeits-Attacke naht, wird der Kopf sanft vom Autoreifenschlauch aufgefangen. Unser Urteil: Viel zu naheliegend, next!

Die zweite Idee hatte sogleich einen Namen: Huddle Bubble. Dieses Huddle Bubble ermöglicht flexibel Arbeitenden jeden Standplatz des Autos zu einem Arbeitsplatz an frischer Luft umzufunktionieren.

Von der Huddle Bubble…

Dazu machen wir uns an die Niederquerschnittsreifen, deren größere Radkappen für Huddle Bubble per Klappmechanismus (sollen sich Ingenieure später genau überlegen) eine gepolsterte Sitzfläche liefern. Angelehnt an die von der Sonne erwärmte Karrosserie wird der Laptop auf dem Schoss aufgeklappt und schon kann das mobile Arbeiten losgehen.

Für mehr Komfort kann in Modellen mit mehr Bodenfreiheit zwischen den beiden Radkappen-Sitzflächen ein Tisch herausgezogen und aufgeklappt werden. Fertig ist der Schreibtisch mit 2 Arbeitsplätzen. Adieu, Stau-Alptraum auf dem Weg zur Arbeit: Hier wird auf den nächsten Parkplatz gefahren und schon mal losgearbeitet. Jetzt wird endlich auch ein MINI in Geländeausführung sinnvoll!

…zum und Hire Tire

Über den Parkplatz fiel uns sogleich die Business-Anwendung dazu ein: Das Hire Tire. Für ein Webprojekt wird ein Javascript-Programmierer gesucht? Als Webdesigner Lust auf spontanes Blog-Design? Auf dem Parkplatz finden sich Projekt-Geber und -Nehmer zusammen, sie parken ihre Fahrzeuge nebeneinander, klappen die Huddle Bubble Sitze und Tische aus, und schon ist der reale Teamspace geschaffen.

Foto: DoSchu

Team-Präsentation zu Huddle Bubble & Hire Tire

Die Redewendung „Auf heissem Reifen daher kommen“ gewinnt durch unser Chindōgu ganz neue Bedeutungen…

Fazit zu Chindōgu:

Chindōgu macht Spass und es macht ein Team aus Personen, die sich nicht kennen, rasch produktiv. Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine beiden Teamkollegen Dirk und Jürgen!

Die Präsentation der „seltsamen Geräte“ ist ohne jede Blamage: Schließlich ist es schon eine Leistung, mit den nicht zusammenpassenden Begriffen neue Erfindungen ersonnen zu haben. Vielen Dank an Esther Debus / edyssee für das Bekanntmachen mit dieser Technik!

Klare Empfehlung für den Team-Building Methodenkoffer.

Studie: Work-Life-Balance und Abeitgeberattraktivität

fauchende KatzeUnternehmen und Recruiter wollen die interessantesten Mitarbeiter gewinnen. Dazu müssen sie als attraktiver Arbeitgeber glänzen. Diese Wahrnehmung wird von 4 Faktoren bestimmt, darunter auch die Work-Life-Balance. Jedoch sollten Unternehmen lieber darauf verzichten, diese mit trennender Begrifflichkeit hier ‚Work‘ da ‚Life‘ zu kommunizieren, rät eine Studie.

„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ erinnerte uns letztes Jahr der Philosoph und Chefredakteur des Maganzins Hohe Luft Thomas Vašek zur Veröffentlichung seines Buchs Work Life Bullshit.

Dass das Leben nicht erst am Feierabend beginnt – nun ich denke dazu haben viele Social Media-Anwendungen und die Verbreitung von Smartphones beigetragen. Wobei weiterhin richtig bleibt: Nicht jeder beruflichen Situation wohnt der Freiheitsgrad inne, diese tatsächlich zu mehr Lebensqualität entwickeln zu können.

