Mobil auf dem Weg durch die Social City

Foto: Andreas Krappweis istockphoto.comEgal ob Dorf, Kleinstadt oder Metropole – Menschen treffen aufeinander. Viele schätzen es, mit ihrer Familie, ihren Freunden oder Bekannten über Social Networks wie Facebook oder Xing in Kontakt zu bleiben. Genauso können auch die Betreiber von Läden, Cafés, Restaurants oder Kultureinrichtungen mit ihren Gästen verknüpft sein.

Unser Leben hat sich verändert durch den fast lückenlos verfügbaren Netzempfang und die günstigen Internet-Flatrates. Heute helfen leistungsfähige Smartphones dabei, uns in der eigenen Stadt oder in fremden Städten zurecht zu finden. Einen Stadtplan führen nur noch wenige Menschen mit sich.

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade zur Münchner Webwoche von Isarnetz:

In welchen Bereichen seht Ihr die Social City am Entstehen? Wo gestaltet Ihr sie aktiv mit? Bloggt darüber und teilt Eure Gedanken mit uns!
Isarnetz Blogparade Social City

Isarnetz münchen 2014

Statt allein digital verknüpft

Inzwischen ist es eine Vielzahl an Geräten und Anwendungen, die uns beim Erforschen der Stadt unterstützen:

  • Smartphones wissen per GPS-Lokalisierung wo wir sind und zeigen unseren Standort auf einer Kartendarstellung.
  • Kameras speichern zu den Fotos per Geotagging den genauen Ort der Aufnahme
  • Mobile Apps aus der Gruppe der Location Based Services helfen beim Auffinden zum Beispiel von Firmenadressen, Briefkästen oder Cafés.
  • Lösungen rund um das Fitness-Tracking von Fitbit, Jawbone oder Runtastic zählen unsere Schritte und unseren Kalorienverbrauch in der Stadt, über den wir uns via Forum oder Facebook austauschen.
  • Social Networks wie Facebook, Google+, LinkedIn oder Xing lassen uns über ihre Apps mit unseren Kontakte jederzeit in Kontakt treten.

Darüber hinaus: Augmented Reality-Anwendungen, die das reale Abbild in Kameras oder GoogleGlass mit digitalen Zusatzinformationen erweitert. Aktuelle Ideen dazu werden im Rahmen der City Visions – An Augmented Reality Developer Challenge auf der Augmented World Expo zu sehen sein.

Tatsächlich habe ich noch mit Landkarte und Kompass umzugehen gelernt. Solange unsere Smartphones Strom und Netz haben, leiten sie uns auch ohne dieses Wissen durch die Stadt. Und sie verknüpfen uns mit anderen Menschen, wenn wir zu einem Restaurant Empfehlungen anderer Nutzer abrufen. Dazu gibt es viele mobile Anwendungen, die darauf ausgelegt sind, Hinweise und Bewertungen zu allen möglichen Einrichtungen zu sammeln.Foto: DoSchu

Immer auf Empfang: aktive und passive Spuren in der Stadt

Mit solchen Tipps oder Hinweisen hinterlassen wir aktiv elektronische Spuren in der digitalen Stadt, die andere Menschen über ihre Smartphones aufspüren und nutzen können. Quasi wie ein Post-it an der Eingangstür, das uns drauf hinweist, ob sich der Besuch lohnt oder was beim letzten Aufenthalt begeisterte.

Dazu gesellen sich automatische Spuren, die wir schon allein durch das Mitführen eines Handys, das sich von Mobilfunkzelle zu Mobilfunkzelle verknüpft, hinterlassen. Die Sensibilität dieser Daten wurde jüngst durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshof (EuGH) bestätigt.Die wenigsten von uns jedoch schalten ihr Handy ab, wenn sie es eigentlich nicht brauchen. Es könnte ja jemand anrufen…

Die Social City – von Menschen gemacht

Kommen wir zu den aktiven Spuren auf der digitalen Schicht über der Stadt zurück. Hier können wir auf vielfältige Weise als Einkaufsberater, kultureller oder kulinarischer Reiseführer fungieren. Das haben wir im Social Media Club München zuletzt auf dem Mobile City Walk durch München praktisch erlebbar gemacht.

Das Interessante dabei: Wir fühlen uns manchen Menschen, die wir nur flüchtig kennen, stärker verbunden, wenn wir ihnen immer wieder in den virtuellen Welten begegnen. Der Befürchtung, Menschen würden sich nicht mehr sehen und nur noch elektronisch kommunizieren, erzähle ich gerne, dass ich es in allen elektronischen Online-Netzwerken erlebte und erlebe: Der Mensch hält vielleicht digital den Kontakt, will aber auch die Face-to-Face-Kommunikation.Unkonferenz München 2014

Erst zuletzt auf der re:publica in Berlin war das wieder vielfach beobachtbar. Oder denken wir an Jugendliche: Ja, sie kommunizieren viel via Smartphone, aber am liebsten in Gesellschaft… Die Zukunft der Inhalte, Bewertungen und Empfehlungen auf den diversen Plattformen wie Foursquare, Google Maps oder Yelp bleibt abzuwarten. Wie das beliebte Online-Lexikon wikipedia vergessen viele, dass es die Bürger und Besucher einer Stadt sind, die den Social City-Content entwickeln.

Das 2. IsarCamp findet Freitag und Samstag, 23./24. Mai 2014, in der IHK-Akademie München statt. Unter dem Motto „München: Wege zur Social City“ werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf Business und Gesellschaft diskutiert
IsarCamp München

Doris Schuppe
Fotos: Andreas Krappweis / istockphoto.com; DoSchu / DoSchu.Com; Isarnetz / Isarcamp

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