Startseite » Tagged als "Content-Strategie"

7 x thinking beyond your box

outside your box :: doschuWie schaffen wir es im Social Web zu begeistern? Was sind Themen, die zu unserem Unternehmen passen, aber vor allem Kunden oder Interessenten ansprechen? Da hilft es ganz gehörig außerhalb der Firmen-bezogenen Kommunikation zu denken.

In Workshops und Beratungen rege ich an, die Kommunikation im Social Web losgelöst vom bisherigen business as usual zu denken. Denn bleiben wir darin gefangen, gerät die Kommunikation auf Facebook & Co. am Unternehmen orientiert. Und bleibt damit leider häufig unwirksam oder wird sogar als langweilig empfunden.

Social Media haben für viele Menschen eine unterhaltende Funktion. Ein anderes Unterhaltungs-Medium kennen wir schon lange: das Fernsehen. Auch im Social Web sprechen Menschen, Emotionen, Stories und Bildwelten die Nutzer besonders an. Und wenn wir sie erreichen, dann haben wir eine Chance, dass Social Web-Nutzer mit unseren Inhalten interagieren: Sie klicken auf „gefällt mir“ oder Herzchen-Symbole. Wenn es richtig gut läuft, kommentieren sie oder teilen unsere Inhalte mit ihren Kontakten.

„Ja, das ist einfach, wenn eine Firma mit It-Bags, Katzenbabies oder Hundewelpen zu tun hat“, denken jetzt viele. Ich behaupte, jedes Unternehmen, das es mit der Kommunikation ehrlich meint, kann das passende Besondere und gut visuell darstellbare Kommunikations-Element finden. Es geht nicht um etwas Offensichtliches. Weniger um ein direktes Verkaufen. Eher um Kundenbindung, um den Kontakt zu Kunden oder Interessenten. Und ja, manchmal benötigt es Begleitung von aussen durch Kommunikations-Experten, Content-Berater oder Storytelling-Coaches. weiterlesen

Content Strategie – Tipps von der Expertin

Illustration Content StrategieIm Februar war ich wieder für das Social Media Seminar an der Akademie der Bayerischen Presse. Das Konzept sieht vor, zusätzlich zu den Dozenten wie mich Praxis-Vorträge einzubinden. Content-Strategin und Buchautorin Doris Eichmeier war dieses Mal mit von der Partie.

Zusammen mit Klaus Eck hat Doris Eichmeier das Buch „Die Content-Revolution“ veröffentlicht. Und noch immer ist es wichtig, Content-Strategie und Content-Marketing voneinander abzugrenzen. Entsprechend Kristina Halvorson, Autorin des Standardwerks „Content Strategy For The Web“:

Content Strategy = Planning for the creation, delivery and governance of useful, usable content. weiterlesen

Blog oder nicht Blog – ist das eine Frage?

illustration-blog-facebook-linkedinGerade läuft eine von Meike Leopold gestartete Blogparade – Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog? Über allen skizzierten Fragestellungen der Ankündigung schwebt auf den Punkt gebracht: to blog or not to blog – frei nach Shakespeare. Hier meine 1.001 Worte dazu.

Wer ebenfalls an der Blogparade teilnehmen möchte: Einfach den oben verlinkten Aufruf in Meikes Blog durchlesen und einen eigenen Beitrag dazu verfassen (Blog, Facebook, Linkein, Medium,… siehe unten). In Deinem Blogartikel verlinkst Du Meikes Aufruf. Und am besten hinterlässt Du den Link zu Deinem Beitrag als Kommentar in ihrem Blog. Die Blogparade Läuft noch bis 15. Februar 2016 und hat den Hashtag #bloggenohneblog. weiterlesen

2016 :: Blog planen und leichter starten

illustration to do BlogNeues Jahr, neue Themen im Blog – und vielleicht einige Vorsätze, mehr zu bloggen? Guter Plan, dazu liefere ich mit diesem Blogbeitrag ein paar Handreichungen und Hilfestellungen für ein entspanntes Bloggen in 2016. 

