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Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

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Video zu Vortrag auf dem 4sqcamp

Foto: KreativeKK.deHatte ich schon erwähnt, dass ich nicht so richtig mit Video kann? Also dauerte es ein bisschen länger bis ich nun das Video „Kings & Queens“ vom Foursquare Camp in Dortmund auf YouTube veröffentlicht habe.

Da bekomme ich mal einen Mitschnitt von meinem Vortrag (herzlichen Dank an Gerhard Schröder und Mike Schwinger von KreativeKK), und scheitere am Hochladen zu YouTube. Obwohl mal vor längerer Zeit beantragt, war mein Profil wieder auf Standard-Einstellungen zurückgesetzt. Unpraktisch bei einem Video über eine komplette Session-Länge mit mehr als 15 Minuten.

Video Lernkurven

Also neuerlich die Erlaubnis eingeholt auch längere Videos hochzuladen. Dauerte zwei Tage. Aber da steckte ich dann wieder in einem Kundenprojekt…

Schließlich zeigte sich beim Hochladen wiederum wie selten ich mit Video zu tun habe. Eine Videodatei nimmt recht üppig Platz ein. Der Upload sollte viele viele viele Stunden dauern, so der Video-Manager von YouTube.

Also noch mal eine Runde gedreht und die Video-Datei kleiner knautschen lassen.Foto: KreativeKK.de

Sehr gut, dass mir gleich zum Mitschnitt auch zwei Vorschaubilder zur Auswahl gesendet wurden. Das lässt so ein Video gleich viel ansprechender aussehen, als wenn YouTube nach eigenem Gusto mittendrin aus dem Video ein Bild auswählt.

Jetzt ist Juni, die Session war bereits im Januar. Lieber spät als nie:

Hier geht’s zum Video „Kings & Queens“

Update: Danke für den Hinweis, dass die Vortragsfolien nicht oft im Bild sind (es war ein spontaner Session-Mitschnitt „so lange die Kamerabatterie durchhält“ :). Dazu ist hier die zugehörige Prezi-Präsentation Kings & Queens abrufbar.

Weitere Beiträge im Blog zum 4sqcamp:

4sqCamp ganz praktisch: Henne / Ei
Freundschaftsspiel Dortmund : Foursquare – Kings & Queens

Doris Schuppe
Fotos: KreativeKK

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Social Media SummerCamp: August in München

Foto: allynetStatt Wegfahren holen wir das SummerCamp nach München: zum allynet Social Media SummerCamp im August in München. Von Blog, Facebook, Twitter bis zu Xing gibt es reichlich Workshops sowie Abendveranstaltungen. Na, Lust mitzumachen?

„Ja, Social Media, sollte ich mir mal näher ansehen. Keine Zeit…“ – auch schon mal gesagt oder gedacht? Vielleicht ist der August für „Daheimgebliebene“ genau der richtige Zeitpunkt: Die Projekte drängten nicht so sehr, wenn alle Beteiligten in Urlaub sind. Spontan-Aktionen sind im Sommerferienmonat die Ausnahme.

Zeit sich in punkto Social Media weiterzubilden!

Eine Gelegenheit dazu ist das Social Media SummerCamp München mit Start am 8. August 2014. Zum Auftakt freue ich mich, die SummerCamp-Interessenten mit auf eine unterhaltsame Reise durch die vielfältige Social Media-Welt zu nehmen. Wer hier mitreist, hat anschließend den Überblick, was es im „Neuland“ Social Web alles an Inseln, Wüsten und Kontinenten gibt.

Social Media Events im August

Dann heisst es den August über Lernen, Austauschen, Vernetzen und Spaß haben. Denn zum Networking lädt im Sommer ganz besonders die Dachterrasse im Work Loft von allynet ein. So lautet die Losung zum SummerCamp:

„Wir treffen uns in entspannter Atmosphäre, teilen unser Wissen und genießen dann zum Ausklang ein gemeinsames Get-together.“

allynet Social Media SummerCamp / allynet.de

Foto: allynet

Programm Social Media SummerCamp München

Passend zu sommerlichen Temperaturen dauern die Events drei Stunden mit Workshop- und Network-Teil (Laptops nicht vergessen!). Ort der Veranstaltung: allynet, Bayerstraße 85, 80335 München. Ferienkinder sind übrigens herzlich willkommen – allynet hat eine Spielecke und organisiert auf Wunsch eine Kinderbetreuung.

