Startseite » Tagged als "Studie"

Inhalte, die Kunden lieben

illustration doschu herzJe nun, was lieben denn unsere Kunden oder Interessenten an Inhalten in Social Media? Eine Standard-Frage in Workshops und Beratungen zu digitaler Kommunikation. Die Antwort ist: So individuell wie eine Firma, ihre Kundschaft, ihre fachlichen Themen, ihre Mitarbeiter, ihre Expertise, ihre Zielsetzungen, ihre Produkte oder Dienstleistungen sowie ihr Budget, Innovation u.a. sind auch Inhalte für den Dialog im Social Web.

Patentrezept hier Fehlanzeige. Komisch, dass Unternehmen ungeachtet der vielfältigen Möglichkeiten lieber Berater oder Workshop-Dozenten fragen, was ihre Kunden interessiert, statt diese selber zu befragen. Den Vertrieb oder Kundendienst anhalten, im Gespräch mit Interessenten oder Kunden relevante Themen herauszuhören. Online-Fragebogen nutzen, Facebook-Posts als Nachfrage gestalten, Abteilungs-übergreifende Brainstormings im Unternehmen starten… weiterlesen

Mobile makes the world go ‚round

Illustration Mobile FirstWie lest ihr diesen Blogbeitrag gerade? Am Desktop oder Laptop – mit einer App im Smartphone oder auf einer mobilen Website via Tablet? Falls ihr über eine Suchmaschine auf das Blog gelangt seid, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihr mobil zugreift…

Denn im Mai dieses Jahres meldete die größte Suchmaschine Google, dass inzwischen mehr Suchen via mobilem Endgerät gestartet werden als mit Desktop-Rechnern(1). Das bedeutet, dass der erste Kontakte mit der Website eines Unternehmens häufig mobil erfolgt.

Mobile Besucher auf der Website

Sehen wir da gut aus? In Social Media-Workshops rufe ich die Websites der Teilnehmer gerne auf Handy oder Smartphone auf. Schliesslich greifen beispielsweise mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer mobil auf das Social Network zu. Wird in der Facebook Seite eine Verlinkung auf eine Website veröffentlicht, betrachten die Abonnenten der Seite die Seite im Handy oder Tablet.

Mehr als die Hälfte der Deutschen – 54 Prozent – surft mobil im Internet. Das ermittelte die Studie der Initiative D21 (PDF) bereits 2014. Schon letztes Jahr nahm die Zahl derjenigen, die mit Smartphones oder Tablets online gehen, gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozentpunkte zu. Wenn ihr das hier lest, ist der Anteil inzwischen sicherlich deutlich höher.

Infografik: 54% der Deutschen surfen mobil | Statista

Mobile first bei mobilen Suchanfragen

Entsprechend hat Google die Algorithmen seiner Suchmaschine angepasst, die ja schließlich Webseiten für ein optimales Nutzererlebnis in dem Verzeichnis (Index) präsentieren will. Recherchieren ONline-Anwender per Smartphone oder Tablet werden ihnen entsprechend darauf optimierte Seiten bevorzugt zur Suchanfrage angeboten.

Was tun?
Auf einer Website von Google(2) kann getestet werden, wie gut die eigene Seite mobil dargestellt werden kann:

DoSchuCom - mobil optimiert

Wenn der Test negativ ausfällt: Mit dem Webdesign-Team über ein responsives Design sprechen. Also eine Webdesign, das die Darstellung und die Inhalte der Website je nach zugreifenden Endgerät anpasst. Dann klappt’s auch mit dem mobilen Besucher!

Links
(1) Google Building for the next Moment
(2) Test ob Websites als für Mobilgeräte optimiert gelten

Doris Schuppe

Foto: DoSchu / DoSchu.Com; Chart: de.Statista.com; Screenshot Testergebnis

Like it? Share it!

Social Media & Mobile Internet in Zahlen

globus doschuEin umfangreiches Zahlenmaterial hat die Agentur We Are Social ermittelt. 376 Folien liefern die verschiedensten Daten von Internet-Zugang, Mobilfunkverträgen bis zu Social Media-Nutzung.*

In punkto Social Media Durchdringung liegt Deutschland mit einem Wert von 35% über dem weltweiten Durchschnitt von 29%. Aber: Dieser Wert hat sich gegenüber Studienausgabe 2014 nicht verändert.

2,1 Stunden pro Tag beträgt die Zeit, die deutsche Online-Nutzer im Social Web verbringen. Weniger als der globale Durchschnitt von 2,4 Stunden pro Tag. In Europa liegt Deutschland hinter Italien und Großbritannien, gleichauf mit Polen und knapp über Frankreich, Spanien und den Niederlanden. weiterlesen

Content 2015 :: Video, Vine, Instagram und Co.