1 :: Events und Termine 2016

Als erstes geht es ans Planen der Termine, die es im kommenden Jahr zu berücksichtigen gilt. Wer das schon im Dezember erledigt hat, kann gleich zum nächsten Punkt springen. Falls nicht, dann gilt es interessante Branchen-Events, Konferenzen oder Veranstaltungen zu notieren, die relevant für die Themen im Blog und die Leserschaft sind – Stichwort Content-Strategie.  Dazu können zum einen in meiner Terminübersicht sowie in der Events-Liste zur digitalen Wirtschaft von Renate Eck gestöbert werden.

Zu den ausgewählten Terminen notieren wir jeweils – selbst wenn es etwas Arbeit darstellt – am besten gleich elektronisch in einer Tabelle diese Angaben: weiterlesen

In den Schuhen der Kunden: Jobs To Be Done

illustration JTBD Jobs To Be DoneSehr lustig: Da gehe ich zu einem vermeintlichen Vortrag zum Themenfeld Getting Things Done (GTD), und stelle fest: Tadaah, es gibt einen Namen für die Art und Weise, wie ich seit Jahrzehnten an meine Artikel- und Kundenprojekte herangegangen bin: Jobs To Be Done.

Marketingleute und Entwickler reden gerne über die Funktionen ihrer Produkte oder Services. Wesentlich wichtiger ist jedoch die Kundenerfahrung: Wo und wie helfen Dienstleistungen oder Produkte den Kunden ihre Herausforderungen zu meistern?

Das sind die Bausteine für eine Kommunikations- oder Content-Strategie, die ich zu Beginn einer Zusammenarbeit herausarbeiten möchte. Welche Jobs To Be Done der Kunden sollen sie unterstützen, wie es u.a. Clayton Christensen, Professor der Harvard Business School, bezeichnet:

“The Jobs-To-Be-Done point of view causes you to crawl into the skin of your customer and go with her as she goes about her day, always asking the question as she does something: why did she do it that way?“
Quelle Clay Christensen’s Milkshake Marketing

JTBD Step into your customers' shoes weiterlesen

5 Antworten :: Content Revolution

Illustration Content (R)EVOLUTIONBald ein Jahr ist das Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ von Klaus Eck und Doris Eichmeier im Handel. Was hat sich in der Zwischenzeit in punkto Content Revolution bewegt? Und: Was hat das Buch konkret vorangetrieben? 5 Antworten von Klaus Eck zu dem Werk, dass ich gerne weiterempfehle.

Im aktuellen Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen: Neue Perspektiven durch Content-Marketing und -Strategie“ arbeitet der beliebte Sprecher und Buchautor Klaus Eck zusammen mit der Content-Strategin Doris Eichmeier heraus, wie Unternehmen für ihre Kunden und Interessenten relevante Informationen entwickeln, erstellen und bereitstellen. Statt pauschalem „Marken müssen Medien werden“ empfehlen sie Markeninhabern, das verlegerische und publizistische Handwerkszeug beherrschen zu lernen, um es zu Gunsten ihrer Marke einzusetzen.

:1: Lieber Klaus, wie wird die Zuspitzung des Themas auf ‚Content Revolution‘ im Unternehmens-Umfeld oder bei Vorträgen aufgenommen? Geht ein Ruck durch die Firmen in Richtung ganzheitlicher Content-Strategie?

Klaus Eck: Ja, es gibt dafür eine große Offenheit in den Unternehmen. Die Dringlichkeit einer Content-Revolution verstehen die meisten Entscheider, allerdings bevorzugen viele eher eine weniger radikale Content-Evolution. weiterlesen

Inhalte, die Kunden lieben

illustration doschu herzJe nun, was lieben denn unsere Kunden oder Interessenten an Inhalten in Social Media? Eine Standard-Frage in Workshops und Beratungen zu digitaler Kommunikation. Die Antwort ist: So individuell wie eine Firma, ihre Kundschaft, ihre fachlichen Themen, ihre Mitarbeiter, ihre Expertise, ihre Zielsetzungen, ihre Produkte oder Dienstleistungen sowie ihr Budget, Innovation u.a. sind auch Inhalte für den Dialog im Social Web.

