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Quo vadis, Social Media 2017

illustration doschu herzDie jüngsten Diskussionen um den Einsatz von Social Media für die Präsidentenwahl in den USA zeigen: Findige Marketeers haben Wege gefunden, das größte Social Network Facebook für ihre Zwecke einzuspannen. Wohin entwickelt sich das digitale Marketing? Was zeigt das Kampagnen-Beispiel? Geht es im Social Web künftig nur noch um die geschickteste Manipulation?

Die erste Manipulation: Der Glaube, mit Facebook lassen sich Wahlen gewinnen. Ich frage mich gerade, ob schon jemand im Unternehmen folgende Ansage hört: „Frau Schmitz, Herr Müller, machen Sie mir eine Facebook-Kampagne, die so wirksam ist wie es alle von dem Trump-Wahlsieg erzählen!“ weiterlesen

Spielräume erfassen: Vielfalt der Kommunikation

dandelion„Brauchen wir Slack?“ – „Sollen wir auf Facebook aktiv werden?“ – „Lohnt sich für uns ein Instagram-Profil?“ Innerhalb des Unternehmens sowie in Hinblick auf die Kundschaft ist es aufgrund der verschiedenen Altersgruppen herausfordernd, den „richtigen“ Kommunikationskanal zu finden. Eine aktuelle Statistik hilft die Vielfalt der bevorzugten Kanäle zu verstehen. Effizienz-Streben und Prozess-Verliebtheit lassen diese Vielfalt schwerverdaulich wirken.

Prozess-Verliebtheit gepaart mit dem Streben nach Effizienz – in vielen Unternehmen das oberste Ziel. Fatal:

„Ein Unternehmen, das immer effizienter und schneller arbeitet, aber nicht die Richtung ändern kann, ist wie ein Auto, das Gas geben, aber nicht lenken kann. Auf kurze Sicht kommt es hervorragend voran, in welche Richtung auch immer. Aber auf lange Sicht ist es einfach nur ein weiteres Wrack am Straßenrand.“
Tom DeMarco „Spielräume“

Auf der Strecke bleiben unter dem Primat der Effizienz Spielräume für kreatives Tun. Und genauso für Flexibilität, um sich auf verändernde Gegebenheiten einzustellen. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, wir leben in Zeiten, in denen sich vieles verändert. So schrieb ich jüngst erst darüber wie sich die Kommunikation weiterentwickelt und Dialoge zunehmend zeitversetzt stattfinden. weiterlesen

Mut statt Perfektion

DigitalienEiner der Gründe, warum Einzelselbständige oder Kommunikations-Verantwortliche vermeiden Social Media-Plattformen zu nutzen: „Ich habe Angst etwas falsch zu machen.“ Neuland betreten fällt vielen Menschen schwer. Klar, es kostet Zeit sich in digitale Medien einzufühlen. Es ist jedoch nicht nur dieser Anfangsaufwand, hier schwingt oft ein hoher Anspruch an sich selbst mit: „Wenn ich auf Facebook, Instagram oder Twitter aktiv werde, dann soll es perfekt sein.“ Und so sperren sie ihren Mut in den Käfig.

Ihr/Sie mögt/mögen es kaum glauben, aber ich kann das sehr gut nachvollziehen. Perfektion habe ich in meinem Studium (Biologie/Informatik) selbstverständlich beigebracht bekommen. Die wirtschaftliche Perfektion lernte ich dann als Fachredakteurin in einer Agentur (herzlichen Dank, Ulf!): Die Abwägung, wann eine Dienstleistung perfekt im Rahmen des Budget und der Vorgaben ist. weiterlesen

Gesprochener Dialog – zeitversetzt

Dialog MobilWer entscheidet, wie Kund/inn/en Kontakt zum Unternehmen aufnehmen? Richtig, die Kund/inn/en sind es, sie wählen die Kanäle, die ihnen am naheliegendsten erscheinen. Das ist nicht unbedingt der Kanal, auf dem eine Firma stark ist. Willkommen in der Social Media-Kommunikation.