08. August, 15:30 SummerCamp Kick off mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Prezi siehe Social Media ist…

12. August, 19:30 Strategie mit Marein Orre

13. August, 19:30 Facebook fürs Business mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Vortragsfolien siehe SummerCamp Surfing…

14. August, 12:30 Eigene Website mit Pamela Kelbch

19. August, 12:30 Google+ mit Doris Schuppe  micro bubble DSC

20. August, 19:30 Bloggen mit Stefan Hoffmeister

21. August, 9:30 Xing & Co. mit Marein Orre

22. August, 12:30 Videoclips mit Daniel Seinsche

26. August, 9:30 mailchimp mit Benjamin Koch

27. August, 19:30 Storycoaching 2.0 mit Sophie Appl

29. August, 18:30 Twitter mit Claudia Kimich

30. August, ab 18 Uhr zum Ausklang: BBQ auf der Dachterrasse – in 140 Zeichen den Sommer preisen – Kommunikation im Social Web auf den Punkt gebracht!

Alle Details und Anmeldung zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen (Hashtag #scsm14):
Eventseite Social Media SummerCamp bei allynet
oder
gleich hier zu den Events anmelden

Ich freu mich schon sehr auf das Format und einen sonnigen Social Media Sommer!

Doris Schuppe

Fotos & Social Media Bubble: allynet / allynet.de

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Kings of Content ohne Blog – B2B Online Monitor 2014

Illustration :: B2BSeit 2009 untersucht der B2B Online-Monitor jährlich die Online-Kommunikation von Business-to-Business-orientierten Unternehmen in deutschsprachigen Ländern. Die aktuelle Ausgabe stellt das Content Marketing in den Fokus.

Aus dem Vorwort zur Studie B2B Online Monitor 2014:

„Ein virtuelles Königreich ist in den letzten Jahren zu voller Pracht erblüht: Wie vorausgesagt hat sich das Internet zur zentralen Schnittstelle aller Kommunikationsaktivitäten der B2B-Unternehmen entwickelt und ist aus den Marketing- und Service-Hofgärten nicht mehr wegzudenken.“

Marco Fischer, Geschäftsführer Die Firma

b2b Online Monitor 2014 infografik preview
Und in 79 Prozent dieser „Hofgärten“, also die für die Studie befragten B2B-Unternehmen, wird in den nächsten zwei Jahren der Fokus auf Content Marketing gelegt.

Kings of Content statt König Kunde

Vielleicht um selber mit der Studie als besonderer Content aufzufallen wurden für die Gestaltung und auch die Wortwahl historische Vorlagen gewählt. In Punkto Social Media sei die anfängliche Panik verpufft. Und:

„Noch wissen viele Adelige nicht, wie sie den Dialog mit dem Volk in klingende Münze verwandeln sollen“. In punkto Content Marketing zeige sich nun „das gleiche Bild wie bei den Anfängen von Social Media. Die Familieneinheiten sind häufig zerstritten, und der rechte Burgflügel redet nicht mit dem linken.“

Inhaltlich bieten die befragten Unternehmen wenig Neues: Über die Hälfte der Befragten setzt auf Newsmeldungen, PR-Mitteilungen und Produktbeschreibungen. Zunehmend wird das Portfolio mit redaktionellen Artikeln, Social Media-Posts sowie Informationsgrafiken und Anmiationen ergänzt.

Dabei benennen die Teilnehmer der Studie auf den erstgenannten Plätzen folgende Herausforderungen für das Content Marketing: Zeit (43 Prozent) sowie Budget (36 Prozent) für die Content-Produktion, Sicherstellen der Content-Qualität, Produktion abwechslungsreicher Inhalte sowie die Entwicklung zielgruppenspezifischer Contents (jeweils 28 Prozent).

Gerade letztgenannter Punkt ist nicht zu unterschätzen: König Kunde ist schließlich der „Fisch“, dem der Köder = Content schmecken sollte…

Ziele: Sichtbarkeit wichtig

Als Ziele der Unternehmen nennen die Studienteilnehmer als erstes die Steigerung der Zugriffszahlen auf der Unternehmens-Website, gefolgt von der Steigerung der Produkt- sowie Markenbekanntheit und der besseren Platzierung in den Suchmaschinen. Letztes Jahr führte unter den genannten Ziele die Steigerung der Produkt- und Markenbekanntheit vor umfangreichen Produkt- und Unternehmensinformationen sowie Vertriebsunterstützung / Neukundengewinnung.