Patentrezept hier Fehlanzeige. Komisch, dass Unternehmen ungeachtet der vielfältigen Möglichkeiten lieber Berater oder Workshop-Dozenten fragen, was ihre Kunden interessiert, statt diese selber zu befragen. Den Vertrieb oder Kundendienst anhalten, im Gespräch mit Interessenten oder Kunden relevante Themen herauszuhören. Online-Fragebogen nutzen, Facebook-Posts als Nachfrage gestalten, Abteilungs-übergreifende Brainstormings im Unternehmen starten… weiterlesen

Tools und Feeds für Content Curation

dandelion :: doschu„Wo finden Sie nur immer diese guten Links, die Sie im Social Web empfehlen“ werde ich oft gefragt. Nun, zum einen habe ich mir über die Jahre ein gutes Netzwerk aufgebaut, das mich mit Posts, Tweets etc. auf relevante Inhalte aufmerksam macht. Aber wer kann schon alles lesen? Zum Glück gibt es Tools und Feeds, die für das Kuratieren von interessanten Inhalten nützlich sind.

Wer im Social Web regelmässig Inhalte posten möchte, macht sich mit Content Curation das Leben leichter und vernetzt sich gleichzeitig mit anderen Content-Produzenten. Was genau unter Content Curation zu verstehen ist, können Sie kurz im 2. Tipp des Blogposts 5 Tipps für den Content Plan nachlesen. weiterlesen

In 7 Schritten fit für Twitter

Der ‚Twitter Bird‘ fliegt wieder im Google-Suchergebnis

Logo Twitter IllustrationJetzt schickt sich wahrscheinlich der eine oder die andere an, ein Twitter-Profil neu anzulegen oder ein stillgelegtes wiederzubeleben. Passend dazu einige Tipps und Links für den Einstieg oder Wiedereinstieg.

Vier Jahre lang wurden die Kurznachrichten auf Twitter nicht mehr von Google in den Suchindex aufgenommen. Nun wurde die Partnerschaft wiederbelebt. In den Suchergebnissen der am meisten genutzten Suchmaschine Deutschlands sind aktuelle Meldungen aus dem Twitter-Universum wieder enthalten.

Für alle, die ihrem Twitter-Profil neues Leben einhauchen wollen, gebe ich in diesem Beitrag jede Menge Tipps und Links.

Vor dem Twittern: Strategie

twitterSchritt 1 :: Sieben Fragestellungen, damit der Twittervogel (wieder) passend zur Strategie ans Fliegen kommt:

  • Welche Ziele wollen wir mit unserem Twitter-Engagement verfolgen?
  • Welche unserer Interessensgruppen wollen / können wir auf Twitter ansprechen?
  • Wie messen wir unsere Ziele?
  • Mit welchen Themen und Inhalten können wir unsere Ziele erreichen?
  • Mit welchen Experten, Partnerfimen, Branchenkollegen vernetzen wir uns auf Twitter?
  • Wer agiert wie im Echtzeitmedium Twitter?
  • Wo bewerben wir unseren Twitter-Kanal (eMail, Web, Social Media, Print, Laden)?

Know-how aufbauen und pflegen

twitterSchritt 2 :: Was kann die Plattform, was sind Besonderheiten? Bei Twitter lest ihr dazu zum Beispiel die FAQs und die Grundlagen.

twitterSchritt 3 :: Holt euch Anregungen bei erfolgreichen Twitter-Profilen. Schaut euch auch euren Mitbewerb an, oder stöbert bei Twitter Media nach „bewährten Praktiken, Erfolgsgeschichten und Ressourcen, um das Potenzial von Twitter für verschiedene Business-Aufgaben zu nutzen“.

Content für Tweets

twitterSchritt 4 :: Inhalte für den Twitter-Kanal kommen nicht aus der Luft. Dazu diese sieben Aspekte im Vorfeld klären und die Content-Strategie mindestens jährlich überprüfen:

  • Wie verzahnen wir die Twitter-Kommunikation mit unseren Inhalten in Web und Social Media?
  • Welcher Content hat das Potenzial für eine hohe Interaktion mit unserer Zielgruppe auf Twitter?
  • Welche Stories können wir auf Twitter am besten erzählen? Welche Menschen geben unseren Geschichten ein Gesicht?
  • Welche Hilfestellungen können wir via Twitter anbieten, welche nützlichen Tipps?
  • Wo besorgen wir (intern / extern) die Fotos, Videos, Infografiken für Twitter? Können wir kreative Kurzvideos für Vine (gehört zu Twitter) kreieren?
  • Welche Inhalte aus dem Web sind für unsere Zielgruppe relevant, die wir empfehlen können – Stichwort Content Curation?
  • Wie erfahren wir rasch von relevanten Trends, um mit passenden Fragen oder Antworten mitzudiskutieren – Stichwort Monitoring?