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade Messenger & Co. – wie kommunizieren Unternehmen in Zukunft mit Kunden und Followern. Bis zum 15. September werden weitere Beiträge zur facettenreichen Fragestellung angenommen. Die Blogparade traf genau eine Rohfassung für einen neuen Blogbeitrag, den ich jetzt als Beitrag abrundend veröffentliche. weiterlesen

Digitalisierung – alles nur Neuland, oder was?!

Illustration :: Neuland Lounge (Foto: WavebreakmediaMicro)Gerade komme ich von der Cowork2016. Ein Wochenende rund um Digitalisierung und New Work. Warum tun wir uns im Vergleich mit anderen Ländern so schwer mit Digitalisierung, Internet und Social Media? Drei Erklärungsansätze.

In der LEAD digital las ich letzte Woche folgenden Fingerzeig im Interview mit Klaus Eck:

„In Deutschland gibt es diesen Satz ‚Spiel Dich nicht in den Vordergrund‘. Den haben leider sehr viele Menschen beherzigt und das führt dazu, dass jetzt keiner in soziale Netzwerke rein will. In anderen Ländern heißt es hingegen, ‚Präsentiere Dich gut‘.

Ich wünsche mir, dass wir das Schwarz/Weiss-Denken ‚unangenehmes Hervortun – bescheidenes Nicht-Präsentieren‘ ad acta legen. Es gibt genügend Abstufungen, da können wir für uns jeweils den passenden Weg entwickeln. Oft stecken hinter dem Vorwurf der übertriebenen Selbstdarstellung letztlich eigene Ängste. Folgerichtig sammelte Klaus Einschätzungen zu #digitaleAngst:

Meine Antwort: weiterlesen

In den Schuhen der Kunden: Jobs To Be Done

illustration JTBD Jobs To Be DoneSehr lustig: Da gehe ich zu einem vermeintlichen Vortrag zum Themenfeld Getting Things Done (GTD), und stelle fest: Tadaah, es gibt einen Namen für die Art und Weise, wie ich seit Jahrzehnten an meine Artikel- und Kundenprojekte herangegangen bin: Jobs To Be Done.

Marketingleute und Entwickler reden gerne über die Funktionen ihrer Produkte oder Services. Wesentlich wichtiger ist jedoch die Kundenerfahrung: Wo und wie helfen Dienstleistungen oder Produkte den Kunden ihre Herausforderungen zu meistern?

Das sind die Bausteine für eine Kommunikations- oder Content-Strategie, die ich zu Beginn einer Zusammenarbeit herausarbeiten möchte. Welche Jobs To Be Done der Kunden sollen sie unterstützen, wie es u.a. Clayton Christensen, Professor der Harvard Business School, bezeichnet:

“The Jobs-To-Be-Done point of view causes you to crawl into the skin of your customer and go with her as she goes about her day, always asking the question as she does something: why did she do it that way?“
Quelle Clay Christensen’s Milkshake Marketing

JTBD Step into your customers' shoes weiterlesen

Warum disruptive Innovationen?

zitatIn Deutschland sind Menschen weniger bereit, ihr Leben zu ändern, Neuerungen zu begrüßen, den Status quo in Frage zu stellen.(1) Dabei ist es wichtig, die Augen und Ohren nach Veränderung offen zu halten. Wir wären heute – trotz allem „Neuland“ – weit entfernt von Digitalien wenn der Zugang zu technologischen Lösungen auf eine kleine Gruppe beschränkt geblieben wäre. „Disruptive Innovations“(2) war jüngst Thema einer Tweet-Serie von Marc Andreesen mit lesenswerten Statements.

Zu einer Nischengruppe gehörte ich selber als ich mir bereits in den 1980er Jahren den kleinen, teuren Personal Computer gemeinsam mit einem Studienkollegen in günstigen Bauteilen kaufte. Die Geräte empfanden die weissbekittelten Mitarbeiter an den Grossrechnern der Uni sicher zunächst belustigend, dann bedrohlich, da ihr Wissen nicht mehr gefragt war. Wir wählten Kurse in der PC-orientierten Informatik statt mit Convex & Co.