Auffällig ist der Rückgang an Unternehmen, die ihren Social Web-Aktivitäten als Erfolg werten. Gaben in der letzten Studienauflage noch 70 Prozent an, ihre Blogs seien ein Erfolg sind das aktuell nur noch 17 Prozent. (Wenn man die Fragen so direkt miteinander vergleichen darf).

Kings of Content aber kein Bock auf Blog?

Zu diesem Ergebnis passt eine Beobachtung im B2B Social Media Report 2013 (veröffentlicht im April 2014):

„Eine vor dem Hintergrund der Wichtigkeit von Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedenkliche Entwicklung ist der Rückgang der Nennungen in Blogs. Sie scheinen im Bereich B2B aus dem Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und verzeichnen im Jahresverlauf 2013 einen deutlichen Rückgang […] Im Gegensatz dazu nehmen die Aktivitäten auf Facebook stark zu…“

Brandwatch B2B Social Media Report 2013

Wahrscheinlich erklärt die Abkehr vom Bloggen die von 34 Prozent der Befragten genannte Herausforderung beim Social Media Einsatz: Die „Erstellung der Inhalte ist zu zeitaufwändig„.

Experteninterviews rund um Content Marketing

Zu den Befragungsergebnissen garniert die Studie eine Vielzahl an Interviews mit Experten (leider keine Frau an Bord). Vielleicht hilft das den Firmen auf die Sprünge, ihr Content-Feld gewinnbringend zu bestellen.

  • Andreas Hendrick Berens: „Content Marketing bedeutet Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte des Marketings“
  • Stephan Dörner: „Content Marketing ist wie ein Trojanisches Pferd – am Werbefilter vorbei“
  • Klaus Eck: „Planung ist im Content Marketing das halbe Leben“
  • Mirko Lange: „Unternehmen müssen verstehen, dass sie ‚um die Ecke denken‘ müssen“
  • Johannes Lenz: „Content Marketing ist alt – neu ist wie man es betreibt“
  • Thomas Pleil: „Ohne Zielgruppenkenntnis wird’s nichts“
  • Thilo Specht: „Content Marketing ist mehr Haltung als Disziplin“
  • Sascha Stoltenow: „Marketing ist nur ein Anwendungsfall für Content“
  • Björn Tantau: „Potenzielle Kunden müssen überzeugt nicht überredet werden“

Doris Schuppe
Infografik: B2B Online-Monitor 2014 – Kings of Content / b2b-online-monitor.de

Mindmap und Tablet für App-Präsentation

Foto: DoSchuZum Isarcamp „Social City“ bot ich für Neulinge in der digitalen Stadt eine Session an. Hier lernten wir, was das Smartphone besonders macht und welche ortsbezogenen Dienste die Entdeckung der Stadt unterstützen. Für die Präsentation wählte ich ein iPad und eine Mindmap, und diese Kombination erlaubte eine schön flüssige App-Vorstellung.

Mit leichtem Gepäck ging ich zum Münchner Isarcamp, auf dem erst am Tag der Veranstaltung und je nach Interesse der Teilnehmer klar ist, ob eine Session stattfindet oder nicht. Kann ja sein, dass das Publikum schon vertraut mit Smartphones und ortsbezogenen Diensten ist. Also sollte es möglich sein, per iPad die Session zu unterstreichen. weiterlesen

Nichtnutzlos kreativ im Team: Chindogu

chindoguWas ist an einem Barcamp spannend? Neben der größeren Teilhabe der Teilnehmer vor allem: Es kommen Themen auf die Tagesordnung, die man als Veranstalter oft nicht auf dem Radar hat. Zum Beispiel eine Chindōgu Session von Esther Debus jüngst auf dem Isarcamp, dem Barcamp zur Münchner Webwoche von Isarnetz.

Barcamp bedeutet: Jeder Teilnehmende kann auch gleichzeitig Vortragender sein. Das Programm gestaltet sich erst am Tag des auch als Unkonferenz bezeichneten Veranstaltungsformats. So lud Esther Debus auf dem Isarcamp München zu einer Chindōgu-Session rund um die Erfindung von Nichtnutzlosem ein. Eine interessante Kreativitäts- und Team-Technik.

Chindōgu – japanisch für ’seltsames Gerät‘

Gemäß Wikipedia lautet die Übersetzung für Chindōgu „seltsames Gerät“. Was ist bei einer Chindogu-Session zu beachten, damit möglichst „seltsame Geräte“ ersonnen werden?