Twitter Analytics

twitterSchritt 5 :: Genau wie auf anderen Kanälen sind gesteigerte Zahlen der Abonnenten („Follower“) alleine kein Qualitätskriterium. Wichtig ist, den Ist-Zustand zu erheben und den Wettbewerb für Vergleiche im Auge zu behalten. Zum Beispiel zu folgenden Parametern:Fit für Twitter :: 7 Schritte

  • Zahl der Follower :: Diese Zahl muss selbstverständlich erhoben werden, damit auch eine Relation zu Twitter-Kanälen der Mitbewerber ermittelt weden kann
  • Anzahl Listen-Einträge :: Hier zeigt sich, wie häufig Twitter-Nutzer das Profil eines Unternehmens auf eine Themenliste gespeichert haben
  • Anzahl Retweets :: Diese Angabe gibt an, wie häufig Tweets des Unternehmens von anderen Nutzern an ihre Follower weitergeleitet wurden
  • Anzahl Mentions / Influencer :: Dieser Wert zeigt, wie häufig der Unternehmens- und die Markennamen auf Twitter in Tweets erwähnt wurden, und wie häufig waren so genannte Influencer darunter
  • Anzahl Klicks :: Mit diesem Wert sehen wir, ob unsere Link-Empfehlungen in 140 Zeichen dazu einladen, unsere verlinkte Website aufzurufen
  • Anzahl Interaktionen :: Diese Angabe verdeutlicht, ob der Dialog auf Twitter mit Influencern, Interessenten, Partnern, Empfehlern oder Kunden läuft

Die Twitter-Statistiken zu eurem Profil könnt ihr nach Einloggen bei Twitter mit diesem Link abrufen: https://analytics.twitter.com.

twitterSchritt 6 :: Apropos Statistiken: Mit etwas Code auf der Website könnt ihr die so genannten „Twitter Cards“ einrichten und dann zusätzliche Statistiken abrufen. Das erklären uns ausführlich beispielsweise folgende Quellen:

Nützlich: Twitter Tools

twitterSchritt 7 :: Sucht euch Tools aus, die bei der Betreuung, Verwaltung und Monitoring eures Twitter-Kanals helfen. Diese nützlichen Lösungen in alphabetischer Reihenfolge bieten praktische Unterstützung:

  • Bit.ly :: Link-Verkürzungs-Service, mit dem ihr die Klickzahl aus Social Web Updates messen könnt
  • BufferApp :: Zeitversetztes Posten, automatisches Posten aus einem Puffer an Posts, Klickzahlen Links in Tweets, Report zu Erwähnungen
  • HootSuite :: Account-Management, Influencer-Profile, Post-Veröffentlichung zu gewähltem Zeitpunkt, Report zu Erwähnungen
  • Klout :: Influence-Monitoring, Influencer-Suche, zeigt auch welche Twitterati häufig durch Retweets mit eurem Kanal interagieren
  • Rebelmouse :: Zusammenführen von diversen Posts im Social Web in einem Online-Magazin (Social Media Newsroom)
  • SocialBro :: Infuencer-Suche, Follower-Management und besonders schön die Funktion „Best Time to Tweet“ inklusive Analyse der Themen eurer Follower
  • Topsy :: Twitter-Suchmaschine, Themen-Suche, Influencer-Suche, coole „Social Trends“-Funktion
    (nach Kauf wurde der nützliche Service leider eingestellt)
  • Tweetdeck :: Account-Management, Post-Veröffentlichung zu gewähltem Zeitpunkt, Influencer-Suche, Follower-Management

Hier ist es sinnvoll Lösungen zu bevorzugen, die ihr auch mobil nutzen könnt. Denn es ist häufig etwas am Echtzeitmedium Twitter zu tun, wenn ihr unterwegs seid.