Mobile VideoKönnen Unternehmen langfristig ohne Bewegtbild-Inhalte effizient kommunizieren? Und was hat das mit der zunehmenden Online-Nutzung per mobilem Endgerät zu tun? Was tut sich gerade im Online-Video-Sektor? Darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Sehr provokativ warnt Eddie Tomalin im Blog des Video-Ad-Dienstleisters unruly Marken vor enormem Aufholbedarf, wenn sie Online-Video auf neuen Plattformen wie Vine ignorieren:

„No longer can brands brush these new age video platforms under the digital rug. As time passes, competition is rising fast and brands across the globe are missing their opportunity to engage their ever-growing mobile video audiences.“(1)

Video – da tun sich in Deutschland immer noch viele Unternehmen schwer und verzichten darauf. Online geht je nach Zielgruppe dann die Kommunikation an deren Nutzungsverhalten vorbei. Ein paar Zahlen zur Video-Nutzung im Internet:

Online-Videos: regelmäßige Nutzung bis zu 92%

Der jüngste D21-Digital-Index zum Stand der digitalen Gesellschaft meldet(2):

  • 76,8% der Deutschen – knapp 54 Millionen Personen über 14 Jahren – sind online
  • Durchschnittlich sehen 66% der Internet-Nutzer Deutschlands regelmäßig Online-Videos
  • 53% nutzen kostenfreie „Internet-Angebote (z.B. YouTube-Videos)“ zur Wissensaneignung
  • Je nach Nutzergruppe ist der Online-Video-Konsum deutlich höher: 88% der so genannten „Passionierten Onlinern“ schauen regelmäßig Videos online
  • Je nach Altersgruppe ist die Nutzung enorm erhöht: 92% der 14-29-Jährigen rufen online Videos ab

Passend zur Video-Bedeutung renovieren die Social Networks Facebook und Twitter ihre Video-Optionen. Haben sie dabei auch das Thema Kurzvideos (micro videos) auf dem Schirm?

Mobile first: Apps sind wichtig

Laut D21-Digital-Index gibt es unter den Onlinern in Deutschland mehr als zwei Drittel mobile Internet-Nutzer (70%). Per Smartphone und Tablets gehören Apps zur mobilen Nutzung.

Und laut Mobile Effects Studie sind fast 42% der Befragten zuhause mobil im Internet, weil sie die Apps nutzen wollen(3). 25,5% der Smartphone-Nutzer haben zwischen 11 und 20 Apps installiert; die Smartphones von 18,5 Prozent zieren sogar mehr als 30 Apps. Knapp ein Drittel der Befragten dieser Studie installiert mehrmals im Monat neue Apps auf dem Smartphone.smartphone shadow

Mobile Nutzung bedeutet natürlich eine Herausforderung für Video-Inhalte. Mit den beliebtesten Apps Vine (gehört zu Twitter) sowie Instagram (gehört zu Facebook) teilen Nutzer kurze Videos. Mobile Konkurrenz für bekannte Plattformen wie Vimeo oder YouTube in punkto Video-Konsum auf den smarten Endgeräten.

Wer jetzt die Lösung darin sucht, bisherigen Video-Content des Unternehmens auf kürzere und quadratische Formate – Micro-Videos – umzuschneiden, ist auf dem Holzweg. Entspricht ein 140-Zeichen-Tweet auf Twitter einem Post auf Facebook? Nein. Jede Plattform des Social Web und ihre jeweilige Nutzer-Community hat eigenen Charakteristika.

Micro Videos

Das gleiche gilt für Video-App-Communities. Dabei geht es nicht nur um die unterschiedlichen Zeitangaben wie Vine mit 6 Sekunden (!) oder Instagram mit 15 Sekunden. Native, spezifische Inhalte passend zu den Nutzer-Bedürfnissen haben Potenzial für Erfolg.

Welche Plattformen gilt es als Unternehmen Aufmerksamkeit zu schenken? Sicherlich ist die App Vine von federführender Bedeutung im Bereich der mobilen Video-Apps. Kein Wunder dass international bereits viele Unternehmen Vine für die Markenkommunikation nutzen. Die eingebaute Stop-Motion-Funktion unterstützt dabei kreative Umsetzungen.

Noch wichtiger als eigene Unternehmens-Inhalte: Einflussreiche Nutzer dieser Plattformen gewinnen, die Produkte in ihren kurzen Videos zeigen.