  1. Jeder schreibt Wortpaare auf Karten, die NICHTS miteinander zu tun haben. (Das ist übrigens ungefähr so anstrengend wie jetzt beim Lesen nicht an einen blauen Elefanten zu denken.)
  2. Es werden Teams gebildet – 3 Personen im Team ergab in unserem Fall eine gute Anzahl für eine zeitlich begrenzte Chindōgu-Session (20 Minuten für die Erfindung)
  3. Im Team werden die individuellen Wortpaare begutachtet und eine Kombination ausgewählt, deren Begriffe so wirklich gar nichts miteinander zu tun haben
  4. Jetzt geht’s ans Erfinden: Wie können die beiden Begriffe in einem „seltsamen Gerät“ kombiniert werden?

Achtung: Jetzt wird es nichtnutzlos…

Foto: DoSchu

Wortpaare Team Chindogu Session & Ergebnis Huddle Bubble

Chindōgu zu ‚Schreibtisch & Autoreifen

Unser Team wählte die Kombination der Wörter Schreibtisch und Autoreifen. Erste Assoziation für eine Erfindung unseres Teams (Dirk, Doris, Jürgen): Schlauch des Autoreifens aufblasen und um die Tastatur legen. Wenn eine Müdigkeits-Attacke naht, wird der Kopf sanft vom Autoreifenschlauch aufgefangen. Unser Urteil: Viel zu naheliegend, next!

Die zweite Idee hatte sogleich einen Namen: Huddle Bubble. Dieses Huddle Bubble ermöglicht flexibel Arbeitenden jeden Standplatz des Autos zu einem Arbeitsplatz an frischer Luft umzufunktionieren.

Von der Huddle Bubble…

Dazu machen wir uns an die Niederquerschnittsreifen, deren größere Radkappen für Huddle Bubble per Klappmechanismus (sollen sich Ingenieure später genau überlegen) eine gepolsterte Sitzfläche liefern. Angelehnt an die von der Sonne erwärmte Karrosserie wird der Laptop auf dem Schoss aufgeklappt und schon kann das mobile Arbeiten losgehen.

Für mehr Komfort kann in Modellen mit mehr Bodenfreiheit zwischen den beiden Radkappen-Sitzflächen ein Tisch herausgezogen und aufgeklappt werden. Fertig ist der Schreibtisch mit 2 Arbeitsplätzen. Adieu, Stau-Alptraum auf dem Weg zur Arbeit: Hier wird auf den nächsten Parkplatz gefahren und schon mal losgearbeitet. Jetzt wird endlich auch ein MINI in Geländeausführung sinnvoll!

…zum und Hire Tire

Über den Parkplatz fiel uns sogleich die Business-Anwendung dazu ein: Das Hire Tire. Für ein Webprojekt wird ein Javascript-Programmierer gesucht? Als Webdesigner Lust auf spontanes Blog-Design? Auf dem Parkplatz finden sich Projekt-Geber und -Nehmer zusammen, sie parken ihre Fahrzeuge nebeneinander, klappen die Huddle Bubble Sitze und Tische aus, und schon ist der reale Teamspace geschaffen.

Foto: DoSchu

Team-Präsentation zu Huddle Bubble & Hire Tire

Die Redewendung „Auf heissem Reifen daher kommen“ gewinnt durch unser Chindōgu ganz neue Bedeutungen…

Fazit zu Chindōgu:

Chindōgu macht Spass und es macht ein Team aus Personen, die sich nicht kennen, rasch produktiv. Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine beiden Teamkollegen Dirk und Jürgen!

Die Präsentation der „seltsamen Geräte“ ist ohne jede Blamage: Schließlich ist es schon eine Leistung, mit den nicht zusammenpassenden Begriffen neue Erfindungen ersonnen zu haben. Vielen Dank an Esther Debus / edyssee für das Bekanntmachen mit dieser Technik!

Klare Empfehlung für den Team-Building Methodenkoffer.

Vortrag vorbereiten – mit Haiku Deck und anderen Tools

Haiku Deck BeispielBarcamps sind die ideale Gelegenheit für den Austausch über Tools und Techniken. Warum nicht die Erfahrungen zusammen bringen rund um Vorbereitungen zu Präsentation oder Vortrag.  Dazu bot ich eine Austausch-Session auf dem Barcamp Nürnberg an und schwärmte zum Einstieg ein wenig von Haiku Deck vor.