Viel Spass beim (Wieder-)Entdecken von Twitter!

Mein Profil findet ihr unter @DoSchu – feel free to follow.

twitter illustration

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com; Social Media Icons von carrieloves.com

Like it? Share it!

5 Tipps für den Content-Plan 2015

illustration 2015 planungHappy New Year wünsche ich meinen Bloglesern! Neues Jahr – neue und bekannte Themen: So planen wir für die nächsten 12 Monate den Content für die digitale Kommunikation.

1. Redaktionsplan

Das A und O für eine gute Planung – besonders im Social Media Team – ist eine gute Planungsgrundlage. Das optimale Tool gibt es dabei nicht – je nach Arbeitsweise und Budget gilt es die passende Arbeitserleichterung auszuwählen. Das kann vom Excel im gemeinsamen Zugriff über ein Google Spreadsheet im Google Drive bis zu ausgefuchsten Redaktionsplan-Tools reichen.

Im Sommer stellte t3n im Beitrag „Mit diesen 4 Tools kannst du deine Content-Strategie einfach planen“ vier Helferlein vor, mit denen die gemeinsame Content-Planung unterstützt wird.

2. Termine & Content Curation

Wichtig: Welche wichtigen Termine hat 2015 für unsere Branche, unser Unternehmen und unsere Zielgruppen? Die relevanten Konferenzen, Messen, Tagungen, Produktneuerungen, Bekanntmachungen, Jahrestage oder ähnliches gestalten auch unseren Content-Plan. Schließlich filtern wir für unsere Zielgruppen aus den vielen Inhalten, die das Internet bietet, Passendes zu den verschiedenen Wochen des Jahres heraus.

illustration Tipps Content Planung

Diese Terminsammlung ergibt eine gute Mischung aus eigenen und besonders „fremden“ Inhalten. Mit dieser so genannten „Content Curation„* können wir die Kommunikation in unserem Social Media-Profil abwechslungsreicher und damit interessanter gestalten. Nicht immer besteht ja die Möglichkeit mit eigenen Inhalten passend zu diesen größeren Veranstaltungen belangvolle Themen-Facetten beizutragen.

Nicht vergessen: Nachberichte zu Veranstaltungen einplanen, besonders wenn wir selber am Event teilnehmen. Am wirkungsvollsten mit vielen Fotos oder noch besser Bewegtbild-Inhalten. Nicht umsonst plant jetzt auch Twitter nach Facebook die Video-Optionen der Plattform auszubauen.

3. Standard-Contents

Wie können wir insbesondere im Social Web unsere Kommunikation erleichtern? Wir planen Standard-Inhalte ein, die zu Kernthemen unseres Business relevante Informationen für unsere Zielgruppen bereitstellen.

Wenn die Inhalte zum Beispiel saisonal passen, wie etwa im Vorfeld der Urlaubszeiten, dann planen wir sie rund um diese Zeiten im Jahr mehrmals ein. Das Social Web wie Twitter, Google+ oder Facebook wird nicht umsonst als Echtzeitmedium bezeichnet. Inhalte sind eher flüchtig und gelangen nur eine kurze Zeit lang auf den Radar der Nutzer. Daher können diese Hinweise auf spannenden Content auch durchaus mehrmals im Jahr geliefert werden.

Als Standards können wir auch jeden Monat ein bestimmtes Detailthema in den Fokus rücken, das zu unserem Unternehmen passt. Dazu planen wir verschiedenartige Inhalte und Medienformate, damit das Thema nicht langweilig wird.

4. User Generated Content

Zu welchen Zeiten und Anlässen im Jahr können wir unsere Zielgruppe am besten zum Dialog bitten – ab damit in den Redaktionsplan! Am besten schon mit konkreter Ideenskizze.

Um das Ferienbeispiel aufzugreifen: Wenn wir vor, während oder nach dem Urlaub nach Fotos zu einem bestimmten Hashtag fragen wollen, dann planen wir das frühzeitig ein. Damit auch andere Medien aus unserem Hause, die eine längere Vorlaufzeit haben, den speziellen Hashtag mit bekannt machen.

