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Sharing is Caring – im Social Web

Wir machen den Unterschied, die Nutzer/innen.

Herzstein - Sharing is CaringSocial Media werden inzwischen in weiten Strecken schon fast wie Fernsehen genutzt, da entgeht schon mal die Option der Steuerung. Nutzende betrachten sich als Opfer von Filterblasen– und Echokammer-Effekten(1), die jedoch auch durch das eigene Handeln geprägt werden. Schließlich notieren soziale Netzwerke wie Facebook was die Nutzer/innen interessiert und haben den Anspruch, ihnen vorwiegend die Infos anzuzeigen, die für sie von Belang zu sein scheinen.(2)

Auch wenn Interaktionen auf den mehr oder weniger öffentlichen Plattformen zurückgehen, Social Media ist nicht tot. Es verändert sich, wir verändern uns – was nach über 10 Jahren Facebook- oder Twitter-Geschichte, um die herausragenden Netzwerke der letzten Jahre zu nennen, nicht wirklich verwunderlich ist. Und ja, ich fasse Messenger-Anwendungen wie Facebook Messenger, Telegram, WhatsApp etc. ebenso zu Social Media wie die bekannten Social Networks. Wer über diese Kanäle kommuniziert ist Social Media-Nutzer/in – und enorm aktiv wie kreativ! weiterlesen

Was lehrt uns Glittersport?

einhorn emojiAnfang November kündigte der bekannte Schokoladen-Fabrikant Ritter Sport eine Spezialvariante an: Einhornschokolade. Mit der Resonanz war das Unternehmen überfordert, jede Menge Rückmeldungen enttäuschter Schokolade-Fans zeigen: Hier ist was schief gelaufen.

Quadratisch. Magisch. Wut.

Was können wir aus dem Fallbeispiel lernen? weiterlesen

Beruflich und privat im Social Web

illustration doschu herzEine wichtige Diskussion aus Beratungen und Seminaren: Wie gehe ich mit der beruflichen und privaten Nutzung von Social Media um? „Auf Facebook bin ich ganz privat, Themen aus meinem Unternehmen vermeide ich.“ Eine wichtige Thematik für jede/n, die/der sich auch beruflich im Social Web bewegt.

Es gab in jeder der Seminargruppen an der Akademie der Bayerischen Presse oder in der Beratung dieses Thema. Spätestens wenn es darum geht, wie oder ob Menschen in der Belegschaft zu Markenbotschafter werden sollen. Genauso stoße ich immer wieder auf das Spannungsfeld Privat- und Berufsleben im Rahmen der Diskussionen um Coworking, Digital Nomads und der Zukunft der Arbeit. weiterlesen

25 Minuten am Tag: Schreiben fürs Blog

Uhr fürs BloggenJa, ich weiss: Social Media und besonders ein Blog betreiben bedeutet Schreiben. Und das ist nicht einer jeden Sache. Dafür hilft es viel für die Reputation. Mit diesen Tipps geht das Schreiben einfacher von der Hand. Probiert es aus!

In Fachmagazinen, auf Konferenzen oder in Beratungen lautet das Credo: Schreibt ein Corporate Blog. Neben der Anregung mit Interviews und Gastbeiträgen die Schreiblast zu verteilen, bleibt dennoch ein Stück kreatives Textweben bei den Bloggern im Unternehmen.

Erfolgsautor Stephen King bringt täglich 2.000 Wörter zu Papier – ein Pensum, dass wir neben unseren geschäftlichen Aufgaben selten bewältigen können. Nichtsdestotrotz ist ein Buch „Das Leben und das Schreiben“ eine inspirierende Quelle, wie ich bereits in „Kein Bock auf Blog?“ erzählte.

Tipp 1: 25 Minuten jeden Tag

Gehen wir weg von der Zeichenvorgabe und setzen uns eine zeitliche Vorgabe: Jeden Tag 25 Minuten konzentriert am Blog schreiben. Das ist mein zentraler Ratschlag. Und wenn euch 25 Minuten zu lange sind, dann macht 15 Minuten draus. Aber nutzt die Zeit wirklich ohne Ablenkung jeden (Arbeits-)Tag.

Warum 25 Minuten? Das resultiert aus den Empfehlungen von Francesco Cirillo, der die so genannte Pomodoro Technique entwickelt hat. Details dazu findet ihr auf seiner verlinkten Website.