Im Consumer-Segment haben wir anregende Beispiele:

  • Spielzeuge von LEGO werden in über 66.000 Vines von mehr als 7.600 Vine-Nutzern abgebildet und getagged
  • Gefilmte Vines mit der Kamera GoPro werden markiert, aktuell gibt es über 15.000 Kurzvideos von fast 920 Vine-Nutzern
  • Red Bull verzeichnet auf seinem Vine-Profil https://vine.co/redbull über 103.000 Abonnenten
  • Die Übernachtungs-Community airbnb setzte auf User Generated Content: ein Papierflieger zieht sich durch die Kurzvideos der Vine-Nutzer
  • Autohersteller BMW schließt auf Vine zu den Branchenkollegen Ford, Mercedes, Opel oder Peugeot auf(4)
  • Der Verein Jugend gegen Aids e.V. machte 2013 zusammen mit Vine-Nutzern per Hashtag SixSecondsAgainstAids auf die Gefahren von Aids aufmerksam
  • Hewlett-Packard arbeitet kreativ mit Vine, s.u.

Apropos Hewlett-Packard: Zur Bewerbung des HP Pavillion x360 erreichten die Kalifornier auf der Plattform Vine mehr als 242.000 „Likes“, 118.000 Weiterveröffentlichungen („revines“) sowie fast 7.000 Kommentare über den reichweitenstarken Vine-Nutzer Robby Ayala (https://vine.co/v/MQOOJ30jvLn). Aus mehreren 6-Sekunden-Vines entwickelte der Computer-Herstelle einen 30-sekündigen Fernseh-Spot.(5)

Da kann man nur fragen: Vinest Du schon oder filmst Du noch…

Quellen
(1) unruly Blogbeitrag im Januar 2015: Brands Ignoring Short Form Video…
(2) Digital-Index 2014 der Initiative D21, November 2014
(3) Studie Mobile Effects 2014-2 von TOMORROW FOCUS Media
(4) werben & verkaufen zu Vine-Kampagnen der Automobilbranche
(5) Artikel der AdWeek How HP Turned 6-Second Vines Into a 30-Second TV Ad Brands are repurposing social media, memes into multi-platform campaigns

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Zielgruppen erreichen per Video

Studie zur beliebten Video-Plattform YouTube in Deutschland

youtube icon illustrationFragen wir einen Kollegen oder die Suchmaschine? Lesen wir eine Bedienungsanleitung im Internet oder schauen wir lieber ein erklärendes Video an? Eben. Genau daher zählen Anleitungs-Videos auf YouTube zu den beliebtesten Inhalten.

Wer noch denkt, per YouTube könnten nur Jugendliche erreicht werden, lernt mit der YouTube Global Audience* Studie:

„Die deutschen YouTube-Nutzer sind 30+, gut vernetzt, konsum- und ausgehfreudig und verdienen gut.“

Zahlen & Fakten zu YouTube-Nutzern

Infografik: Google

Klick auf Bild leitet zu Infografik-PDF

Einige Erkenntnisse aus der repräsentativen Studie von IPSOS für Google auf einen Blick:

  • Mehr als die Hälfte der YouTube-Nutzer in Deutschland ist 35 Jahre alt oder älter
  • 65% der deutschen YouTube-Nutzer verfügen über ein mittleres bis hohes Einkommen
  • 84% der Nutzer sind täglich online
  • 15% der YouTube-Nutzer in Deutschland sind unter 18 Jahre alt
  • Unter den YouTube-Zuschauern in Deutschland sind etwas mehr Männer (57%) als Frauen
  • 61% nutzen YouTube in Deutschland via Smartphone

Video-Favoriten: Unterhaltung & Nutzen

Bereits 44% der Befragten stimmen der Aussage zu, dass YouTube faszinierendere Inhalte als das Fernsehen bietet. Welche Inhalte favorisieren Deutschlands YouTube-Nutzern?

An erster Stelle stehen unterhaltende Videos wie Film- oder Musikvideos. Schon an zweiter Stelle werden nützliche Videos genannt: „Von Kochrezepten über Bau- und Strickanleitungen bis hin zu Styling-Tipps.“ Videos mit oder über Tiere folgen an dritter Stelle der Beliebtheit.

Ok, Zielgruppen können mit unterhaltenden oder hilfreichen Bewegtbild-Inhalten zu Produkten erreicht werden – dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung: YouTube-Nutzer teilen aktiv Inhalte und helfen damit Marken, weiter bekannt zu werden.