5. Offen sein für Anregungen

Es können nicht alle Inhalte vorausgeplant werden. Schließlich werden Themen passend zu aktuellen Diskussionen am besten wahrgenommen. Anregungen kommen daher auch oft aus den Nachrichten, die zu wichtigen Stichworten mit Google Alerts oder ähnlichen Tools verfolgt werden.

Anregungen können Hinweise aus dem eigenen Unternehmen sein. Zum Beispiel von den Kollegen im Vertrieb oder Kundenservice, die den Anstoß geben bestimmte Themen aufzugreifen. Bleiben hier Inspirationen aus, dann proaktiv nachfragen!

Eine weitere Quelle für Impulse zu neuen Inhalten können aus Blogparaden hervorgehen. So können wir mit eigenen Blogbeiträgen an diesen teilnehmen. Aktuell läuft bis Ende Januar dieses Jahres die Blogparade Content-Marketing und Corporate Blogs 2015 #cmcb15. Hier diskutieren die Beiträge was ein gutes Corporate Blog ausmacht und wie es sich gezielt für das Content-Marketing nutzen lässt.

Welche Tipps habt ihr für die Content-Planung 2015?

* Zum Thema Content Curation gibt es hier jede Menge Anregungen zu Tools, die das Kuratieren vereinfachen: Tools für Content Curation / Content Planung (SMI) sowie Top 5 Content Curation Tools (webmagazin)

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Aller Anfang ist … Strategie

illustration strategieEin Standard-Themenpunkt in meinen Workshops und Beratungen zum Social Media-Einsatz in der Unternehmens-Kommunikation: Strategie. Große Augen wenn es sich dabei nicht in erster Linie um das Social Web-Engagement dreht. In der operativen Hektik unserer Zeit gelangt im Detail schon mal aus dem Blickwinkel, welche Hebel das jeweilige Business vorantreiben…

„Sie sind Social Media Manager und kommen sich vor wie in einem Hamsterrad, das sich immer schneller dreht? … Dann ist es höchste Zeit für eine klare Diagnose: Sie brauchen eine Strategie, keinen Aktionismus!“(1)

Basis für die Kommunikation

Dabei fällt mir in Beratungen oder Workshops auf, dass nur wenige Antworten auf diese grundlegenden Einstiegsfragen für die Social Media-Strategie-Entwicklung geben können:

  • Für welche Werte und Leistungen steht das Unternehmen genau, wie hebt es sich vom Wettbewerb ab?
  • Welche Ziele (kurz-/mittel-/langfristig) hat das Unternehmen
  • Wie soll sich das Unternehmen weiter entwickeln?
  • Wer oder was sind die relevanten Umsatztreiber, was ist die Vertriebsstrategie?
  • Wie positioniert das Unternehmen seine Marken / Produkte?
  • Welche Online-Strategie verfolgt das Unternehmen?
  • Wie sehen sowohl die Kommunikationsstrategie als auch die Kommunikations-Ziele des Unternehmens aus?

START - Strategie :: Foto: DoSchuDabei ist es wichtig und insbesondere zeitsparend, die übergeordneten Ziele und Strategien zu kennen. Nur so können wir auf diese in der Strategie-Entwicklung fürs Social Web passend aufbauen. Schließlich wollen wir ja unser jeweiliges Business stützen: Das braucht keine „l’art pour l’art“-Facebook-Seite mit massenweise „Fans“, die keinen Bezug zu Marke, Unternehmen oder Produkt haben – zur Vertiefung sei Klaus Ecks Ratschlag „Warum Sie Social Media Fans nicht sammeln sollten“(2) empfohlen.

Mein Tipp: Lasst euch als Social Media-Verantwortliche nicht die Strategie-Entwicklung übergeordneter Abteilungen aufdrücken! Genau wie ihr müssen auch die Kollegen ihre Hausaufgaben machen. Und wenn hier noch Lücken zu schließen sind, dann setzt euch am besten gemeinsam an den Planungstisch.