“Eines sollte klar sein: Change happens, auch wenn man sich dagegen wehrt.”
Christoph Bauer im Interview „5 Antworten…“

Ähnlich verhielt es sich mit dem weltweiten Netz von Computern. Bereits in den späten 1980er Jahren erweiterte der Austausch mit anderen Computer-Begeisterten in anderen Städten via Mailbox-Netzwerk meine Kenntnisse. Schon damals überzeugte ich viele Technik-ferne Menschen davon, Computer oder das weltweite Rechnernetz für wissenschaftliche Recherchen oder Hausarbeiten einzuspannen.

Aus der Nische zur Masse

Das zeigte mir sehr deutlich: Für die Durchdringung des Alltags vieler Nutzer müssen Technologien, Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen besonders anwenderfreundlich sein. Bevor Steve Jobs mit dem iPhone die Online-Nutzung via Mobiltelefon vereinfachte, stand ich mit komplexem Zugang zum Internet oder auch nur Mail-Postfach per Handy recht alleine da. Ein Leben ohne „always online“ kann sich mancher inzwischen nicht mehr vorstellen:

Und ja, ich liebe MyTaxi, denn ohne diese mobile App wären Taxi-Unternehmen heute noch à la „das haben wir schon immer so gemacht“ aufgestellt. Vulgo für mich als damaliger Nutzer: Warten in der Leitung der Telefonzentrale und anschließend verzweifelte Rückruf-Versuche in ebendieser Telefonzentrale, sollte das bestellte Taxi nicht auftauchen.

Disruptive Entwicklungen sollten jede Menge Nutzervorteile mit sich bringen. Genau in diese Richtung geht eine kurze Tweet-Serie vor einer Woche von Marc Andreesen, Mitgründer des Venture Capital Unternehmens Andreessen Horowitz in den USA.

pmarca Tweet Disruptive 02

Warum mir seine Tweets auffielen? Mit Marc Andreesen verbinde ich jede Menge persönliche Online-Geschichte. In der Online-Steinzeit nutzte ich den Web-Browser „Mosaic“, den Andreesen mit Eric Bina entwickelte. Die weitere Entwicklung geschah dann in der neu gegründeten Firma, die aufgrund von Namensrechten in Netscape Communications Corporation umbenannt wurde. Der Browser hörte fortan auf den Namen „Netscape Navigator“.

Das Netscape-Team am Münchner Standort kannte ich recht gut – mein Mann arbeitete dort Mitte der 1990er. Mir gefiel neben dem Produkt der Führungsstil – damals disruptiv, heute in einigen etablierten deutschen Unternehmen anzutreffen. Zum Beispiel der partizipative Zugang zu Wissen und Tools, die zuvor nur Vertretern der Unternehmensführung zur Verfügung standen.

Marc Andreesen Plädoyer für Veränderung

Disruptiv ist heute zu einem Standard-Accessoire der Startup-Prosa geworden. Daher erinnert Marc Andreesen (@pmarca) in seinen Tweets vom 2. Dezember 2014 daran, was tatsächlich mit dieser Beschreibung charakterisiert werden sollte:

1/Few intellectual concepts in our time have been mangled by observers more than Clay Christensen’s disruption idea. Some thoughts:

2/CC: „A disruptive innovation gives new consumers access to product historically only available to consumers with a lot of money or skill.“

3/CC: „Disruptors offer a different set of product attributes valued only in new markets remote from, and unimportant to, the mainstream.“

4/The key attribute of disruptive innovation is a new product for a previously underserved market–typically cheaper than existing product.

5/This is inherently pro-consumer: Disruptive innovation only works if customers buy it–and if they do, lives improved vs prior status quo.

6/Similar, disruptive innovation is only funded by investors who believe underserved market exists, customers will buy it, lives improved.

pmarca Tweet Disruptive 07

7/It’s a fabricated myth that disruptive innovation is about destruction: It’s about creation–new products, new choices, for more people.