Als Haiku wird eine Kurzgedichtsform aus Japan bezeichnet. Ein passende Namenswahl für die Präsentations-Lösung Haiku Deck.

Einfach schöner präsentieren

Die Macher von Haiku Deck nennen als besondere Kennzeichen ihrer Lösung:

Keep it simple – Passend bieten sie nur begrenzten Platz für Text, damit eine Präsentationsfolie nur eine Idee im Fokus hat

Make it beautiful – und liefern mit einer enorm leistungsfähigen Bildsuche für die Vortrags-Story unterstütztende, attraktive Fotos

Die iPad- oder Web-App regt mit dem Standarddesign je eine Zeile für Titel und Untertitel an, auf den Punkt zu kommem. Nach der Einführung wurden recht bald Aufzählungspunkte ergänzt. Mein erster Gedanke war: was für ein Rückschritt. Bleibt man bei der klassischen Formatvorlage so hilft Haiku Deck eine schöne Folie mit wenig Text zu entwickeln.

Bilder suchen mit Haiku Deck
Schön, denn zu den Worten im Text sucht Haiku Deck passende Anregungen zur Illustration (am besten funktioniert das mit englischsprachigen Begriffen). Faszinierend, dass das oft bessere Ergebnisse liefert als so manche Bilddatenbank. Fotos findet Haiku Deck in den Fotos von hoher Qualität, die Fotografen unter Creative Commons-Lizenz gestellt haben. In der iPad App werden darüber hinaus erwerbbare Fotos aus der Getty Images-Datenbank angezeigt.

Sehr leicht ist es, mit Haiku Deck eine Idee rasch in plakative Aussagen mit unterstützendem Hintergrund zu entwickeln, um sie mit jemand anderem zu teilen, zu besprechen oder mit ihnen weiter die Aussagen zu schärfen.Gestaltung Folien Haiku Deck

Weitere Tipps aus der Session

Bei diesem Stil Präsentation zu erstellen, ist es sinnvoll über Vorgaben zur Folienanzahl nachzudenken. Einer der Gründe, warum unzählige Präsentationsfolien mit einer Vielzahl an Aufzählungspunkten vollgestopft werden: „Geben Sie aber nur 5 Folien ab!“ Wenn eine Folie nur einen Gedanken transportiert, kann es für einen 20-Minuten-Vortrag vielleicht auch ein paar Folien mehr werden.

Für Illustrationen empfahl eine Session-Teilnehmerin das Online-Gestaltungs-Tool Canva.com. Mit dieser Lösung für Präsentationsfolien, aber auch Flyer, Grusskarten, Blogs oder Facebook-Titelgrafiken, können grafische Elemente und Schriftarten zu Designs kombiniert werden.

Dazu empfahl jemand, eine Präsentation nicht mit zu vielen „lustigen“ Illustrationen zu überfrachten. Um eine zu hohe Dichte an unterhaltenden Elementen zu entdecken, hilft beispielsweise die Foliensortierungs-Ansicht von PowerPoint. Diese oft ignorierte Ansicht schafft einen guten Überblick, wie die Bilder der Präsentation insgesamt wirken, ob sie die zu erzählende Geschichte passend unterstützen. Überflüssiges kann hier auch rasch gelöscht werden.PPT Foliensortierung Ansicht

Apropos Übersicht: Zur Vorbereitung von Präsentationen und Vorträgen sind Mindmaps sehr praktische Helfer. Das kann ein großes Flipchart-Papier, eine selbsthaftende Whiteboard-Folie mit Post-its oder eine digitale Lösung wie MindMeister sein.

Damit Ideen im Vorfeld einer Präsentation nicht verloren gehen, nutzen einige Session-Teilnehmer Notizen-Tools: Evernote, Microsoft OneNote oder auch Wunderlist. Diese Notiz-Anwendungen können zudem zwischen mehreren Geräten synchronisiert werden.

Für  das gemeinsame Erarbeiten eines Vortrags werden Collaboration-Funktionen von OneNote, Evernote, MindMeister oder Prezi genutzt (hier gibt es den Session-Input Prezi – Präsentieren in 3D).

Bei allen Tools: Wichtigster Faktor für eine gute Präsentation ist der Vortragende selber. Das sollte nie vergessen werden.

Insgesamt hat das Barcamp Nürnberg wieder gezeigt, dass ein offenes Barcamp viele verschiedene Themen ermöglicht. Infolge der zunehmend spezifischen Barcamps der letzten Zeit stellen sich Interessenten die Frage, ob sie zu „ihrem“ Spezialthema Input und Austausch finden. Dazu als Tipp: mixxt Community im Vorfeld nutzen. Weitere Berichte zum Barcamp Nürnberg werden hier verlinkt.

