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Wenn nicht jetzt, wann dann: Tipps für’s Sommerloch

Foto: DoSchuKeine Zeit für Weiterbildung? Vielleicht ist ja die Sommerzeit genau der richtige Zeitpunkt dafür: Im Blog von Freelancer.de läuft gerade die Themenwoche „Das Sommerloch sinnvoll nutzen“. Einer der Tipps: „Schärfen Sie Ihr Skill-Profil“.

In Europa haben wir Jahreszeiten, die sich sehr voneinander unterscheiden. In den heißeren Monaten im Sommer liegen die langen Ferien – und damit oft auch weniger Projektgeschäft für viele Selbständige und Freelancer.

Gute Gelegenheit für Aktionen, denen wir uns in neben den beruflichen Aufträgen weniger widmen.

Foto: DoSchu

5 mal Aktivitäten für Freelancer

Die Themenwoche des Freelancer.de-Blogs* gibt 5 Vorschläge, wie wir die Zeit im so genannten Sommerloch nutzen können:

  1. Misten Sie aus (21. Juli)
  2. Setzen Sie sich neue Ziele (22. Juli)
  3. Bilden Sie sich weiter (23. Juli)
  4. Probieren Sie eine neue Sportart aus (24. Juli)
  5. Starten Sie ein eigenes Projekt (25. Juli)

Aufräumen, Platz schaffen, Freiräume gestalten – der erste Beitrag kam schon mal sehr gut bei mir an. Bei dem Thema Weiterbildung habe ich besonders aufgehorcht. Dazu müssen wir uns als Einzelselbständige vor lauter Kundenorientiertheit richtig „freischaufeln“. Wenn nicht jetzt in der etwas entspannteren Sommerzeit, wann dann?

Das Blog Freelance.de wurde auf das Social Media SummerCamp in München aufmerksam, das im August hier in München erstmalig stattfindet. Da ich einige Workshops im Rahmen des SummerCamp anbiete, führten wir ein kurzes Interview dazu:
Bilden Sie sich weiter: So schärfen Sie Ihr Skill-Profil.

Tipp: Social Media SummerCamp München

Foto: allynetÄhnlich den Sommerakademien an den Universitäten hat der Coworking Space allynet in München das SummerCamp mit Workshops rund um Social Media entwickelt. Zu dem SommerCamp habe ich hier bereits im Blog geschrieben.

Alle Events des SummerCamp sind auf der Veranstaltungsseite ausführlich beschrieben:
allynet Social Media SummerCamp

Übersicht zur den Beiträgen der Themenwoche im Blog freelance.de:
Das Sommerloch sinnvoll nutzen

* Freelance.de ist eine Akquiseplattform für Freelancer und Projektanbieter aus allen Branchen

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com sowie Illustration mit Foto von allynet.de

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Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

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7 überzeugende B2B Blogs

Illustration mit Foto fotolia.com„B2B-Unternehmen lassen ihre Blog-Community links liegen“, urteilt die soeben veröffentlichte Studie von PR-COM. Gerade mal 24 von 100 untersuchten Blogs von Unternehmen der Internet- und Telekommunikations-Industrie sprechen Deutsch. Den professionellen Ansprüchen der Studienautoren konnten nur wenige genügen.

Erst neulich wies ich auf Studien hin, die den B2B Unternehmen Deutschlands ins Blog schauten. Nun meldet sich die Agentur für Unternehmenskommunikation PR-COM mit einem Whitepaper „Die Blogs deutscher Unternehmen im B2B-Umfeld“. Darin analysiert die Agentur B2B-Blogs der 100 führenden deutschen ITK-Unternehmen.

Warum die Konzentration auf diese Branche sowie auf Blogs?

„Die ITK-Branche wurde beispielhaft untersucht, weil sie als Vorreiter bei der Implementierung neuer IT-basierender Kommunikationsmöglichkeiten – also auch Blogs – gilt. Es ist davon auszugehen, dass andere B2B-Branchen in Deutschland bei Social Media und insbesondere bei der Blog-Nutzung noch schlechter abschneiden. PR-COM hat sich auf Blogs konzentriert, weil B2B-Unternehmen für ihre erklärungsbedürftigen Angebote im Vergleich zu anderen Kanälen wie Twitter, Facebook oder YouTube hier die beste beziehungsweise effizienteste Plattform finden.“ // Pressemitteilung PR-COM-Studie: B2B-Unternehmen lassen ihre Blog-Community links liegen

7 der 24 deutschsprachigen Blogs auf gutem Pfad

Die niederschmetternden Bewertungen einiger Blogbefunde gibt es im verlinkten PDF zur Studie. Sehr unterhaltsam die joviale Benennung der „Blogs, die nicht funktionieren“: Da ist die Rede von Texte wiederverwertenden Recycling-Blogs, von bildfreien Bleiwüsten-Blogs oder Zwangsblogs mit Mitarbeiterautoren, die zum Bloggen „verdonnert wurden“.

Konzentrieren wir uns auf die positiven Beispiele aus der Analyse. PR-COM stufte sieben B2B-Blogs der hundert Kandidaten als „gut“ oder „sehr gut“ ein:B2B Blog Illustration

Die mit * markierten Unternehmen überzeugten mit ihren Blogs die Studienautoren ganz besonders und sind die „Gewinner“ der Studie.

Das Whitepaper benennt alle Untersuchungskriterien und skizziert, was die Autoren als state of the art erwartete: Blogs, die deutschsprachig kommunizieren und gut aufzufinden sind, aktuelle Themen aufgreifende Beiträge, die in guter Frequenz erscheinen, oder auch Themenvielfalt und Content-Stil.

In punkto Content sollte bei der Wahl der Themen fürs Blog stets der Bezug zum Unternehmen gewahrt sein. Hier sind die Studienautoren jedoch nicht so streng, denn „besser mal ein Thema neben der Spur, besser ein Themen-Missgriff als ein staubtrockenes Fachthema nach dem anderen“.

PDF der Studie:
PR-COM-Whitepaper: Die Blogs deutscher Unternehmen im B2B-Umfeld

Doris Schuppe
Illustration mit Foto von Light Impression / fotolia.com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Unternehmen.

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