8/Later, of course, new product often evolves to squarely take on incumbents serving established customers–cheaper & better for them too!

9/Disruptive innovation shrinks inequality, by bringing to lower-income consumers things that only richer consumers had access to before.

10/If you are reading this, many of the things you own that make your life better are the result of prior disruptive innovation.

11/Printing press disrupted books from scribes; recorded music disrupted live concerts in homes, washing machines disrupted live-in maids.

12/Rich people always had books, music, clean clothes, etc.; disruptive innovation made these things available to many more people.

13/In exact same way, sub-$50 smartphones as disruptive innovation to PCs bringing computing & Internet to far more people than status quo.

pmarca Tweet Disruptive 14

14/To be FOR disruption is to be FOR consumer choice, FOR more people bring served, and FOR shrinking inequality.

15/To be AGAINST disruption is to be AGAINST consumer choice, AGAINST more people bring served, and AGAINST shrinking inequality.

16/If we want to make the world a better and more equal place–the more Christensen-style disruption, and the faster, the better!

17/References: http://www.claytonchristensen.com/key-concepts/ http://www.amazon.com/Innovators-Dilemma-Revolutionary-Change-Business/dp/0062060244/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1417540336&sr=8-1&keywords=christensen+innovator%27s+dilemma http://www.businessweek.com/articles/2014-06-20/clayton-christensen-responds-to-new-yorker-takedown-of-disruptive-innovation

Disruptive und Social Web

In der Beratung, in Workshops oder Schulungen betone ich stets die Veränderlichkeit von Social Media: Zum einen die verschiedenen Plattformen an sich, zum anderen die Vorlieben der Nutzer für verschiedene Angebote im Social Web. So geht es im letzten Blogbeitrag Wohin geht die Reise um die Beliebtheit von Messenger Apps, die mehr und mehr Online-Zeit der Nutzer binden.

Wichtige Fragen (nicht nur) für das Social Web-Engagement:

  • Stellen wir heute schon unsere bestehenden und potenziellen Kunden in den Fokus?
  • Kann der Dialog mit ihnen näher an ihren Themen und Fragestellungen geführt werden?
  • Können Service-Leistungen an für sie relevanten Punkten verbessert werden?

Dann los, und die Herausforderung zur Veränderung für den Kunden annehmen!(3) „Zöpfe“ öffnen, neu flechten und neue Frisuren testen. Die gute Nachricht: Das sichert vielleicht das eigene berufliche Tätigkeitsfeld. Plus: Beständig Neues lernen und anwenden hält unser Hirn fit – ein wichtiger Punkt gegen Demenz im Alter.

(1) Siehe Uwe Schuricht in Meedia Der Abgrund zwischen analogen Managern und der digitalen Welt
(2) Zum Begriff siehe Was ist eine disruptive Innovation von Bernd Oestereich bei heise.de
(3) Das gilt übrigens nicht nur für Unternehmen: Wie ein aktueller Blogbeitrag von Matthias J. Lange zeigt, wird in Schulen die Vergangenheit trainiert, statt für die Gegenwart und Zukunft fit zu machen. Dazu passt auch die aktuelle Bitkom-Meldung IT-Ausstattung der Schulen wird immer schlechter

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com bzw. Screenshots Twitter.com

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Der Arbeitsplatz der Zukunft aus diversen Perspektiven

Illustration Arbeitsplatz ZukunftJede Menge Resonanz auf den Aufruf zur Blogparade des Blogs zu CeBIT in Hannover (10. bis 11. März 2014)! Die „Zukunft der Arbeit“ hat jede Menge Facetten: wie Veränderungen an Arbeitsplätzen vollzogen wurden, was in Bewegung ist, was noch zur Diskussion steht.

Bereits letzte Woche erschien mein Beitrag Büro war gestern: Digitalien liegt überall.

Storify Arbeitsplatz der Zukunft

Aus der Vielzahl der teilnehmenden Beiträge habe ich eine kleine Favoriten-Sammlung auf Storify zusammengestellt.