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

Aber zurück zur Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser empfiehlt:

„Objektiv betrachtet sollten Unternehmen, die ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit steigern möchten, das Thema Work-Life-Balance also eher nicht in den Vordergrund stellen. Es könnte suggerieren, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen.“
Oliver Gansser / FOM Aktuelles

4 Faktoren für die Arbeitgeber-Attraktivität

Welche Erkenntnisse legen diese Einschätzung nahe? Die Studie an der FOM in München untersuchte die Arbeitgeber-Attraktivität der acht größten Arbeitgeber in München und Umgebung. Befragt wurden 141 Männer und 223 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt gemäß Studienergebnis von diesen vier Faktoren ab:

  • Reputation eines Unternehmens: „Die Reputation hat einen starken positiven Einfluss auf die Identifikation mit einem Wunscharbeitgeber, die durch Erwartungen an diesen dargestellt wird.“
  • Arbeitsinhalte: „Der Arbeitsinhalt wirkt auf den Menschen intrinsisch motivierend.“
  • Unternehmenskultur: „Ein potenzieller Arbeitnehmer legt sich nur dann auf ein Unternehmen fest, wenn dieser sich mit der Kultur und den Wertevorstellungen des Unternehmens identifizieren kann.“
  • Materielle Aspekte: Das Anreizsystem ist lange überholt, siehe beispielsweise Handelsblatt-Beitrag von 2012: Ein hohes Gehalt ist nur die halbe Miete

Alle diese vier Faktoren wirken insgesamt auf die Attraktivität eines Arbeitgebers. Die beiden erstgenannten – Unternehmens-Reputation und Arbeitsinhalte – wirken laut Studie jedoch wesentlich stärker auf die Attraktivität als die Faktoren Unternehmenskultur oder materielle Aspekte. Dazu hebt die Studie hervor:

„Bemerkenswert ist der signifikant negative Einfluss von Work-Life-Balance (…) Dies zeigt, dass die Auskunftspersonen eine zu positive Ausprägung der Kriterien zu Work-Life-Balance als eher negativ bezüglich der Gesamtbewertung zur Arbeitgeberattraktivität sehen.“

Die Studie gibt gleich konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen mit:

Warnung vor diesem Effekt in der Kommunikation…

„Work-Life-Balance sollte eher nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, da dies suggerieren könnte, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen. Diese Einstellung wirkt sich negativ auf die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität aus.“

…und Empfehlung zur Image-Pflege:

„Aufgrund der Daten der vorliegenden Studie und der signifikanten Ergebnisse, sollten Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber verbessern wollen, vorwiegend die Faktoren Unternehmensreputation und Arbeitsinhalte stärken.“

Storytelling in der Kommunikation statt Abschreckung

Viel zu tun – denn gerade der Begriff Work-Life-Balance ist inzwischen nicht nur Standard in Seminarangeboten sondern auch auf Unternehmens-Seiten im Karriere-Bereich zahlreich vertreten. Ein Grund mehr dieses Schlagwort in der Kommunikation durch authentisches Storytelling abzulösen.

Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erzählen Besuchern der Website oder Fans der Facebook Seite mehr über das Unternehmen: Sie gewähren Einblick in die von der Studie als wichtig herausgestellten Arbeitsinhalte. Und sie legen Zeugnis ab über die Unternehmenskultur.

Diese Stories gehören nicht erst seit dieser Studie auf den Themenzettel der Content-Strategie für Unternehmen. Nicht zu vergessen: Neben den Inhalten für die öffentliche Kommunikation genauso an die interne Kommunikation denken.

Messung der Arbeitgeberattraktivität: Eine empirische Studie (PDF)

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Marken / Unternehmen.

Freundschaftsspiel Dortmund : Foursquare – Kings & Queens

illustration 4sqcampDas Dortmunder U nahm am letzten Januar-Wochenende circa 80 Foursquare-Enthusiasten und -Interessierte auf, die bestens beherbergt und mit kreativen Impressionen unterhalten wurden. Im zweiten Stock tagte das Barcamp 4sqcamp (Foursquare Camp) zu ortsbezogenen Diensten zwischen Exponaten des Projekts U2_Kulturelle Bildung.

Four-what?! Eine nicht selten gehörte Rückfrage, wenn ich von Foursquare erzähle. Kann da ein Barcamp sinnvoll sein, dass eine Plattform in den Fokus rückt, die in Deutschland noch recht unbemerkt bleibt?