Bei der Einhaltung der 25 Minuten stellt ihr euch einen Timer:

  • Küchen-Timer: Manche beflügelt das Ticken, mich nervte es, da musste ein lautloser digitaler Timer herbei (im Muji Store wurde ich günstig fündig)
  • Website mit Pomodoro Technique-Timer: Viele Online-Angebote steheh euch hier zur Auswahl, u.a. Tomato-Timer.com, der auch mobil optimiert ist
  • Smartphone Timer-Funktion oder App: Hier habt ihr ebenfalls die Qual der Wahl, mir gefällt die aufgeräumte iOS-App Pomodrone

Tipp 2: Don’t break the chain

Niemand geringeres als der Standup-Comedian Jerry Seinfeld gab diesen Rat, jeden Tag zu schreiben. Im lifehacker-Blogbeitrag schreibt Gastautor Brad Isaac wie ihm Seinfeld empfahl, einen großen Wandkalender und einen dicken roten Filzschreiber zu besorgen.

Jeden Tag dokumentiert ein großes „X“, dass geschrieben wurde: „After a few days you’ll have a chain. Just keep at it and the chain will grow longer every day. … Your only job next is to not break the chain“, so der erfolgreiche Autor. Auch hier gibt es inzwischen reichlich elektronische Helferlein, wenn ihr nach „Seinfeld“ oder „Don’t break the chain“ sucht.

Tipp 3: Arbeitet parallel

Wenn ihr euch also täglich ans Bloggen setzt, arbeitet an zwei bis drei Blogbeiträgen parallel. Fließen keine Worte in den ersten Minuten eurer 25-minütigen Einheit für das eine Thema, dann nehmt euch eines der beiden parallelen Themen vor.

Durch das tägliche Befassen mit den Blogbeiträgen arbeiten nach meiner Erfahrung die lieben grauen Zellen im Hintergrund am Thema. Oft fällt mir dann zu einer anderen Gelegenheit am Tage ein Aspekt ein, den ich dann schnell notiere.25 Minuten Schreiben fürs Blog

Tipp 4: Geräte-übergreifendes Schreiben

Was mich zu meinem vierten Tipp bringt: Habt immer ein Notizbuch zur Hand, damit die Blogbeiträge weiter geschrieben werden können. Logisch dass ich da elektronisch unterwegs bin, statt wie früher immer ein Notizbuch einzustecken.

Ich habe lange nach DER perfekten App gesucht. Meine Lieblings-Anwendung ist inzwischen Evernote. Hier kann ich rasch Aspekte notieren, Texte schreiben, bei Recherchen einzelne Ergebnisse notieren.

Wichtig: Evernote stellt nur in der Premium Version die Einträge in meinem Blog-Notizbuch auch ohne Online-Zugriff zur Verfügung. Da das ja hin und wieder vorkommen kann, starte ich die Evernote App auf dem Smartphone kurz bevor ich Haus verlasse (dann synchronisiert sie die Notizen).

Kein Problem falls ich es vergessen habe: Dann notiere ich einen ergänzenden Einfall in einer neuen Notiz, über die „tags“ (Stichworte) markiere ich den Eintrag. Ist das Internet wieder verfügbar, können die einzelnen Beiträge über die tags einfach wieder zusammengeführt werden.

Tipp 5: Ideen sofort wiederauffindbar notieren

„Da hatte ich mal einen coolen Beitrag gelesen, aber nicht mehr wieder gefunden.“ Kommt das bekannt vor? Das habe ich schon lange nicht mehr gesagt.

Im Web-Browser speichere ich den Link mit entsprechender Passage in Evernote. Wenn ich eine Passage oder einen Link aus einem gedruckten Werk nicht vergessen möchte, halte ich es rasch mit der Handykamera fest. Das Foto schicke ich mit kurzer Notiz sodann per E-Mail an mein Notizbuch.

Robot sagt: 25 ;)Übrigens: Wenn ihr Newsreader wie Flipboard, Blogbox oder Feedly auf euren Tablets oder Smartphones nutzt, könnt ihr via E-Mail oder direkt zu Evernote recherchierte Details speichern. Sehr praktisch!

Auf geht’s!

Berichtet ihr mir im Kommentar, wie diese Tipps euch geholfen haben?