CeBIT Blogparade Tweet

Kalenderblatt Januar 2014

zitatEben war es noch Weihnachten, schon sind wir im Neuen Jahr. Wir füllen unsere Terminkalender mit neuen Terminen und Plänen – ob digital oder Papier. Mit der Terminübersicht 2014 im Bereich Termine der Website bin ich noch nicht fertig; ist noch in Arbeit.

Zitat KierkegaardLetztes Jahr stolperte ich in Berlin über einen guten Spruch auf einem Betonklotz:

„Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“.

Das verkürzte Zitat geht auf den Schriftsteller und Philosophen Søren Kierkegaard (1813-1855) aus Dänemark zurück:

„Es ist ganz wahr, was die Philosophie sagt, daß das Leben rückwärts verstanden werden muß. Aber darüber vergißt man den andern Satz, daß vorwärts gelebt werden muß.“
Søren Kierkegaard

Vorwärts ins Neue

GlückskeksUnd so stürzen wir uns in die Zukunft, ins gerade angebrochene Jahr. Ich freue mich auf die Überraschungen, Neuerungen und Veränderungen. Gleichzeitig werde ich auch selber meinen Teil dazu beitragen, dass etwas Neues in diesem Jahr entsteht. Dazu zu gegebener Zeit mehr.

Damit uns gelingt, was wir uns vornehmen, möge uns der Spruch aus dem Glückskeks den Weg weisen. Oder wie ich es im Business Punk 03/2013 las:

Kill Dein Kaninchen!

Keine Angst, liebe Tierfreunde und Vegetarier, darum geht es: Wenn wir uns im Unternehmen oder am Arbeitsplatz einschüchtern lassen, wir uns Sorgen machen – dann fühlen wir es, das innere Kaninchen. Das uns auch von Wagnissen abhält… Die „Büroparole“ für mehr Zutrauen stammt von Buchautor und Spontaneitäts-Coach Ralf Schmitt, die er im Magazin erläutert:

„Kill dein inneres Kaninchen! Sag ja, lass Fehler zu und sei offen für den Moment. Denn nur wer sich traut zu scheitern, erreicht auch wirklich seine Ziele.“
Ralf Schmitt in Business Punk 03/2013

Auf geht’s!

Doris Schuppe
Illustration: Fotos von DoSchu / DoSchu.Com

Das war 2013, alles Gute für 2014

illustration new year 2014Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Das Jahr, in dem Bundeskanzlerin Merkel vom „Neuland“ Internet spricht. Vom Internet, das viele Menschen und Unternehmen bereits seit vielen Jahren entdecken, entwickeln und als digitale Lebensader nutzen. Ansporn zu meiner Blogserie Neuland-Lounge, die auch 2014 weiter laufen wird.

Digitale Jubiläen 2013

Zur Erinnerung zwei Jahrestage in 2013: Vor 35 Jahren war die erste Online-Mailbox via Telefonleitung erreichbar. Und vor 30 Jahren stellte IBM den Personal Computer XT vor, der das Arbeiten mit Computer enorm veränderte.

2013 feierte die Suchmaschine Google ihren 15. Geburtstag. Wen’s interessiert: Vor den Suchmaschinen arbeiteten wir Internet-Nutzer Link-Kataloge und Website-Empfehlungen durch. Oder wir probierten Linknamen aus und nutzten Bookmarks, um an interessante Quellen im Web zu kommen.

Auf 10 Jahre stößt 2013 das berufliche Online-Netzwerk Xing (ehemals openBC) an und ändert zum Jahresende den Claim zu „For a better working life“. Zum Jubiläum können Xing-Nutzer in einer persönlichen Infografik aufbereitete Statistiken zum eigenen Netzwerk abrufen.

2013 ist auch das Jahr, in dem die am meisten verbreitete Blog-Software WordPress ihren 10. Geburtstag feiert. Die Historie wird passend für die Kommunikation im Social Web in einer Infografik zur WordPress Geschichte zusammengefasst.

