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Dialemma: Social Bots

Sie starteten als etwas Nützliches, etwas Bereichernderes, etwas Praktisches: Bots. Inzwischen gehört zur digitalen Medienkompetenz dazu, ein automatisch geführtes Profil im Social Web zu erkennen. Auch so ein Dialemma.
social bots Illustration blog

Dabei kann ein automatisches Profil sehr schöne Dinge tun. Seit einigen Jahren erfreut der Douglas Adams Bot als Hommage an den großartigen Autoren von „The Hithchiker’s Guide To The Galaxy“ mit Zitaten. Bots, die nach bestimmten Begriffen suchen und uns Informationen dazu liefern, wie der GOTbot: Via Facebook Messenger beantwortet der Chat-Bot Fragen rund um die TV-Serie Game of Thrones.

Und Chat-Bots wie Novi oder Resi, die mit neuen Formen der News-Versorgung experimentieren und uns persönlicher zum Weltgeschehen informieren. weiterlesen

Sharing is Caring – im Social Web

Wir machen den Unterschied, die Nutzer/innen.

Herzstein - Sharing is CaringSocial Media werden inzwischen in weiten Strecken schon fast wie Fernsehen genutzt, da entgeht schon mal die Option der Steuerung. Nutzende betrachten sich als Opfer von Filterblasen– und Echokammer-Effekten(1), die jedoch auch durch das eigene Handeln geprägt werden. Schließlich notieren soziale Netzwerke wie Facebook was die Nutzer/innen interessiert und haben den Anspruch, ihnen vorwiegend die Infos anzuzeigen, die für sie von Belang zu sein scheinen.(2)

Auch wenn Interaktionen auf den mehr oder weniger öffentlichen Plattformen zurückgehen, Social Media ist nicht tot. Es verändert sich, wir verändern uns – was nach über 10 Jahren Facebook- oder Twitter-Geschichte, um die herausragenden Netzwerke der letzten Jahre zu nennen, nicht wirklich verwunderlich ist. Und ja, ich fasse Messenger-Anwendungen wie Facebook Messenger, Telegram, WhatsApp etc. ebenso zu Social Media wie die bekannten Social Networks. Wer über diese Kanäle kommuniziert ist Social Media-Nutzer/in – und enorm aktiv wie kreativ! weiterlesen

Dialemma: Medienkompetenz, digitale Kompetenzen

Dialemma - Dilemma DialogWillkommen 2017! Wie diskutieren wir über neue Medien und digitale Möglichkeiten, wenn es um die so genannte Medienkompetenz eher bescheiden bestellt ist? Ein Dialemma!

Ein Dialemma – das ist mein Versprecher im Seminar, der viele Situationen trefflich beschreibt. Im Blogbeitrag Das Dialemma startete ich meine Dialemma-Liste mit den folgenden Phänomenen:

  • Silo-Denken im Unternehmen
  • Authentizität
  • Diskutieren
  • Fake-Profile
  • Neuland & mangelnde Fehlerkultur

In diesem Beitrag kommt Medienkompetenz / digitale Kompetenzen dazu. weiterlesen

Digitalien in einem Tag

DigitalienEs heißt ja, „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – den Free:Formers gelingt es, in einem Tag sehr viel digitales Wissen bei den Teilnehmern aufzubauen. Ein interessantes Konzept, das ich letzten Freitag kennenlernte.

Um 9 trafen sich 14 sehr gespannte Teilnehmer im Münchner Coworking Space combinat56 zum „Digital Accelerator“-Workshop. Durch den Tag begleiteten uns Lucy und Ed von Free:Formers aus Großbritannien. Motto: Menschen zur Gestaltung des Internets anzuregen, anstatt es nur zu nutzen.

Internet verstehen an einem Tag

Die Medienkompetenz dazu erhalten Interessierte in eintägigen interaktiven Workshops wie Digital Accelerator, Mobile App Creator, Digital Engager oder Digital Innovator. Noch gibt es die Free:Formers Seminare nur in englischer Sprache – eine Lokalisierung für Deutschland ist geplant.

Ziel des von mir besuchten „One Day – Digital Accelerator„:

Understand the core aspects of the digital world through a hands on experience of all the key areas:

  • Make an app
  • Launch an ad
  • Use social media tools
  • Understand how to use web services safely

 

An einem Tag? An einem Tag! In der Feedback-Runde um halb fünf am Nachmittag waren wir alle beeindruckt, was an einem Tag an digitaler Kompetenz vermittelbar ist. Was mich besonders freute nach dem sehr temporeichen Tag: Auch weniger digital erfahrene Teilnehmer zeigten sich enorm motiviert, die gewonnenen Einblicke zu vertiefen und am Thema dran zu bleiben.