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com mit Screenshots aus Haiku Deck iPad App sowie Powerpoint. Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Firmen

Praxistipp: Screenshot per Smartphone

Arbeitsplatz illustrationIch brauchte Screenshots von Smartphone Apps für einen Vortrag. Und stellte mal wieder fest, wie unterschiedlich wir unsere elektronischen Helferlein nutzen: Viele wissen nicht mal, dass Tablets und Smartphones diese überaus nützliche Funktion bieten.

Screenshots sind Fotos der aktuellen Ansicht auf dem Bildschirm – auch „Bildschirmkopie“ genannt. Typischerweise waren damit die Computer-Bildschirme der Desktop-PCs und Laptops gemeint. In der Entwicklung von Software oder Websites sind diese sehr praktisch für das Feedback an die Programmierungs- oder Design-Teams: Screenshot gemacht, Foto in PowerPoint laden und Anmerkungen notieren. Für mich ein Tool gefühlt seit immer.

Mobile Screenshots – so geht’s

In Vorträgen oder Konzepten nutze ich Screenshots, selbstverständlich auch von Smartphone-Apps. Auf Apples Smartphones und Tablets funktioniert das einheitlich so: Gleichzeitiges Drücken der Home-Taste und der Ein/Aus-Taste.

Android Geräte aus dem Hause Google reagieren auf die Kombination von Ein/Aus-Taste kombiniert mit dem Lautstärkeregler. Eine gewisse Bandbreite an Tastenkombination-Variationen denken sich die weiteren Hersteller im Android-Umfeld aus.

Ein Kamera-Klickgeräusch und eine kurze visuelle Animation melden, dass der Screenshot erfolgreich gemacht und genau wie Kamerafotos gespeichert wurde.

Diese elegante und aufwandsarme Möglichkeit, optische Merkzettel zu setzen, schätze ich auch für andere Bereiche:

Mobile Screenshots für effizientes Arbeiten

Denn neben Abbildungen für Vorträge nutze ich Screenshots im Smartphone zur Erinnerung an Blog-Beiträge oder Nachrichtenmeldungen, beispielsweise wenn dort ein Produkt oder eine mobile Anwendung (App) beschrieben werden. Unterwegs ist oft nicht die Zeit zur vertiefenden Beschäftigung, also Screenshot und ab in die Foto-Sammlung für einen günstigeren Zeitpunkt.

DoSchu / mobile
Klar könnte ich den Link kopieren und mit einem beschreibenden Text in mobile Apps von Diensten wie Evernote oder Wunderlist versehen. Das ist jedoch mehr Aufwand als einfach nur einen Screenshot zu machen und sich erst mal nicht weiter drum zu kümmern. Blättere ich später durch meine Fotos, bringen sich die Hinweise auf Themen oder Apps plakativ in Erinnerung.

Mobile Screenshots für unterwegs

Auf dem Weg zum Bahnhof frag ich mich oft, auf welchem Gleis mein Zug abfährt, in welchem Waggon mein reservierter Sitzplatz wartet. Schnell ist der zuvor gemachte Screenshot der gewählten Reiseverbindung aus der Foto-Galerie aufgerufen. Sicherlich, auch die Bahn-App bietet diese Information. Jedoch muss oft erst neuerlich die passende Zugverbindung von A nach B gesucht werden. Dabei wollte ich mich doch nur kurz vergewissern, auf welchem Gleis mein Zug abfährt.

Oder der Weg vom Bahnhof einer unbekannten Stadt zum Veranstaltungsort: Als Screenshot steht er in den Fotos unmittelbar zur Orientierung bereit. Auch wenn in Österreich oder der Schweiz kein Roaming angeworfen wurde.

Mobile Screenshots für Konferenzen / Messen

Immer dann, wenn Veranstaltungen größeres Ausmaß haben, mache ich Screenshots vom Programmpunkten, die mich interessieren. Schnell das Handy raus und nachgeschaut, wo der nächste interessante Vortrag wartet. Ok, noch besser wären vernünftige Apps der Veranstalter…

Jetzt bin ich doch gespannt: Nutzen Sie / nutzt ihr Screenshots mobil?