Meinungsführer YouTube NutzerZudem sind die Fans der größten Online-Video-Community im Vergleich zu Nicht-Nutzern deutlich kontakt- und unternehmungslustiger, so die Marktforscher:

„Deutschlands YouTube-Nutzer gehen 1,4-mal lieber in Restaurants, besuchen 3,3-mal lieber Kinos und 3-mal lieber Live-Events. … 38% der Nutzer des Videoportals posten Kommentare oder Produktbewertungen in Blogs, Foren oder Message Boards. Nahezu die Hälfte teilt Weblinks, 40% teilen Videoinhalte. Insgesamt bewerten die YouTube-Nutzer 1,9-mal eher Produkte, Dienstleistungen oder Restaurantbesuche online als Nicht-Nutzer und transportieren so ihre Erfahrungen aus dem Alltag ins Netz.“

Tipps & Links zu Online-Video und YouTube

Wenn Videos auf YouTube veröffentlicht werden, empfehle ich meinen Kunden:

  • Nutzen Sie den Beschreibungstext zum Video gut aus. Das bedeutet nicht langwierige Schulaufsatz-Beschreibungen zu verfassen. Vielmehr geht es darum im Text Werbung für das Video zu machen, wer es anschauen sollte, was es bringt.
  • Helfen Sie Interessenten dabei weiterführende Informationen per Link auf der Website zu finden. Achtung: Nicht einfach im Beschreibungstext auf die eigene Homepage verlinken. Das Video hat schließlich ein bestimmtes Thema und damit auch einen konkreten Bereich auf der Unternehmens-Website mit mehr Details als die Startseite!
  • Nicht vergessen: Tags eintragen. Auch wenn die Stichworte zum veröffentlichten Video für die Nutzer nicht mehr angezeigt werden, helfen die eingetragenen Suchworte das Video bei entsprechenden Suchanfragen anzuzeigen.
  • Kurzfassungen des Videos als Teaser in den Video/Foto-Plattformen Instagram und Vine (6 Sekunden / 15 Sekunden) nutzen.
  • Video über Social Web-Kanäle des Unternehmens verbreiten: z.B. Blog, delicious, Facebook, LinkedIn, Twitter, Xing.

Hier gibt es mehr zum Thema Bewegtbild und YouTube zu entdecken:
YouTube Creator Playbook (deutsch)
5 Antworten :: Social Media & Video
5 Tipps und mehr zu Google+ Hangouts / Hangouts on Air
10 YouTube Tipps von Gerhard Schröder für Google+ Nutzer und YouTube Einsteiger
Bewegtbild-Trend Hyperlapse Videos (YouTube-Video)

* Über die YouTube Global Audience Study: IPSOS MediaCT befragte im Auftrag von Google YouTube-Nutzer und Nicht-Nutzer in 29 Märkten. In Deutschland wurden 1.509 Personen (1.016 YouTube-Nutzer/493 Nicht-Nutzer) befragt. Details siehe Google Germany auf presseportal.de (s.u.)

Doris Schuppe
Abbildungen: Illustration mit Icon von YouTube sowie Grafik von Google Germany

Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

Der Beitrag gefällt Euch? Dann freu ich mich über Eure Weiterempfehlung:

7 überzeugende B2B Blogs

Illustration mit Foto fotolia.com„B2B-Unternehmen lassen ihre Blog-Community links liegen“, urteilt die soeben veröffentlichte Studie von PR-COM. Gerade mal 24 von 100 untersuchten Blogs von Unternehmen der Internet- und Telekommunikations-Industrie sprechen Deutsch. Den professionellen Ansprüchen der Studienautoren konnten nur wenige genügen.

Erst neulich wies ich auf Studien hin, die den B2B Unternehmen Deutschlands ins Blog schauten. Nun meldet sich die Agentur für Unternehmenskommunikation PR-COM mit einem Whitepaper „Die Blogs deutscher Unternehmen im B2B-Umfeld“. Darin analysiert die Agentur B2B-Blogs der 100 führenden deutschen ITK-Unternehmen.

Warum die Konzentration auf diese Branche sowie auf Blogs?

