2016 :: Blog planen und leichter starten

illustration to do BlogNeues Jahr, neue Themen im Blog – und vielleicht einige Vorsätze, mehr zu bloggen? Guter Plan, dazu liefere ich mit diesem Blogbeitrag ein paar Handreichungen und Hilfestellungen für ein entspanntes Bloggen in 2016. 

1 :: Events und Termine 2016

Als erstes geht es ans Planen der Termine, die es im kommenden Jahr zu berücksichtigen gilt. Wer das schon im Dezember erledigt hat, kann gleich zum nächsten Punkt springen. Falls nicht, dann gilt es interessante Branchen-Events, Konferenzen oder Veranstaltungen zu notieren, die relevant für die Themen im Blog und die Leserschaft sind – Stichwort Content-Strategie.  Dazu können zum einen in meiner Terminübersicht sowie in der Events-Liste zur digitalen Wirtschaft von Renate Eck gestöbert werden.

Zu den ausgewählten Terminen notieren wir jeweils – selbst wenn es etwas Arbeit darstellt – am besten gleich elektronisch in einer Tabelle diese Angaben:

  • Bezeichnung der Veranstaltung in Kurz- & Langfassung
  • konkrete Datumsangaben zu Beginn und Ende
  • URL zur Veranstaltung
  • Twitter-Account
  • Veranstaltungs-Ort
  • Veranstalter
  • aktueller Themenschwerpunkt (Motto)
  • Event-Hashtag
  • Medienpartner
  • Kurzinfo zur Veranstaltung – gerne mit Beschreibung der Teilnehmenden aus Sicht des Veranstalters

Warum so detailliert? So ersparen wir uns mehrfaches Nachschlagen, wenn wir uns um den Event im Jahresverlauf kümmern wollen. Wo genau findet die Veranstaltung statt, und welche Medien werden als Partner im Vorfeld auf jeden Fall berichten? Ein Blick in unsere Liste und alles ist gut.

Bloggen mit Evernote

2 :: Content-Planung als Tabelle

Wohin jetzt mit den gesammelten Terminen und den vielen Content-Ideen, die wir im Jahres-Brainstorming gesammelt haben? Nun: sehr naheliegend setzen hier viele auf eine Excel-Tabelle oder fürs Teamwork auf Google Spreadsheets. Vorlagen für solche Tabellen gibt es reichlich online, die wir für unsere jeweiligen Zwecke und Vorlieben sehr einfach anpassen können.

Bei Textbroker habe ich eine Übersicht zu verschiedenen Blogplanungs-Vorlagen gefunden, die als Basis dienen können. Dazu folgende Empfehlungen:

  • Wichtig ist, bei der Übertragung in die Planungs-Tabelle keine Informationen zu verlieren, die wir beispielsweise bei der Event-Recherche gesammelt haben. Zum Beispiel Evernote Notizbuch oder eine verknüpfte Tabelle nutzen, in der die recherchierten Daten handlich gespeichert werden (Thomas Guthmann gibt hier 6 Tipps für effektiveres Bloggen mit Evernote).
  • Genauso ist es gut, stets die Botschaft in einem Satz (!) zu notieren, die wir mit unserem Blogbeitrag nach aussen tragen wollen. Bei dieser Übung merken wir rasch, ob ein geplanter Blogbeitrag noch zu ‚high & wide‘ ist. Vielleicht verträgt es das Thema, in mehrere Inhalte aufgeteilt zu werden?
  • Und wenn die Botschaft steht, haben wir eventuell schon ein Bild vor Augen, dass unser Thema emotional unterstreicht. Damit kein Blogbeitrag ohne Bild veröffentlicht wird, eine Spalte ‚Illustration/Foto‘ anlegen und pflegen.
  • In Teams unbedingt eine Spalte vorsehen, wer den Blogbeitrag verantwortlich treibt. Das bedeutet nicht zwingend, dass diese Person selber bloggt, aber dafür sorgt, dass zum geplanten Termin ein Beitrag live geschaltet werden kann.
  • Spalten fürs Content-Marketing anlegen: Was passiert wenn wir den Beitrag veröffentlicht haben? Auf welchen Kanälen diskutieren wir mit Interessenten darüber? Ist es ein Inhalt, der zeitlos immer mal wieder als Inhalt genutzt werden kann? Schliesslich bewegen wir uns im Social Web in einem eher flüchtigen Medium, die Inhalte werden beispielsweise auf Facebook oder Twitter nur einen relativ kurzen Moment wahrgenommen.

Blogplanung mit Wunderlist

3 :: Blogkalender & ToDo-Listen fürs Blog

Die Themenplanung ist das eine, die konkrete Umsetzung der Blogbeiträge das andere. Hier helfen uns die Tabellen mit den Standard-Funktionen wenig weiter, denn sie haben keine eingebauten Erinnerungsfunktionen. Hilfe für WordPress-Blogs auf dem eigenen Server bringt hierzu zum Beispiel das Blogkalender-Plugin WordPress Editorial Calendar. Für andere Blogs kann auch ein Google-Kalender genutzt werden, der wie die Google Spreadsheets teamfähig ist.