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Kalenderblatt April 2014

magnolie Foto DoSchuDas war eine Überraschung: Einen Tag nach der 5. Ausgabe der AllFacebook Konferenz in München erstaunte das Social Network Facebook mit einer Impressums-Angabe für Facebook Seiten. Im Laufe des Aprils werden zudem die Seiten in neuem Layout präsentiert. Dazu wartet der April mit einer neuen Auflage des rechtlichen Standardwerks für Social Media-Verantwortliche auf. Und mit einen Trailer into the wild.

Am 25. März 2014 trafen sich über 400 Teilnehmer zur AllFacebook Marketing Conference in München. wissenssucher TwitterOffen sprach Keynote Speaker Scott Woods / Facebook aus, was manch einer nicht wahrhaben will in der vermeintlichen Social Media-Gratiskultur: Die organische Reichweite auf Facebook wird weiter sinken.

In der Beratung lasse ich Kunden zum Verständnis die „Nutzerbrille“ aufsetzen: Die Mechanismen von Facebook filtern für die Nutzer die am ehesten relevanten Neuigkeiten im Social Network heraus. Dabei werden Updates von persönlichen Kontakten gegenüber Posts von Facebook Seiten bevorzugt angezeigt. Diese können durch Anzeigenschaltung mit Targeting-Optionen für mehr Sichtbarkeit sorgen. Schließlich braucht auch das beliebteste Social Network Kapital für den Betrieb. Und da sind Anzeigeneinnahmen quasi ein Klassiker.

Einen interessanten Vortrag für Firmen mit regional aufgestellter Marken-/Kommunikationsstrategie auf Facebook greife ich heraus.

Facebook Seiten für Unternehmen mit Filialen

In seinem AllFacebook Conference-Beitrag zeigt Thomas Hutter auf, welche strategischen und organisatorischen Überlegungen Unternehmen mit regional geprägter Kommunikation rund um ihre Facebook Seite/n anstrengen sollten. Dazu vergleicht er die beiden Optionen „Global Pages“ und „Parent/Child“ von Facebook und skizziert Effekte, Vorteile sowie Herausforderungen in den jeweiligen Umsetzungen.

  • Global Pages wird als Lösung für international aufgestellte Unternehmen angeboten
  • Parent/Child unterstützt Firmen mit zahlreichen lokalen Filialen oder Marken mit Franchise-Nehmern

Facebook Marketing | Global Pages & Parent Child – Die Lösung von Facebook für globale und lokale Strategien von Thomas Hutter / Hutter Consult GmbH

Für alle, die nicht vor Ort zur AllFacebook Conference dabei sein konnten, verlinken die Veranstalter Philipp Roth und Jens Wiese dankenswerterweise die
Vortrags-Präsentationen über die Konferenzseite.

Update verständliches Rechts-Fachbuch

Wer schon mal einen Workshop von mir erlebte, erinnert sich bestimmt daran, dass ich jedem im Social Web-Aktiven rate, sich das Buch „Social Media Marketing & Recht“ von Thomas Schwenke zuzulegen. Denn gerade wir Kommunikatoren oder Marketingverantwortliche sind nicht wirklich vertraut mit juristisch-peniblen Formulierungen.o'reilly Verlagstitel

Nach der Erstausgabe vor zwei Jahren erscheint nun eine Aktualisierung des Werks im O’Reilly Verlag. Was macht das Buch so erwähnenswert? Thomas Schwenke schreibt in seinem Blog, was ihn damals zum Fachbuch antrieb:

„Dabei kann ich jetzt zugeben, dass ich das Buch auch durchaus aus egoistischen Motiven geschrieben habe. Ich habe es nämlich so gestaltet, wie ich Rechtsbücher gerne habe. Verständlich, mit vielen Beispielen und auch unterhaltsam. Vor allem wenn man sich in eine neue Materie einarbeitet, hilft meines Erachtens eine freundliche Einführung mehr als ein aufgetürmter Berg an Paragraphen und dogmatischen Überlegungen.“
Thomas Schwenke / rechtsanwalt-schwenke.de

Voilà! Genau das, was ich jeweils lobend hervorhebe. Das ist keine Mogelpackung, das Buch wirkt tatsächlich nicht wie von einem Rechtsanwalt verfasst.

Beim O’Reilly Verlag gibt es Inhaltsverzeichnis und Probekapitel zu Social Media Marketing & Recht.