Der Blick zurück: 2013

Auf das Jahr blicken beliebte Internet- und Social Web-Plattformen in verschiedenster Form zurück:

Social Web ist Veränderung – auch 2014

Für das kommende Jahr zeichnen sich bereits einige Veränderungen im Online-Universum ab:

Nach der aktuellen Statistik der wertvollsten Internet-Unternehmen der Welt liegt Google auf Platz 2 der Liste nach Börsenwert nach Apple, aber auf Platz 1, wenn der Wertzuwachs betrachtet wird.

Für den Zweitplatzierten in punkto Wertzuwachs, Facebook, wird 2014 sicher eine Herausforderung. 2013 markiert nämlich das Jahr, in dem die führende Plattform für mobilen Nachrichtenaustausch Facebook von der Chat-Lösung WhatsApp überholt wurde. 400 Millionen aktive Nutzer im Monat meldet WhatsApp, die in den letzten vier Monaten allein 100 Millionen neue Teilnehmer gewann. Entsprechend stärkte beispielsweise der Microblogging-Dienst Twitter die Direktnachrichten-Funktion. Und ein beliebtes mobiles Foto-Netzwerk überraschte jüngst mit Instagram Direct.

Ohne Werbeanzeigen wird es bei Facebook für geschäftlich genutzte Seiten 2014 schwierig, Nutzer zu erreichen: „The best way to get your stuff seen if you’re a business is to pay for it,“ sagte ein Sprecher des Unternehmens im AdAge-Interview. Immerhin: Das eingesetzte Budget wird mit einem einmalig differenzierten Konsumenten-Targeting belohnt.

Je nach Zielgruppe fällt das größte soziale Netzwerk Facebook in der Gunst der Nutzer. Die Global Social Media Impact Study meldet, für 16-18-Jährige in Großbritannien und anderen EU-Staaten sei Facebook „dead and buried“. Im Trend liegen Dienste wie Instagram, Twitter, Snapchat und wie schon gelesen WhatsApp.

Auffällig ist dabei, dass die neuen Favoriten mobile Anwendungen sind, die nur einen geringen Funktionsumfang aufweisen. Smart und simple. Besonders Instagram, Snapchat oder WhatsApp brauchen keine großartige Anleitung. Fotos liegen bei Instagram und Snapchat im Fokus.

Alles Gute für 2014 wünsche ich!

Happy New Year

Doris Schuppe
Illustration: Foto von DoSchu / DoSchu.Com

Es ist soweit: Tickets für die re:publica 2014

#rp14 into the wildAngeblich ja ein „Klassentreffen“ – spätestens seit der Ausgabe 2013 wesentlich breiter in der Masse der Online-Nutzer angekommen: die Social Media-Konferenz re:publica. Jeff Jarvis bezeichnete die re:publica laut Veranstalter einmal als „The DAVOS of the people“. Vom 6. bis 8. Mai 2014 treffen sich digital Interessierte in der STATION Berlin.

Wer sich zu Social Media, Mobile Internet und digitale Gesellschaft informieren und austauschen möchte – der Weg lohnt! Heute lief der Ticketverkauf an. weiterlesen

5 Antworten :: Social Media & Coworking

5 Antworten Social Media & Coworking :: illustrationEine neue Arbeitsform erobert die Arbeitswelt: Coworking. Der Begriff und die Idee greifen weiter als Arbeiten oder Zusammenarbeiten. „Coworking“ steht über Arbeiten hinaus für Vernetzung, Kooperation, Empfehlung, Teilen von Wissen und Erfahrungen. Charakterzüge, die wir genauso dem „Social Web“ zuschreiben. Gründerin des ersten Münchner Coworking Space Dr. Sina Brübach-Schlickum kennt und nutzt die Parallelen für ihr innovatives Angebot.

Schon oft sprach ich mit Sina Brübach-Schlickum an der Kaffeemaschine (wichtig!) des Combinat 56 über Coworking. Jetzt haben wir ein Gespräch über Social Media & Coworking als Interview festgehalten. weiterlesen