„Die ITK-Branche wurde beispielhaft untersucht, weil sie als Vorreiter bei der Implementierung neuer IT-basierender Kommunikationsmöglichkeiten – also auch Blogs – gilt. Es ist davon auszugehen, dass andere B2B-Branchen in Deutschland bei Social Media und insbesondere bei der Blog-Nutzung noch schlechter abschneiden. PR-COM hat sich auf Blogs konzentriert, weil B2B-Unternehmen für ihre erklärungsbedürftigen Angebote im Vergleich zu anderen Kanälen wie Twitter, Facebook oder YouTube hier die beste beziehungsweise effizienteste Plattform finden.“ // Pressemitteilung PR-COM-Studie: B2B-Unternehmen lassen ihre Blog-Community links liegen

7 der 24 deutschsprachigen Blogs auf gutem Pfad

Die niederschmetternden Bewertungen einiger Blogbefunde gibt es im verlinkten PDF zur Studie. Sehr unterhaltsam die joviale Benennung der „Blogs, die nicht funktionieren“: Da ist die Rede von Texte wiederverwertenden Recycling-Blogs, von bildfreien Bleiwüsten-Blogs oder Zwangsblogs mit Mitarbeiterautoren, die zum Bloggen „verdonnert wurden“.

Konzentrieren wir uns auf die positiven Beispiele aus der Analyse. PR-COM stufte sieben B2B-Blogs der hundert Kandidaten als „gut“ oder „sehr gut“ ein:B2B Blog Illustration

Die mit * markierten Unternehmen überzeugten mit ihren Blogs die Studienautoren ganz besonders und sind die „Gewinner“ der Studie.

Das Whitepaper benennt alle Untersuchungskriterien und skizziert, was die Autoren als state of the art erwartete: Blogs, die deutschsprachig kommunizieren und gut aufzufinden sind, aktuelle Themen aufgreifende Beiträge, die in guter Frequenz erscheinen, oder auch Themenvielfalt und Content-Stil.

In punkto Content sollte bei der Wahl der Themen fürs Blog stets der Bezug zum Unternehmen gewahrt sein. Hier sind die Studienautoren jedoch nicht so streng, denn „besser mal ein Thema neben der Spur, besser ein Themen-Missgriff als ein staubtrockenes Fachthema nach dem anderen“.

PDF der Studie:
PR-COM-Whitepaper: Die Blogs deutscher Unternehmen im B2B-Umfeld

Doris Schuppe
Illustration mit Foto von Light Impression / fotolia.com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Unternehmen.

Kalenderblatt April 2014

magnolie Foto DoSchuDas war eine Überraschung: Einen Tag nach der 5. Ausgabe der AllFacebook Konferenz in München erstaunte das Social Network Facebook mit einer Impressums-Angabe für Facebook Seiten. Im Laufe des Aprils werden zudem die Seiten in neuem Layout präsentiert. Dazu wartet der April mit einer neuen Auflage des rechtlichen Standardwerks für Social Media-Verantwortliche auf. Und mit einen Trailer into the wild.

Am 25. März 2014 trafen sich über 400 Teilnehmer zur AllFacebook Marketing Conference in München. wissenssucher TwitterOffen sprach Keynote Speaker Scott Woods / Facebook aus, was manch einer nicht wahrhaben will in der vermeintlichen Social Media-Gratiskultur: Die organische Reichweite auf Facebook wird weiter sinken.

In der Beratung lasse ich Kunden zum Verständnis die „Nutzerbrille“ aufsetzen: Die Mechanismen von Facebook filtern für die Nutzer die am ehesten relevanten Neuigkeiten im Social Network heraus. Dabei werden Updates von persönlichen Kontakten gegenüber Posts von Facebook Seiten bevorzugt angezeigt. Diese können durch Anzeigenschaltung mit Targeting-Optionen für mehr Sichtbarkeit sorgen. Schließlich braucht auch das beliebteste Social Network Kapital für den Betrieb. Und da sind Anzeigeneinnahmen quasi ein Klassiker.

Einen interessanten Vortrag für Firmen mit regional aufgestellter Marken-/Kommunikationsstrategie auf Facebook greife ich heraus.

Facebook Seiten für Unternehmen mit Filialen

In seinem AllFacebook Conference-Beitrag zeigt Thomas Hutter auf, welche strategischen und organisatorischen Überlegungen Unternehmen mit regional geprägter Kommunikation rund um ihre Facebook Seite/n anstrengen sollten. Dazu vergleicht er die beiden Optionen „Global Pages“ und „Parent/Child“ von Facebook und skizziert Effekte, Vorteile sowie Herausforderungen in den jeweiligen Umsetzungen.

  • Global Pages wird als Lösung für international aufgestellte Unternehmen angeboten
  • Parent/Child unterstützt Firmen mit zahlreichen lokalen Filialen oder Marken mit Franchise-Nehmern

Facebook Marketing | Global Pages & Parent Child – Die Lösung von Facebook für globale und lokale Strategien von Thomas Hutter / Hutter Consult GmbH

Für alle, die nicht vor Ort zur AllFacebook Conference dabei sein konnten, verlinken die Veranstalter Philipp Roth und Jens Wiese dankenswerterweise die
Vortrags-Präsentationen über die Konferenzseite.