Content, auch nicht ohne Strategie

Am Anfang steht also die Strategie. Das gilt ebenso für das gerade sehr populäre Content-Marketing. Für passende Inhalte (Content) müssen wir Klarheit haben über die Strategie-Ausrichtungen unseres Business. Sehr schön bringt das Joachim Graf im iBusiness-Artikel auf den Punkt:

„Wenn Content – Inhalt – vor allem in Form gegossene Kommunikation ist, dann kommt vor einer Content-Marketing-Strategie zunächst einmal eine Content-Strategie. Und davor eine Kommunikationsstrategie: ‚Wem will ich was erzählen und was soll damit erreicht werden?‘ Dafür benötige ich allerdings noch früher eine Markenstrategie (‚Wofür soll meine Marke online stehen?‘) und davor eine Online-Unternehmensstrategie (‚Was will ich erreichen und wofür möchte ich das Internet nutzen?‘)“(3)

STRATEGIE :: Foto: DoSchu

Strategie mit Kunde im Fokus

Exakt daher bezeichne ich Social Media gerne als Team-Sport. Es ist wenig zielführend, wenn jeder Unternehmensbereich abgeschlossenen sein eigenes Brötchen backt. Besser den Teig gemeinsam kneten und vorantreiben. Heute bestimmen Interessenten und Kunden, an welcher Stelle (Content, Kontaktpunkt / Touchpoint, Suchmaschinen-Ergebnis) sie als erstes anbeißen.

Und daher ist der Kundenfokus bei jeder Strategie-Entwicklung und internen Prozess-Gestaltung von enormer Bedeutung. Dazu die Touchpoint-Expertin Anne M. Schüller:

„Deshalb müssen sich ohne Ausnahme alle Unternehmensbereiche deutlich stärker miteinander vernetzen, um abteilungsübergreifend das ganze Unternehmen und jeden einzelnen Mitarbeiter auf die Kunden auszurichten. Dies hört sich banal an, ist es aber nicht.“(4)

Es ist nicht einfach, richtig. Aber machbar, wenn auch firmenintern mehr Web 2.0-Aspekte gelebt werden wie Kollaboration, Know-how-Sharing und Vernetzung. Auf geht’s!

Zitat-Quellen:
(1) Meike Leopold / Björn Eichstedt in „Erfolgsrezepte für Social Media Manager…“ / PR-Blogger.de
(2) Klaus Eck im Content-Revolution-Beitrag „Warum Sie Social Media Fans nicht sammeln sollten“ / medium.com)
(3) Joachim Graf in „SEO, Content-Marketing, Native Advertising und andere Lügen“ / ibusiness.de

(4) Anne M. Schüller in „Unkopierbar: eine kundenfokussierte Unternehmenskultur“ / Touchpoint Blog

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Like it? Share it!

Kings of Content ohne Blog – B2B Online Monitor 2014

Illustration :: B2BSeit 2009 untersucht der B2B Online-Monitor jährlich die Online-Kommunikation von Business-to-Business-orientierten Unternehmen in deutschsprachigen Ländern. Die aktuelle Ausgabe stellt das Content Marketing in den Fokus.

Aus dem Vorwort zur Studie B2B Online Monitor 2014:

„Ein virtuelles Königreich ist in den letzten Jahren zu voller Pracht erblüht: Wie vorausgesagt hat sich das Internet zur zentralen Schnittstelle aller Kommunikationsaktivitäten der B2B-Unternehmen entwickelt und ist aus den Marketing- und Service-Hofgärten nicht mehr wegzudenken.“

Marco Fischer, Geschäftsführer Die Firma

b2b Online Monitor 2014 infografik preview
Und in 79 Prozent dieser „Hofgärten“, also die für die Studie befragten B2B-Unternehmen, wird in den nächsten zwei Jahren der Fokus auf Content Marketing gelegt.