ToDo-List App für die Blogredaktion

Kalender sind Kalender, die Notizoptionen auf Textinformationen reduziert. Deutlich mehr Komfort liefern uns da ToDo-Listen. Anspruchsvolle Anwendungen besitzen Erinnerungs-Funktionen, Notizen, Tags, Favoriten, Offline-Zugriff und eine Smartphone-App für die mobile Bearbeitung unterwegs.

Ein schönes Beispiel für die Blog-Planung via ToDo-Liste schreibt Andrea aka MissKonfetti für ihr Blog. Sie wählt dazu die Anwendung & App Wunderlist, die den Vorteil hat, dass wir ToDo-Listen mit anderen Autoren fürs Blog gemeinsam führen können. Bei Wunderlist ist es recht komfortabel wiederkehrende Blogthemen auf die Liste zu setzen: Einfach ein erledigtes Thema aus der „erledigt“-Liste wieder als aktuelles ToDo reaktivieren.

Für mein Blog nutze ich Wunderlist in der kurzfristigen Blogplanung. Denn für die Jahresplanung hat es einen kleinen Nachteil: Es gibt keine griffige Kalender-Übersicht. (Hey, Wunderlist: Warum eigentlich nicht?)

Blogplanung mit Trello

Trello Boards für die Blogredaktion

Apropos Übersicht: Wer bereits das praktische Trello für die Projektplanung kenngelernt hat, sollte die Unterstützung der Blogredaktion mit diesem Tool näher betrachten. Anders als die Organisation von Themen und Blogbeiträgen in Listen haben wir mir Trello ein Aufgaben-Board vor Augen, das mit vielen praktischen Funktionen aufwartet:

  • Visuelles Organisieren, Strukturieren und Planen in Boards und Karten
  • Termine, Erinnerungsfunktionen und Kalender-Darstellung
  • Kommentarfunktion und Änderungs-Log
  • Labels zur Kennzeichnung der Einträge („Karten“) mit Farbcode zur auffälligen Markierung
  • Leistungsfähige Suche

Besonders gut spielt Trello seine Projektmanagement-Funktionen aus, wenn das Projekt wie ein Kanban-Board aufgebaut wird. Dann sehen wir, wie unsere Blogbeiträge von der Idee links zur Veröffentlichung rechts wandern.

Ein Praxisbeispiel hat Katharina über den Einsatz von Trello für ihr Blog WebWissen anschaulich notiert. Sie verknüpft Trello mit einigen anderen Tools und hat damit für ein recht komplexes System geschaffen. Das muss aber nicht sein, um von den Vorteilen von Trello zu profitieren. Gut zu wissen: Wer Slack nutzt, wird sich freuen, denn es gibt eine Verknüpfung von Trello zu Slack.

4 :: Papier & Live

Manchmal bin ich ja zugegeben auch etwas un-digital. Wie beruhigend ist es doch, eine wöchentliche ToDo-Liste abzuhaken! Daher hier zwei klasse Anregungen für diejenigen unter uns, die es lieben, ihr Blog ausserhalb von Computer und Smartphone zu organisieren.

Einen Monats-Kalender, auf dem wir unsere Blogartikel in Karteikärtchen ähnlich den Trello-Karten organisieren stellt uns Anne von Neontrauma als DIY Blogkalender für die Wand vor. Mit einer Leinwand, Masking Tape und Schnur basteln wir uns ein praktisches Tool für die Monatsplanung. Hm, da bräuchte ich dann jedoch mindestens 2-3 Leinwände für die Feinplanung der nächsten 3 Monate…

Wer die Blogplanung wie eine Agenda lieber in Buchform auf dem Schreibtisch liegen haben möchte, sollte sich mal den Blogplaner von kreavida anschauen. Aus einzelnen PDFs, die sie zur Verfügung stellt, können wir so unseren individuellen Mix zur Organisation unseres Blogs erstellen. Der Blogplaner ist ansprechend gestaltet und bietet darüber hinaus einige Anregungen, die wir in unseren elektronischen Blogplanungs-Tools verwenden können.

Last but not least: Wer sich einer lokalen Ironblogger Gruppe anschliesst, tut damit in mehrfacher Hinsicht etwas fürs eigene Blog. Wir vernetzen uns mit anderen Bloggern, erhalten Anregungen für Themen und helfen uns gegenseitig dabei, Schreibblockaden zu überwinden, damit wir jede Woche mindestens einen Blogbeitrag schreiben.

blog illustration

Keep on bloggin‘!

Doris Schuppe • Dieser Beitrag 2016 to do: Blog planen und leichter starten erschien zuerst im Blog DoSchu.Com

Fotos: DoSchu / DoSchu.Com • Hinweis: Es bestehen keine Auftragsverhältnisse zu den erwähnten Marken und Produkten.

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