Update verständliches Rechts-Fachbuch

Wer schon mal einen Workshop von mir erlebte, erinnert sich bestimmt daran, dass ich jedem im Social Web-Aktiven rate, sich das Buch „Social Media Marketing & Recht“ von Thomas Schwenke zuzulegen. Denn gerade wir Kommunikatoren oder Marketingverantwortliche sind nicht wirklich vertraut mit juristisch-peniblen Formulierungen.o'reilly Verlagstitel

Nach der Erstausgabe vor zwei Jahren erscheint nun eine Aktualisierung des Werks im O’Reilly Verlag. Was macht das Buch so erwähnenswert? Thomas Schwenke schreibt in seinem Blog, was ihn damals zum Fachbuch antrieb:

„Dabei kann ich jetzt zugeben, dass ich das Buch auch durchaus aus egoistischen Motiven geschrieben habe. Ich habe es nämlich so gestaltet, wie ich Rechtsbücher gerne habe. Verständlich, mit vielen Beispielen und auch unterhaltsam. Vor allem wenn man sich in eine neue Materie einarbeitet, hilft meines Erachtens eine freundliche Einführung mehr als ein aufgetürmter Berg an Paragraphen und dogmatischen Überlegungen.“
Thomas Schwenke / rechtsanwalt-schwenke.de

Voilà! Genau das, was ich jeweils lobend hervorhebe. Das ist keine Mogelpackung, das Buch wirkt tatsächlich nicht wie von einem Rechtsanwalt verfasst.

Beim O’Reilly Verlag gibt es Inhaltsverzeichnis und Probekapitel zu Social Media Marketing & Recht.

Studie Corporate Blogs

Jetzt erst entdeckt: Die Studie „Corporate Blogs 2014“ von Karrierebibel.de. Für die Studie analysierten die Autoren die Blogs der Unternehmen im DAX30 sowie weitere ausgewählte Firmenblogs. Die Mehrheit der untersuchten deutschen Corporate Blogs veröffentlicht die Beiträge ohne festen Rhythmus. Gerade mal fünf der untersuchten Unternehmen bloggt regelmäßig an den gleichen Tagen. Merkposten: Es sind zugleich jene mit höherer Interaktion…

Die Autoren der Studie ermittelten, was Corporate Blogs kennzeichnet, die eine hohe Interaktionsrate mit ihren Lesern erreichen:

  • In den Blogs werden im Durchschnitt drei Artikel pro Woche veröffentlicht
  • Blogbeiträge erscheinen in regelmäßigem Rhythmus – vorwiegend am Montag, Mittwoch und Freitag
    (Tipp: Mittwoch ist die Interaktion am stärksten)
  • Die Autoren werden namentlich und mit Foto vorgestellt
  • Bei der Themenwahl stellen die Blogautoren ihre Leser in den Mittelpunkt
  • Für Kommentare gibt es keine komplizierten Spamschutz-Funktionen, die Anmeldung via Social Login wird ermöglicht
  • Autoren reagieren schnell und beantworten binnen weniger Stunden Fragen oder Kommentare
  • Leser können Artikel via Social Plugins teilen

Details und Steckbriefe zu den betrachteten Unternehmensblogs liefert das PDF zur Studie Corporate Blogs 2014.

Social Network live

Als Vorschau auf den Mai hier der Trailer zur nunmehr 8. Social Media-Konferenz re:pbulica in Berlin. Dort treffe ich alljährlich viele meiner Social Web-Kontakte im „realen Leben“. Dazu vielfältige Anregungen und Inspirationen aus Vorträgen, Diskussionsrunden oder Plausch auf dem Konferenz-Campus.

INTO THE WILD lautet das Motto der re:publica 2014: „Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden?“ Das Konferenz-Team hat sich daher auf die Fahnen geschrieben, ein Programm mit unerwarteten technischen Lösungen sowie überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Netzkultur zusammenzustellen.

re:publica 6.-8. Mai in der STATION BERLIN, Details und Tickets siehe www.re-publica.de (Hashtag #rp14)

Sehen wir uns?

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com; Screenshot Twitter; Buchcover: O’Reilly Verlag

Kalenderblatt März 2014

Illustration MärzIm März kleidet sich die Natur neu ein uns erfreut uns mit Blüten und erstem zarten Grün. Ähnlich bedenkt uns auch das größte Social Network Facebook mit neuer Optik. Dazu noch der Hinweis auf eine neue Studie zur Online-Nutzung von jungen Deutschen unter 25 Jahren.