Kings of Content statt König Kunde

Vielleicht um selber mit der Studie als besonderer Content aufzufallen wurden für die Gestaltung und auch die Wortwahl historische Vorlagen gewählt. In Punkto Social Media sei die anfängliche Panik verpufft. Und:

„Noch wissen viele Adelige nicht, wie sie den Dialog mit dem Volk in klingende Münze verwandeln sollen“. In punkto Content Marketing zeige sich nun „das gleiche Bild wie bei den Anfängen von Social Media. Die Familieneinheiten sind häufig zerstritten, und der rechte Burgflügel redet nicht mit dem linken.“

Inhaltlich bieten die befragten Unternehmen wenig Neues: Über die Hälfte der Befragten setzt auf Newsmeldungen, PR-Mitteilungen und Produktbeschreibungen. Zunehmend wird das Portfolio mit redaktionellen Artikeln, Social Media-Posts sowie Informationsgrafiken und Anmiationen ergänzt.

Dabei benennen die Teilnehmer der Studie auf den erstgenannten Plätzen folgende Herausforderungen für das Content Marketing: Zeit (43 Prozent) sowie Budget (36 Prozent) für die Content-Produktion, Sicherstellen der Content-Qualität, Produktion abwechslungsreicher Inhalte sowie die Entwicklung zielgruppenspezifischer Contents (jeweils 28 Prozent).

Gerade letztgenannter Punkt ist nicht zu unterschätzen: König Kunde ist schließlich der „Fisch“, dem der Köder = Content schmecken sollte…

Ziele: Sichtbarkeit wichtig

Als Ziele der Unternehmen nennen die Studienteilnehmer als erstes die Steigerung der Zugriffszahlen auf der Unternehmens-Website, gefolgt von der Steigerung der Produkt- sowie Markenbekanntheit und der besseren Platzierung in den Suchmaschinen. Letztes Jahr führte unter den genannten Ziele die Steigerung der Produkt- und Markenbekanntheit vor umfangreichen Produkt- und Unternehmensinformationen sowie Vertriebsunterstützung / Neukundengewinnung.

Auffällig ist der Rückgang an Unternehmen, die ihren Social Web-Aktivitäten als Erfolg werten. Gaben in der letzten Studienauflage noch 70 Prozent an, ihre Blogs seien ein Erfolg sind das aktuell nur noch 17 Prozent. (Wenn man die Fragen so direkt miteinander vergleichen darf).

Kings of Content aber kein Bock auf Blog?

Zu diesem Ergebnis passt eine Beobachtung im B2B Social Media Report 2013 (veröffentlicht im April 2014):

„Eine vor dem Hintergrund der Wichtigkeit von Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedenkliche Entwicklung ist der Rückgang der Nennungen in Blogs. Sie scheinen im Bereich B2B aus dem Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und verzeichnen im Jahresverlauf 2013 einen deutlichen Rückgang […] Im Gegensatz dazu nehmen die Aktivitäten auf Facebook stark zu…“

Brandwatch B2B Social Media Report 2013

Wahrscheinlich erklärt die Abkehr vom Bloggen die von 34 Prozent der Befragten genannte Herausforderung beim Social Media Einsatz: Die „Erstellung der Inhalte ist zu zeitaufwändig„.

Experteninterviews rund um Content Marketing

Zu den Befragungsergebnissen garniert die Studie eine Vielzahl an Interviews mit Experten (leider keine Frau an Bord). Vielleicht hilft das den Firmen auf die Sprünge, ihr Content-Feld gewinnbringend zu bestellen.

  • Andreas Hendrick Berens: „Content Marketing bedeutet Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte des Marketings“
  • Stephan Dörner: „Content Marketing ist wie ein Trojanisches Pferd – am Werbefilter vorbei“
  • Klaus Eck: „Planung ist im Content Marketing das halbe Leben“
  • Mirko Lange: „Unternehmen müssen verstehen, dass sie ‚um die Ecke denken‘ müssen“
  • Johannes Lenz: „Content Marketing ist alt – neu ist wie man es betreibt“
  • Thomas Pleil: „Ohne Zielgruppenkenntnis wird’s nichts“
  • Thilo Specht: „Content Marketing ist mehr Haltung als Disziplin“
  • Sascha Stoltenow: „Marketing ist nur ein Anwendungsfall für Content“
  • Björn Tantau: „Potenzielle Kunden müssen überzeugt nicht überredet werden“

Doris Schuppe
Infografik: B2B Online-Monitor 2014 – Kings of Content / b2b-online-monitor.de