Yes, we can. Der Themenrahmen des Barcamps 4sqcamp grenzte auch andere Anwendungen der so genannten Location Based Services nicht aus. Der Titel zu diesem Blogbeitrag erinnert an die Vorstellungsrunde der Barcamper. Geprägt vom Heimspiel des BVB nannten einige ihre Lieblings-Elf als beschreibenden Hashtag…

Belohnung der Kings und Queens

4sq Special Wer einen tragbaren Computer in der Hand- oder Hemdtasche spazieren trägt kann mit den Ortungsfunktionen des Smartphones und Apps mit Standort-Bezug (Location Based) hilfreiche Unterstützung (Services) erhalten. Mit Kartenfunktion oder Navigation haben das der eine oder die andere bereits praktisch genutzt. Foursquare hilft ebenso dabei, interessante Orte in der Umgebung – Hotel, Geschäft, Restaurant, Museum, Theater, Fitness-Club, Café, Schwimmbad, Fahrradwerkstatt, … – aufzuspüren.

Darüber hinaus können Geschäfte oder Kultureinrichtungen Smartphone-Nutzer zur Kundenbindung erreichen. Der Location Based Service Foursquare bietet dazu an, Besucher für ihren Besuch zu belohnen. Zum Beispiel wenn wir unseren verknüpften Kontakten durch das so genannte „Check-in“ über eine Location informieren. Die Foursquare Specials sind ein Belohnungssystem, mit dem Betreiber ihren guten Kunden Dankeschön sagen können: für den Besuch und für das Word of Mouth an ihre Kontakte.

Das Einchecken in eine Location erfolgt übrigens nicht automatisch ohne Eingriff des Nutzers.

5 Schritte zum Check-in (zum Beispiel):

  • Starten der installierten Smartphone App Foursquare
  • Klick auf die Umgebungs-Suche/li>
  • Aufruf der gewünschten Location/li>
  • Optionales Hinzufügen einer Nachricht oder eines Fotos sowie optionale Wahl, ob ein Post im persönlichen Facebook- oder Twitter-Profil erfolgen soll
  • Klick auf „Hier einchecken“

Zurück zum angesprochenen Foursquare Special. Als Incentives für gute Kunden stellt bietet Foursquare spezielle Aktionen zur Verfügung. So können Geschäfte oder Kultureinrichtungen Dankeschön sagen für:

  • den ersten Besuch mit Check-in – „Newbie Special“
  • jeden Besuch mit Check-in – „Check-in Special“
  • den 10. oder 15. Besuch mit Check-in – „Loyalty Special“
  • den sichtbaren Status als häufigster Kunde mit Check-in – „Mayor Special“

Zu diesem Thema habe ich die Session „Kings & Queens – Belohnung per Foursquare Specials“ angeboten. Das Impuls-Prezi dazu:

Falls Prezi nicht abrufbar gibt es hier im Slideshare-Profil das PDF Kings & Queens dazu

Dankeschön!

Ein Danke kann vielfältig ausfallen und sollte sehr an den jeweiligen Nutzern orientiert angeboten werden. Es muss nicht immer der Rabatt oder Gratis-Kaffee sein. Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen oder eine exklusive Serviceleistung können je nach Kundenstamm passender sein als ein finanzieller Vorteil.

foto simon bierwaldWichtig ist bei alldem, dass Kunden auf die Specials und das Check-in hingewiesen werden. Und zwar in der Location im nichtdigitalen Raum. Zum Beispiel durch Fensteraufkleber, Hinweise auf Speisekarten oder im Kassenbereich. Statt „nicht geschimpft ist gelobt“ brauchen wir einen Hinweis, dass unserem Lieblingsladen eine lobende Erwähnung etwas bedeutet.

Last but not least: Genauso wichtig sind die Mitarbeiter, die ein freigeschaltetes Special erkennen und wissen was zu tun ist. Tipps zur Kommunikation intern und extern liefert Foursquare auf den Business-Seiten.