Was war geschehen?

Praktisch nachvollziehen statt Details

Screenshot: DoSchuUnsere Trainer, Lucy und Ed, sind Vertreter der so genannten „Digital Natives“. Sie sind begeistert vom Internet, vom selber Inhalte veröffentlichen und lassen diesen Funken gut überspringen.

Jeder von uns probierte mit dem sehr anschaulichen Online-Tool JSBIN aus, wie Webseiten unter der Haube aussehen: HTML, CSS und sogar das aktuell sehr beliebte Bootstrap.

Die von Twitter entwickelte Webdesign-Tool-Sammlung Bootstrap ist für die Entwicklung responsiver Webdesigns optimiert, damit Websites ihre Darstellung passend zum genutzten Endgerät liefern. Schließlich ist die Generation von Ed und Lucy besonders mobil online aktiv, für sie ist „mobile first“ das Mantra. Sprich, eine Website muss per Smartphone oder Tablet nutzbar sein; die Nutzung per Desktop ist nachrangig.

Soziale Komponenten: Facebook Ads & ONE:for1

Foto: WWF via Free:FormersNachdem wir durch ein bisschen Code unsere Test-Websites zu einer mobilen Web-App erweiterten, ging es ans Live-Testen verschiedener Facebook-Anzeigen. Dazu erstellten wir mit individuellen Facebook-Anzeigen-Zugängen eine Kampagne aus persönlich favorisierter Kombination vorgegebener Bilder, Headlines und Texten.

Beworben wurde der afrikanische Virunga Nationalpark im Kongo, in dem unter anderem die vom Aussterben bedrohten Berggorillas leben. Unsere Facebook-Anzeigen gaben uns Einblick und unterstützen gleichzeitig ein Naturschutz-Projekt. Am Ende des Tages werteten wir aus, welche Kombinationen von Bild und Text die meisten Klicks erzielten. Doch damit ist die soziale Komponente der Briten noch nicht am Ende!

Free:Formers helfen nicht nur Unternehmen dabei, Mitarbeiter digital auf die Sprünge zu helfen (Tipp für die HR-Abteilung!). Mit dem Konzept ONE:for1 trainieren sie darüber hinaus für jeden bezahlten Teilnehmer jeweils arbeitslose 16-25-Jährige in Großbritannien kostenfrei. Damit hat jedes Training auch eine gesellschaftliche Auswirkung.

Never stop learning

Screenshot: DoSchuMir hat es gut gefallen, wie locker Internet und Facebook-Anzeigen „entmystifziert“ wurden. Selbst wenn jemand wie ich recht aktiv in Digitalien lebt – es gibt bei der großen Bandbreite an Themen immer wieder Neues zu entdecken. Für mich war es in diesem Workshop definitiv das Tool JSBIN und die Option im Browser Firefox um Website-Code in 3D zu analysieren.

Website in 3D – so geht’s

  • Im Firefox Browser eine Website aufrufen
  • Rechtsklick in der Seite und „Element untersuchen“ auswählen – das Untersuchungs-Fenster öffnet sich unterhalb der Webseite im Browser
  • Falls noch nicht zuvor eingestellt: Einstellrädchen links anklicken und „3D-Untersuchung“ aktivieren – dann erscheint ein 3D-Würfel als Symbol rechts in der Tool-Leiste des Untersuchungs-Fensters
  • 3D-Symbol anklicken und dann mit der Maus irgendwo in die Seite klicken und ziehen zum Hin-und-Her-Drehen – faszinierend!

Doris Schuppe

Fotos & Screenshots: DoSchu / DoSchu.Com

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Sag’s mit Zahlen: digitales Deutschland 2013

Zahlen Masstab (Ilustration) mit Foto von gerard79 / sxc.huStatt Bauchgefühl eine Zusammenstellung aktueller statistischer Daten rund um die geschäftliche und private Nutzung von Internet, Mobile Web und Social Media in Deutschland.

76,5 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren sind online, meldet der „D21-Digital-Index – Auf dem Weg in ein digitales Deutschland?!„, eine April 2013 vorgestellte Studie der Initiative D21, vielleicht der einen oder dem anderen als „(N)Online-Atlas“ bekannt.

Und doch sind die Autoren der Studie bei detaillierter Betrachtung nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen: weiterlesen