Frühjahrsputz bei Facebook

Bei Facebook bringt der März neue Optik, wie das Unternehmen letzten Montag ankündigte. Die Änderungen sind bereits auf der Facebook-Seite des Social Networks zu begutachten. Nach und nach werden Seiten mit dem neuen Design ausgestattet. Quasi ein verspätetes Geburtstagsgeschenk (im Februar feierte Facebook den 10. Jahrestag).

Die Facebook Apps sind nun nicht mehr oben unter dem Titelbild der Facebook-Seite angeordnet. Sie befinden sich nun auf dem linken Bereich der Facebook-Seiten.Facebook Seite

Zu den Neuerungen zählen auch Veränderungen im Verwaltungsbereich, dazu mehr bei allfacebook.de „Das ist Neu für die Administratoren“.

Auch die Veranstaltungs-Seiten sehen auf Facebook inzwischen anders aus. Vorteilhaft finde ich das Datum integriert im Titelbild. Einige Details zu den Event-Seiten hat Thomas Hutter in seinem Blog zusammengetragen.

Junge Menschen in der digitalen Welt

Im März 2014 wurde die DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt veröffentlicht. Daraus einige Befunde:

Blüten Foto: DoSchu

  • 98 Prozent der 14- bis 24-Jährigen nutzen das Internet
  • Es wird kaum noch zwischen On- und Offline-Zeiten getrennt – ein Leben „ohne“ ist für die meisten Befragten der Studie nicht mehr vorstellbar
  • Missverständnis zu Bedeutung der Facebook-Freunde: Die Teilnehmer der Studie unterscheiden sehr deutlich zwischen Online-Freunden, persönlichen Bekannten und echten engen Freunden

Details und Studien-Download:
DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com / Screenshot

Studie: Work-Life-Balance und Abeitgeberattraktivität

fauchende KatzeUnternehmen und Recruiter wollen die interessantesten Mitarbeiter gewinnen. Dazu müssen sie als attraktiver Arbeitgeber glänzen. Diese Wahrnehmung wird von 4 Faktoren bestimmt, darunter auch die Work-Life-Balance. Jedoch sollten Unternehmen lieber darauf verzichten, diese mit trennender Begrifflichkeit hier ‚Work‘ da ‚Life‘ zu kommunizieren, rät eine Studie.

„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ erinnerte uns letztes Jahr der Philosoph und Chefredakteur des Maganzins Hohe Luft Thomas Vašek zur Veröffentlichung seines Buchs Work Life Bullshit.

Dass das Leben nicht erst am Feierabend beginnt – nun ich denke dazu haben viele Social Media-Anwendungen und die Verbreitung von Smartphones beigetragen. Wobei weiterhin richtig bleibt: Nicht jeder beruflichen Situation wohnt der Freiheitsgrad inne, diese tatsächlich zu mehr Lebensqualität entwickeln zu können.

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

Aber zurück zur Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser empfiehlt:

„Objektiv betrachtet sollten Unternehmen, die ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit steigern möchten, das Thema Work-Life-Balance also eher nicht in den Vordergrund stellen. Es könnte suggerieren, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen.“
Oliver Gansser / FOM Aktuelles

4 Faktoren für die Arbeitgeber-Attraktivität

Welche Erkenntnisse legen diese Einschätzung nahe? Die Studie an der FOM in München untersuchte die Arbeitgeber-Attraktivität der acht größten Arbeitgeber in München und Umgebung. Befragt wurden 141 Männer und 223 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt gemäß Studienergebnis von diesen vier Faktoren ab:

  • Reputation eines Unternehmens: „Die Reputation hat einen starken positiven Einfluss auf die Identifikation mit einem Wunscharbeitgeber, die durch Erwartungen an diesen dargestellt wird.“
  • Arbeitsinhalte: „Der Arbeitsinhalt wirkt auf den Menschen intrinsisch motivierend.“
  • Unternehmenskultur: „Ein potenzieller Arbeitnehmer legt sich nur dann auf ein Unternehmen fest, wenn dieser sich mit der Kultur und den Wertevorstellungen des Unternehmens identifizieren kann.“
  • Materielle Aspekte: Das Anreizsystem ist lange überholt, siehe beispielsweise Handelsblatt-Beitrag von 2012: Ein hohes Gehalt ist nur die halbe Miete

Alle diese vier Faktoren wirken insgesamt auf die Attraktivität eines Arbeitgebers. Die beiden erstgenannten – Unternehmens-Reputation und Arbeitsinhalte – wirken laut Studie jedoch wesentlich stärker auf die Attraktivität als die Faktoren Unternehmenskultur oder materielle Aspekte. Dazu hebt die Studie hervor:

„Bemerkenswert ist der signifikant negative Einfluss von Work-Life-Balance (…) Dies zeigt, dass die Auskunftspersonen eine zu positive Ausprägung der Kriterien zu Work-Life-Balance als eher negativ bezüglich der Gesamtbewertung zur Arbeitgeberattraktivität sehen.“

Die Studie gibt gleich konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen mit:

Warnung vor diesem Effekt in der Kommunikation…

„Work-Life-Balance sollte eher nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, da dies suggerieren könnte, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen. Diese Einstellung wirkt sich negativ auf die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität aus.“

…und Empfehlung zur Image-Pflege:

„Aufgrund der Daten der vorliegenden Studie und der signifikanten Ergebnisse, sollten Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber verbessern wollen, vorwiegend die Faktoren Unternehmensreputation und Arbeitsinhalte stärken.“

Storytelling in der Kommunikation statt Abschreckung

Viel zu tun – denn gerade der Begriff Work-Life-Balance ist inzwischen nicht nur Standard in Seminarangeboten sondern auch auf Unternehmens-Seiten im Karriere-Bereich zahlreich vertreten. Ein Grund mehr dieses Schlagwort in der Kommunikation durch authentisches Storytelling abzulösen.

Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erzählen Besuchern der Website oder Fans der Facebook Seite mehr über das Unternehmen: Sie gewähren Einblick in die von der Studie als wichtig herausgestellten Arbeitsinhalte. Und sie legen Zeugnis ab über die Unternehmenskultur.

Diese Stories gehören nicht erst seit dieser Studie auf den Themenzettel der Content-Strategie für Unternehmen. Nicht zu vergessen: Neben den Inhalten für die öffentliche Kommunikation genauso an die interne Kommunikation denken.

Messung der Arbeitgeberattraktivität: Eine empirische Studie (PDF)

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Marken / Unternehmen.

Umfrage: Content Marketing in B2B Unternehmen

B2B Social Media (Illustration)Wie nutzen Business-to-Business-orientierte Unternehmen das „Neuland“ Internet? Seit 2009 gibt die jährliche Studie B2B Online Monitor Antworten und Trends. Und braucht jetzt in der Erhebung wieder die Mithilfe von Unternehmen, ihre Erfahrungen und Einschätzungen.

2013 klärte uns die Studie über die Nutzung von Social Media und Mobile Internet durch B2B Unternehmen auf (siehe Bericht im Blog). Im nunmehr 5. Jahr führen das Beratungsunternehmen Die Firma GmbH und die Marktforscher von Consultic die Studie durch. Noch bis zum 17. Januar 2014 nimmt die Umfrageseite Antworten entgegen.

2014: B2B Online Monitor Kings of Content

B2B Online MonitorPassend zu dem im abgelaufenen Jahr viel diskutierten Topthema steht in der Befragung „Content Marketing“ im Fokus. So möchten die Studienverfasser u.a. folgenden Fragen auf den Grund gehen:

• Ist Content Marketing der Schlüssel zum attraktiven, digitalen Gesicht?
• Sind wir längst ‚Kings of Content‘?
• Oder meistern wir die Herausforderungen der digitalen Kommunikation weniger ‚königlich‘ als wir glauben?
(b2b-online-monitor.de)

Teilnehmer erhalten im Frühjahr 2014 eine kostenfreie, detaillierte Auswertung der Befragungsergebnisse. Zudem werden attraktive Preise verlost. Mitmachen bis 17.01.2014:
Befragung zum B2B Online Monitor 2014

Doris Schuppe
Illustration von DoSchu / DoSchu.Com, Logo B2B-Online-Monitor.de

Generation Y oder Millennials zum Kennenlernen

Illustration mit Foto von Happystock / dreamstime.comZunehmend werden sie Mitarbeiter und Kollegen: die so genannte Generation Y. Welche Einstellungen prägen sie und was bedeutet das für Unternehmen? Das analysiert Technomar mit „Fit 4 Generation Y“. Passend dazu liefert eine zweite Studie detaillierte Analysen und Handlungsempfehlungen für den genossenschaftlichen Finanzsektor. Eine prima Basis für die Strategieentwicklung in anderen Industriefeldern.

Share ist das Mantra

Eine im Sommer veröffentlichte Studie von Technomar befasst sich detailliert mit den Interessen der so genannten Generation Y und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Zu der betrachteten Altersgruppe zählen alle, die aktuell jünger als 35 Jahre sind. Zur Einordnung die wesentlichen Gruppen unserer Arbeitsgesellschaft: weiterlesen