Hinweis auf Teil 2 des Berichts
Hier ist Teil 1 des Berichts vom Foursquare Barcamp zuende. BaldHier folgt der nächste Teil:
4sqCamp ganz praktisch: Henne / Ei

Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu Foursquare – dies ist ein Fan-Post :)
Fotos: DoSchu; Simon Bierwald (weitere Fotos vom 4sqcamp auf Flickr); Illustrationen / Logo: 4sqcamp.de

Kalenderblatt Januar 2014

zitatEben war es noch Weihnachten, schon sind wir im Neuen Jahr. Wir füllen unsere Terminkalender mit neuen Terminen und Plänen – ob digital oder Papier. Mit der Terminübersicht 2014 im Bereich Termine der Website bin ich noch nicht fertig; ist noch in Arbeit.

Zitat KierkegaardLetztes Jahr stolperte ich in Berlin über einen guten Spruch auf einem Betonklotz:

„Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“.

Das verkürzte Zitat geht auf den Schriftsteller und Philosophen Søren Kierkegaard (1813-1855) aus Dänemark zurück:

„Es ist ganz wahr, was die Philosophie sagt, daß das Leben rückwärts verstanden werden muß. Aber darüber vergißt man den andern Satz, daß vorwärts gelebt werden muß.“
Søren Kierkegaard

Vorwärts ins Neue

GlückskeksUnd so stürzen wir uns in die Zukunft, ins gerade angebrochene Jahr. Ich freue mich auf die Überraschungen, Neuerungen und Veränderungen. Gleichzeitig werde ich auch selber meinen Teil dazu beitragen, dass etwas Neues in diesem Jahr entsteht. Dazu zu gegebener Zeit mehr.

Damit uns gelingt, was wir uns vornehmen, möge uns der Spruch aus dem Glückskeks den Weg weisen. Oder wie ich es im Business Punk 03/2013 las:

Kill Dein Kaninchen!

Keine Angst, liebe Tierfreunde und Vegetarier, darum geht es: Wenn wir uns im Unternehmen oder am Arbeitsplatz einschüchtern lassen, wir uns Sorgen machen – dann fühlen wir es, das innere Kaninchen. Das uns auch von Wagnissen abhält… Die „Büroparole“ für mehr Zutrauen stammt von Buchautor und Spontaneitäts-Coach Ralf Schmitt, die er im Magazin erläutert:

„Kill dein inneres Kaninchen! Sag ja, lass Fehler zu und sei offen für den Moment. Denn nur wer sich traut zu scheitern, erreicht auch wirklich seine Ziele.“
Ralf Schmitt in Business Punk 03/2013

Auf geht’s!

Doris Schuppe
Illustration: Fotos von DoSchu / DoSchu.Com

Generation Y oder Millennials zum Kennenlernen

Illustration mit Foto von Happystock / dreamstime.comZunehmend werden sie Mitarbeiter und Kollegen: die so genannte Generation Y. Welche Einstellungen prägen sie und was bedeutet das für Unternehmen? Das analysiert Technomar mit „Fit 4 Generation Y“. Passend dazu liefert eine zweite Studie detaillierte Analysen und Handlungsempfehlungen für den genossenschaftlichen Finanzsektor. Eine prima Basis für die Strategieentwicklung in anderen Industriefeldern.

Share ist das Mantra

Eine im Sommer veröffentlichte Studie von Technomar befasst sich detailliert mit den Interessen der so genannten Generation Y und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Zu der betrachteten Altersgruppe zählen alle, die aktuell jünger als 35 Jahre sind. Zur Einordnung die wesentlichen Gruppen unserer Arbeitsgesellschaft: weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Jan Westerbarkey

Illustration :: Neuland Lounge (Foto: WavebreakmediaMicro)„Tauchen Sie ein in eine impulsive Welt ohne Betriebsblindheit und Vorurteile,“ ruft Jan Westerbarkey neuen Entdeckern digitaler Welten zu. Als Unternehmenslenker hat er die Zukunft im Blick und lässt sich von Neuem und Ungewohntem inspirieren. Auch wenn – oder gerade weil – das Neue Bestehendes infrage stellt: unsere Gewohnheiten, unser Business, unseren Alltag.