Notiz am Rande: Für diesen Beitrag habe ich 3 Pomodoro-Einheiten verbraucht plus 2 für die Illustration.

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Marken und Anbietern

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Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

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Studie: Work-Life-Balance und Abeitgeberattraktivität

fauchende KatzeUnternehmen und Recruiter wollen die interessantesten Mitarbeiter gewinnen. Dazu müssen sie als attraktiver Arbeitgeber glänzen. Diese Wahrnehmung wird von 4 Faktoren bestimmt, darunter auch die Work-Life-Balance. Jedoch sollten Unternehmen lieber darauf verzichten, diese mit trennender Begrifflichkeit hier ‚Work‘ da ‚Life‘ zu kommunizieren, rät eine Studie.

„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ erinnerte uns letztes Jahr der Philosoph und Chefredakteur des Maganzins Hohe Luft Thomas Vašek zur Veröffentlichung seines Buchs Work Life Bullshit.

Dass das Leben nicht erst am Feierabend beginnt – nun ich denke dazu haben viele Social Media-Anwendungen und die Verbreitung von Smartphones beigetragen. Wobei weiterhin richtig bleibt: Nicht jeder beruflichen Situation wohnt der Freiheitsgrad inne, diese tatsächlich zu mehr Lebensqualität entwickeln zu können.

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

Aber zurück zur Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser empfiehlt:

„Objektiv betrachtet sollten Unternehmen, die ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit steigern möchten, das Thema Work-Life-Balance also eher nicht in den Vordergrund stellen. Es könnte suggerieren, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen.“
Oliver Gansser / FOM Aktuelles

4 Faktoren für die Arbeitgeber-Attraktivität

Welche Erkenntnisse legen diese Einschätzung nahe? Die Studie an der FOM in München untersuchte die Arbeitgeber-Attraktivität der acht größten Arbeitgeber in München und Umgebung. Befragt wurden 141 Männer und 223 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt gemäß Studienergebnis von diesen vier Faktoren ab:

  • Reputation eines Unternehmens: „Die Reputation hat einen starken positiven Einfluss auf die Identifikation mit einem Wunscharbeitgeber, die durch Erwartungen an diesen dargestellt wird.“
  • Arbeitsinhalte: „Der Arbeitsinhalt wirkt auf den Menschen intrinsisch motivierend.“
  • Unternehmenskultur: „Ein potenzieller Arbeitnehmer legt sich nur dann auf ein Unternehmen fest, wenn dieser sich mit der Kultur und den Wertevorstellungen des Unternehmens identifizieren kann.“
  • Materielle Aspekte: Das Anreizsystem ist lange überholt, siehe beispielsweise Handelsblatt-Beitrag von 2012: Ein hohes Gehalt ist nur die halbe Miete

Alle diese vier Faktoren wirken insgesamt auf die Attraktivität eines Arbeitgebers. Die beiden erstgenannten – Unternehmens-Reputation und Arbeitsinhalte – wirken laut Studie jedoch wesentlich stärker auf die Attraktivität als die Faktoren Unternehmenskultur oder materielle Aspekte. Dazu hebt die Studie hervor:

„Bemerkenswert ist der signifikant negative Einfluss von Work-Life-Balance (…) Dies zeigt, dass die Auskunftspersonen eine zu positive Ausprägung der Kriterien zu Work-Life-Balance als eher negativ bezüglich der Gesamtbewertung zur Arbeitgeberattraktivität sehen.“

Die Studie gibt gleich konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen mit:

Warnung vor diesem Effekt in der Kommunikation…

„Work-Life-Balance sollte eher nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, da dies suggerieren könnte, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen. Diese Einstellung wirkt sich negativ auf die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität aus.“

…und Empfehlung zur Image-Pflege:

„Aufgrund der Daten der vorliegenden Studie und der signifikanten Ergebnisse, sollten Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber verbessern wollen, vorwiegend die Faktoren Unternehmensreputation und Arbeitsinhalte stärken.“

Storytelling in der Kommunikation statt Abschreckung

Viel zu tun – denn gerade der Begriff Work-Life-Balance ist inzwischen nicht nur Standard in Seminarangeboten sondern auch auf Unternehmens-Seiten im Karriere-Bereich zahlreich vertreten. Ein Grund mehr dieses Schlagwort in der Kommunikation durch authentisches Storytelling abzulösen.

Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erzählen Besuchern der Website oder Fans der Facebook Seite mehr über das Unternehmen: Sie gewähren Einblick in die von der Studie als wichtig herausgestellten Arbeitsinhalte. Und sie legen Zeugnis ab über die Unternehmenskultur.

Diese Stories gehören nicht erst seit dieser Studie auf den Themenzettel der Content-Strategie für Unternehmen. Nicht zu vergessen: Neben den Inhalten für die öffentliche Kommunikation genauso an die interne Kommunikation denken.

Messung der Arbeitgeberattraktivität: Eine empirische Studie (PDF)

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Marken / Unternehmen.

Neuland-Lounge – mit Claudia Hilker

Illustration :: Neuland Lounge (Foto: WavebreakmediaMicro)Neuland war das Internet für Claudia Hilker Anfang 1990. Damals erklärte sie noch die technologischen Grundlagen. Heute stehen die Prozesse im Unternehmen und geschäftliche Anwendungen rund um digitale Technologien im Fokus. Die bekannte Buchautorin läßt uns im Interview an ihren Erlebnissen aus 23 Jahren Internet teilhaben.

Claudia Hilker kenne ich vorwiegend virtuell – zum Beispiel über die Webgrrls, das Netzwerk für Frauen, die geschäftlich mit und in neuen Medien arbeiten. Selbstverständlich auch via soziale Medien wie Facebook und Twitter. Und darüber kam auch der konkrete Kontakt für das Interview in der Neuland-Lounge zustande.

Über die Blogserie Neuland-Lounge
Für die einen ist es „Neuland“, für andere bereits eine vertraute Heimat: Internet und inzwischen Social Media-Plattformen wie Facebook und Xing. Kindern erklärte bereits 1999 die Sendung mit der Maus im WDR-Fernsehen, wie das Internet funktioniert. In dieser Serie stellen Interviewpartner ihre Reise nach Digitalien und durch Digitalistan unter persönlichem Blickwinkel vor.

Kurzportrait Claudia HilkerClaudia Hilker
#Marketing #Internet #Leadership
Die Unternehmensberaterin für digitale Marketing-Kommunikation Claudia Hilker sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen und begleitet Kunden im Reputationsmanagement. Sie schult Fachkräfte zum gezielten Social-Media-Einsatz und Führungskräfte in Digital Leadership. Die Fachautorin hat Lehraufträge an Hochschulen und schreibt auf vier Blogs über Marketing-Kommunikation, Social-Media-Marketing, Finanzmarketing und Digital Leadership.
Claudia Hilker, Hilker Consulting / Twitter / Facebook / Google+ / XING

Seit welchem Jahr bist Du online? Wie kam es dazu, was waren die Anfänge (privat oder beruflich)?

Claudia Hilker: Seit 1990 bin ich online. Damals war ich mit einem Informatiker liiert, der mir den Einstieg erleichtert hat. Das Internet war seinerzeit noch nicht so einfach zu nutzen wie heute. Wir mussten uns mit einem Analog-Modem ins Netz einwählen. Und es war so langsam wie eine Schnecke!

Das Internet habe ich für mein Studium Deutsch, Literatur und Medienwissenschaft eingesetzt. Ab 1992 habe ich Vorträge für Unternehmen gehalten und das Internet mit den Hintergründen wie ARPANET oder TCP/IP erklärt. Schließlich kannte es kaum jemand aus eigener Erfahrung, da hat man gezweifelt, ob das überhaupt funktioniert, geschweige denn mal Auswirkungen auf die Wirtschaft und Unternehmen hat.

Was bedeutet digitales Leben und Arbeiten heute für Dich konkret?

Claudia Hilker: Vor allem neue Wahlfreiheiten: Ich kann beispielsweise entscheiden, ob ich eine Konferenz wie die re:publica persönlich in Berlin besuche oder per Webinar, Livecast oder Hangouts erlebe. Ich kann wählen, welche Inhalte ich im persönlichen Gespräch vermittle oder per Mail, Video oder Blogbeitrag, E-Book etc. Und die Kommunikationsformate an die Ziele, Zielpersonen und Situationen anpassen.

