25 Minuten am Tag: Schreiben fürs Blog

Uhr fürs BloggenJa, ich weiss: Social Media und besonders ein Blog betreiben bedeutet Schreiben. Und das ist nicht einer jeden Sache. Dafür hilft es viel für die Reputation. Mit diesen Tipps geht das Schreiben einfacher von der Hand. Probiert es aus!

In Fachmagazinen, auf Konferenzen oder in Beratungen lautet das Credo: Schreibt ein Corporate Blog. Neben der Anregung mit Interviews und Gastbeiträgen die Schreiblast zu verteilen, bleibt dennoch ein Stück kreatives Textweben bei den Bloggern im Unternehmen.

Erfolgsautor Stephen King bringt täglich 2.000 Wörter zu Papier – ein Pensum, dass wir neben unseren geschäftlichen Aufgaben selten bewältigen können. Nichtsdestotrotz ist ein Buch „Das Leben und das Schreiben“ eine inspirierende Quelle, wie ich bereits in „Kein Bock auf Blog?“ erzählte.

Tipp 1: 25 Minuten jeden Tag

Gehen wir weg von der Zeichenvorgabe und setzen uns eine zeitliche Vorgabe: Jeden Tag 25 Minuten konzentriert am Blog schreiben. Das ist mein zentraler Ratschlag. Und wenn euch 25 Minuten zu lange sind, dann macht 15 Minuten draus. Aber nutzt die Zeit wirklich ohne Ablenkung jeden (Arbeits-)Tag.

Warum 25 Minuten? Das resultiert aus den Empfehlungen von Francesco Cirillo, der die so genannte Pomodoro Technique entwickelt hat. Details dazu findet ihr auf seiner verlinkten Website.

Bei der Einhaltung der 25 Minuten stellt ihr euch einen Timer:

  • Küchen-Timer: Manche beflügelt das Ticken, mich nervte es, da musste ein lautloser digitaler Timer herbei (im Muji Store wurde ich günstig fündig)
  • Website mit Pomodoro Technique-Timer: Viele Online-Angebote steheh euch hier zur Auswahl, u.a. Tomato-Timer.com, der auch mobil optimiert ist
  • Smartphone Timer-Funktion oder App: Hier habt ihr ebenfalls die Qual der Wahl, mir gefällt die aufgeräumte iOS-App Pomodrone

Tipp 2: Don’t break the chain

Niemand geringeres als der Standup-Comedian Jerry Seinfeld gab diesen Rat, jeden Tag zu schreiben. Im lifehacker-Blogbeitrag schreibt Gastautor Brad Isaac wie ihm Seinfeld empfahl, einen großen Wandkalender und einen dicken roten Filzschreiber zu besorgen.

Jeden Tag dokumentiert ein großes „X“, dass geschrieben wurde: „After a few days you’ll have a chain. Just keep at it and the chain will grow longer every day. … Your only job next is to not break the chain“, so der erfolgreiche Autor. Auch hier gibt es inzwischen reichlich elektronische Helferlein, wenn ihr nach „Seinfeld“ oder „Don’t break the chain“ sucht.

Tipp 3: Arbeitet parallel

Wenn ihr euch also täglich ans Bloggen setzt, arbeitet an zwei bis drei Blogbeiträgen parallel. Fließen keine Worte in den ersten Minuten eurer 25-minütigen Einheit für das eine Thema, dann nehmt euch eines der beiden parallelen Themen vor.

Durch das tägliche Befassen mit den Blogbeiträgen arbeiten nach meiner Erfahrung die lieben grauen Zellen im Hintergrund am Thema. Oft fällt mir dann zu einer anderen Gelegenheit am Tage ein Aspekt ein, den ich dann schnell notiere.25 Minuten Schreiben fürs Blog

Tipp 4: Geräte-übergreifendes Schreiben

Was mich zu meinem vierten Tipp bringt: Habt immer ein Notizbuch zur Hand, damit die Blogbeiträge weiter geschrieben werden können. Logisch dass ich da elektronisch unterwegs bin, statt wie früher immer ein Notizbuch einzustecken.

Ich habe lange nach DER perfekten App gesucht. Meine Lieblings-Anwendung ist inzwischen Evernote. Hier kann ich rasch Aspekte notieren, Texte schreiben, bei Recherchen einzelne Ergebnisse notieren.

Wichtig: Evernote stellt nur in der Premium Version die Einträge in meinem Blog-Notizbuch auch ohne Online-Zugriff zur Verfügung. Da das ja hin und wieder vorkommen kann, starte ich die Evernote App auf dem Smartphone kurz bevor ich Haus verlasse (dann synchronisiert sie die Notizen).

Kein Problem falls ich es vergessen habe: Dann notiere ich einen ergänzenden Einfall in einer neuen Notiz, über die „tags“ (Stichworte) markiere ich den Eintrag. Ist das Internet wieder verfügbar, können die einzelnen Beiträge über die tags einfach wieder zusammengeführt werden.

Tipp 5: Ideen sofort wiederauffindbar notieren

„Da hatte ich mal einen coolen Beitrag gelesen, aber nicht mehr wieder gefunden.“ Kommt das bekannt vor? Das habe ich schon lange nicht mehr gesagt.

Im Web-Browser speichere ich den Link mit entsprechender Passage in Evernote. Wenn ich eine Passage oder einen Link aus einem gedruckten Werk nicht vergessen möchte, halte ich es rasch mit der Handykamera fest. Das Foto schicke ich mit kurzer Notiz sodann per E-Mail an mein Notizbuch.

Robot sagt: 25 ;)Übrigens: Wenn ihr Newsreader wie Flipboard, Blogbox oder Feedly auf euren Tablets oder Smartphones nutzt, könnt ihr via E-Mail oder direkt zu Evernote recherchierte Details speichern. Sehr praktisch!

Auf geht’s!

Berichtet ihr mir im Kommentar, wie diese Tipps euch geholfen haben?

Notiz am Rande: Für diesen Beitrag habe ich 3 Pomodoro-Einheiten verbraucht plus 2 für die Illustration.

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Marken und Anbietern

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