Ich „verfolge“ Jan Westerbarkey schon seit langem in den sozialen Medien. Er ist Geschäftsführer eines der wenigen B2B-Unternehmen, das gegenüber neuen Medien wie Social Web oder Mobile Internet enorm aufgeschlossen ist. Auf der B2B Social Media Tagung des Haus der Technik in München lernte ich Jan 2011 endlich persönlich kennen. Um ihm auf Barcamps oder der Web-Konferenz re:publica immer wieder über den Weg zu laufen. Er kam mir mit als erstes in den Sinn, wen ich für die Neuland-Lounge befragen möchte. weiterlesen

Sag’s mit Zahlen: digitales Deutschland 2013

Zahlen Masstab (Ilustration) mit Foto von gerard79 / sxc.huStatt Bauchgefühl eine Zusammenstellung aktueller statistischer Daten rund um die geschäftliche und private Nutzung von Internet, Mobile Web und Social Media in Deutschland.

76,5 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren sind online, meldet der „D21-Digital-Index – Auf dem Weg in ein digitales Deutschland?!„, eine April 2013 vorgestellte Studie der Initiative D21, vielleicht der einen oder dem anderen als „(N)Online-Atlas“ bekannt.

Und doch sind die Autoren der Studie bei detaillierter Betrachtung nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen: weiterlesen

Auf Wolken betten: so vernetzt ist die „Customer Company“

cloud wolke illustrationNicht Technologie und Cloud, nein die Kunden rückte Salesforce auf der Customer Company Tour in München in den Mittelpunkt. Heute finden Kunden Alternativen zu einem Produkt oder einer Lösung mit einem Mausklick oder einer Google-Recherche. Vernetzung ist hier Trumpf, wie auch eine Studie des Cloud-Lösungsanbieters aufzeigt.

Im Frühjahr wird Salesforce das erste europäische Datencenter einweihen. Mit dieser Entwicklung hört der Lösungsanbieter auf seine Kunden Europa. In seiner Keynote skizzierte Joachim Schreiner, Senior Vice President EMEA Central bei Salesforce, die Eckdaten der Kundenrevolution, mit der Unternehmen heute agieren müssen: weiterlesen

Was mache ich eigentlich beruflich :: Digital Communication Consultant

My Job :: Illustration :: DoSchuNicht erst seit der Entstehung neuer Aufgaben durch den professionellen Einsatz von Social Media gibt es in der digitalen Wirtschaft neue Berufsbezeichnungen. Ende der 1990er Jahre hatten Personalberater viele Fragezeichen in den Augen, wenn es darum ging, Anforderungsprofile der Webmaster, Webdesigner und Online-Redakteure voneinander abzugrenzen. Damals wie heute bleiben einige Berufsbezeichnungen ohne deutsche Übersetzung. Oder kennen wir inzwischen einen Netzmeister?

Insofern komme auch ich nicht umhin, das eine oder andere Mal zu erläutern, was ich als Digital Communication Consultant so tue. Zum Beispiel, wenn mich jemand als Vortragende vorstellt. Oder wenn im Coworking Space mögliche Ergänzungen im Dienstleistungs-Portfolio erörtert werden. Oder wenn Wibke Ladwig zur Blogparade aufruft und fragt: „Und was machen Sie so beruflich?“:

„Schreibt in Eure Blogs, wie Ihr Euch nennt, woher diese Jobbezeichnung stammt und was sich dahinter verbirgt. Macht Ihr mit? Ich bin gespannt. Die Blogparade läuft bis zum 31. März 2013.“

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5 Tipps und mehr zu Google+ Hangouts / Hangouts On Air

5 Tipps Google+ Hangout :: IllustrationJahresauftakt Social Media: In der zweiten Januarwoche diskutierte ein interessant besetztes Panel Sinn und Perspektiven von Google+ Hangouts. Und zwar online in einer Live-Webkonferenz, bei Google „Hangout On Air“ genannt. Hat viel Spass gemacht und jede Menge Informationen zum Thema zusammen gebracht.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hatten Pia Kleine Wieskamp, zuständig für PR & Marketing bei Pearson Education, sowie Oliver Gassner, bekennender „Google Fan-Boy“ und Autor des Buchs „Professionell kommunizieren mit Google+“. Im Vorfeld ihres ersten Hangout On Air schildert Pia Kleine Wieskamp ihre Erfahrungen und Tipps in der Ankündigung zum Event. weiterlesen