Claudia Hilker - InternetDer persönliche Kontakt ist für mich immer noch wichtig als besonderes Erlebnis. Aber in Zeiten der vielfältigen technischen Kommunikationsmittel, ist es auch möglich persönliche und virtuelle Begegnungen zu verbinden. In Situationen, wo ich räumliche Distanzen überwinden muss, ist es sehr hilfreich für mich mit digitalen Technologien zu arbeiten. Ich kann quasi im Home-Office mit Menschen beruflich oder privat in Kontakt treten. Für viele Firmen ist es der einzige Weg, um im globalen Wettbewerb in Zukunft zu bestehen.

Wir brauchen in Zukunft noch mehr Medien- und Kommunikationskompetenz in den Unternehmen, damit Fach- und Führungskräfte Social Media und Enterprise 2.0 zielgerichtet einsetzen können. Der digitale Wandel ist für die gesamte Wirtschaft nicht neu, das Internet gibt es schon länger, aber er erfährt jetzt einen neuen Druck, weil sich die Kunden vernetzen, online kommunizieren und gerade die Digital Natives „always online“ sind. Viele Studien bestätigen, dass sich somit die Unternehmen auch an die neuen Rahmenbedingungen anpassen müssen.

Was begeistert Dich am meisten an Internet, Social Media, Mobile Web?

Claudia Hilker: Ich habe über Social Media viele interessante Menschen kennen gelernt die ich im wirklichen Leben nie getroffen hätte. Zum Beispiel habe ich für meine Social-Media-Bücher Menschen aus New York und Südafrika über Facebook gefunden und im Chat interviewt. Mein Buchprojekt hat gezeigt, dass Social Media funktioniert, wenn man Ziele und einen Vorgehensplan hat.

Insofern hat Social Media mein Leben bereichert. Auch im beruflichen Kontext finde ich es spannend, Geschäftskontakte über Social Media aufzunehmen. Interessant finde ich auch, dass die Wissenschaft über Social Media sich noch am Anfang befindet. Deshalb engagiere ich mich auch mit Lehraufträgen und schreibe meine Dissertation über Social Media, um die theoretischen Grundlagen mitzugestalten.

Welches Gerät hat Deine Art zu arbeiten am meisten verändert, verbessert oder gar revolutioniert?

Claudia Hilker: Das Smartphone hat mein Leben am meisten verändert, denn es führte dazu, dass sich immer und überall online bin. Technologie macht mein Leben besser, denn ich kann Themen, Kontakte und Lösungen jederzeit autonom online finden und somit die Hürden des Alltags leichter meistern.

Dragon habe ich aktuell wieder neu entdeckt. Das ist eine Spracherkennung, mit der ich in Deutsch oder Englisch Texte diktieren oder Websites oder Browser bedienen kann. In den ersten Jahren war die Spracherkennung noch ungenau und forderte einen hohen Aufwand in der Nachbearbeitung. Heute funktioniert das tadellos und sehr präzise.

Welches besondere Erlebnis fällt Dir zur Web-Nutzung ein?

Claudia Hilker: Meine Aufnahmeprüfung für meine Dissertation an der Universität Bratislava! Die habe ich nämlich erfolgreich per Skype gemacht. Für die Professoren war das die erste virtuelle Aufnahmeprüfung im universitären Kontext. Modern und aufgeschlossen habe ich das empfunden und natürlich aufregend, schließlich wurde ich geprüft.

Ach und noch eins: In diesem Jahr habe ich mit PR-Gateway ein Webinar über PR und Social Media gehalten, wobei ich mit dreißig Teilnehmern gerechnet habe. Überraschenderweise haben fast 250 Teilnehmer daran teilgenommen. Dabei war die interaktive Diskussion so rege, dass wir die vereinbarte Zeit überschritten haben.

Claudia Hilker - ZeitkillerUnd da heisst es doch oft, Webinare haben es schwer in Deutschland! Welchen Rat gibst Du neuen Online-Entdeckern mit auf die Reise durch Digitalien?

Claudia Hilker: Mein Tipp: Offen sein für neue Entwicklung und Technologien mit Fokus auf den eigenen Nutzen. Verzetteln ist ein Risiko für alle Menschen, die sich mit Leidenschaft für das Neue begeistern.

Wichtig also zu fragen: „Mit welchen digitalen Technologien mache ich mein Leben einfacher, angenehmer oder/und effizienter?“ Der höchste Nutzen sollte Priorität haben, sonst wird Technik zum Zeitkiller.

Vielen Dank für den persönlichen Reisebericht!

Hier gibt es weitere Beiträge der Serie Neuland Lounge.

Doris Schuppe
Illustration mit Fotos von WavebreakmediaMicro / fotolia.com, CDJensen / sxc.hu sowie DarkSide / sxc.hu

Neuland Lounge – mit Ilse Mohr

Illustration :: Neuland Lounge (Foto: WavebreakmediaMicro)Auf der re:publica dieses Jahr fiel sie mir auf: Ilse Mohr. Durch ihre Beiträge zu unserer Aktion #rpStory13. „Silvernerd“ heisst ihr Blog. Silvernerd?! Ja genau, jetzt gibt’s Content (nicht nur) für die Zielgruppe 50plus.

In ihrem Blog definiert Ilse Mohr „Silvernerds“ augenzwinkernd als „durchgeknallte ü50er, die plötzlich anfangen zu twittern und zu bloggen und aufhören, ihre Haare zu färben. Sie fühlen sich zu jung, um den Anschluss an die Welt zu verlieren, und tauschen Rezepte für Grießklößchen gegen Infos über dieses Internet.“ Eben dieses Neuland. Ich freue mich sehr, dass Ilse mir auf meine neugierigen Fragen geantwortet hat. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Klaus Eck

Illustration :: Neuland Lounge (Foto: WavebreakmediaMicro)„Wer liest das alles eigentlich?“ – kommentieren Beistehende oft das Geschehen in sozialen Netzwerken. Mehr als in digitalen Feedback-Auswertungen messbar ist, weiss ich aus eigener positiver Erfahrung. Genauso erlebt es auch Klaus Eck, der uns für die Neuland Lounge einen persönlichen Blick in seinen digitalen Lifestyle gewährt.

Obwohl wir beide in der überschaubaren Universitätsstadt Marburg studierten, sind wir dort aneinander vorbei gelaufen. Erst in München führten uns die Wege zusammen, als ich in der Pressestelle für CompuServe Deutschland tätig war: Klaus Eck gehörte zu meinen Journalistenkontakten. Mit Klaus treibe ich in München die Aktivitäten des lokalen Social Media Club Chapters voran. Und ich unterstütze gerne Projekte seiner Unternehmensberatung. weiterlesen

5 Antworten :: Social Media & German Angst vor dem „Shitstorm“

Klaus Eck :: 5 Antworten Social MediaAktuell facht das Beispiel einer unzufriedenen Kundin eines Mobilfunk-Providers die Angst vor einem so genannten Shitstorm im Social Web an. Stehen die Winde günstig, kann aus einer Beschwerde über mangelhaften Kundendienst ein Flächenbrand entstehen, der plötzlich viele Menschen involviert. Ich sprach mit Buchautor Klaus Eck über das Phänomen.

Obwohl kein Tagesgeschehen hat sich der Begriff „Shitstorm“ sehr verbreitet und wird rasch als Killerargument ins Rennen geführt, um jegliche Aktivität eines Unternehmens im Social Web abzulehnen. Sicherlich bedarf es in betroffenen Organisationen jeder Menge Fingerspitzengefühl und Kompetenz in Krisenkommunikation um auf eine Welle unsachlicher Kritik passend reagieren zu können. „Wenn wir uns die Beispiele ansehen, stehen vorwiegend bekannte Marken im Fokus,“ sagt Kommunikationsexperte Klaus Eck und rät zu einem Frühwarnsystem sowie definierten internen Ansprechpartner für eine rasche Reaktionsfähigkeit. weiterlesen

Buchtipp • Online Reputation & Social Media

Buchtitel Klaus Eck Karrierefalle Internet Der digitale Ruf eines Unternehmens / einer Person für bestimmte Themen zeigt sich an der Zahl und Position der Fundstellen im Suchmaschinen-Ergebnis. Besonders in der geschäftlichen Kommunikation gehört die Online-Recherche im Vorfeld von Einkaufsentscheidungen dazu.

Gleichzeitig befürchten viele, dass ihr Leben plötzlich in der digitalen Öffentlichkeit stattfindet. Dabei sollten wir uns nicht der Öffentlichkeit ausgeliefert fühlen, sondern diese bewusst für eigene Ziele einsetzen. weiterlesen