Studie Corporate Blogs

Jetzt erst entdeckt: Die Studie „Corporate Blogs 2014“ von Karrierebibel.de. Für die Studie analysierten die Autoren die Blogs der Unternehmen im DAX30 sowie weitere ausgewählte Firmenblogs. Die Mehrheit der untersuchten deutschen Corporate Blogs veröffentlicht die Beiträge ohne festen Rhythmus. Gerade mal fünf der untersuchten Unternehmen bloggt regelmäßig an den gleichen Tagen. Merkposten: Es sind zugleich jene mit höherer Interaktion…

Die Autoren der Studie ermittelten, was Corporate Blogs kennzeichnet, die eine hohe Interaktionsrate mit ihren Lesern erreichen:

  • In den Blogs werden im Durchschnitt drei Artikel pro Woche veröffentlicht
  • Blogbeiträge erscheinen in regelmäßigem Rhythmus – vorwiegend am Montag, Mittwoch und Freitag
    (Tipp: Mittwoch ist die Interaktion am stärksten)
  • Die Autoren werden namentlich und mit Foto vorgestellt
  • Bei der Themenwahl stellen die Blogautoren ihre Leser in den Mittelpunkt
  • Für Kommentare gibt es keine komplizierten Spamschutz-Funktionen, die Anmeldung via Social Login wird ermöglicht
  • Autoren reagieren schnell und beantworten binnen weniger Stunden Fragen oder Kommentare
  • Leser können Artikel via Social Plugins teilen

Details und Steckbriefe zu den betrachteten Unternehmensblogs liefert das PDF zur Studie Corporate Blogs 2014.

Social Network live

Als Vorschau auf den Mai hier der Trailer zur nunmehr 8. Social Media-Konferenz re:pbulica in Berlin. Dort treffe ich alljährlich viele meiner Social Web-Kontakte im „realen Leben“. Dazu vielfältige Anregungen und Inspirationen aus Vorträgen, Diskussionsrunden oder Plausch auf dem Konferenz-Campus.

INTO THE WILD lautet das Motto der re:publica 2014: „Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden?“ Das Konferenz-Team hat sich daher auf die Fahnen geschrieben, ein Programm mit unerwarteten technischen Lösungen sowie überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Netzkultur zusammenzustellen.

re:publica 6.-8. Mai in der STATION BERLIN, Details und Tickets siehe www.re-publica.de (Hashtag #rp14)

Sehen wir uns?

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com; Screenshot Twitter; Buchcover: O’Reilly Verlag

Das erste Mal – auf Twitter

Logo Twitter IllustrationNostalgie bei Nutzern von Twitter, dem Social Network für Informations-Junkies: Im Juli dieses Jahres feiert die Kurznachrichten-Plattform ihren 8. Geburtstag. Dazu erinnert uns Twitter schon jetzt mit praktischer Funktion an unseren jeweils ersten Tweet.

Für viele Online-Nutzer in Deutschland ist Twitter noch Neuland. Für manch anderen ist es ein lieb gewonnenes Informations- und Austausch-Medium. weiterlesen

Kalenderblatt März 2014

Illustration MärzIm März kleidet sich die Natur neu ein uns erfreut uns mit Blüten und erstem zarten Grün. Ähnlich bedenkt uns auch das größte Social Network Facebook mit neuer Optik. Dazu noch der Hinweis auf eine neue Studie zur Online-Nutzung von jungen Deutschen unter 25 Jahren.

Frühjahrsputz bei Facebook

Bei Facebook bringt der März neue Optik, wie das Unternehmen letzten Montag ankündigte. Die Änderungen sind bereits auf der Facebook-Seite des Social Networks zu begutachten. Nach und nach werden Seiten mit dem neuen Design ausgestattet. Quasi ein verspätetes Geburtstagsgeschenk (im Februar feierte Facebook den 10. Jahrestag).

Die Facebook Apps sind nun nicht mehr oben unter dem Titelbild der Facebook-Seite angeordnet. Sie befinden sich nun auf dem linken Bereich der Facebook-Seiten.Facebook Seite

Zu den Neuerungen zählen auch Veränderungen im Verwaltungsbereich, dazu mehr bei allfacebook.de „Das ist Neu für die Administratoren“.

Auch die Veranstaltungs-Seiten sehen auf Facebook inzwischen anders aus. Vorteilhaft finde ich das Datum integriert im Titelbild. Einige Details zu den Event-Seiten hat Thomas Hutter in seinem Blog zusammengetragen.

Junge Menschen in der digitalen Welt

Im März 2014 wurde die DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt veröffentlicht. Daraus einige Befunde:

Blüten Foto: DoSchu

  • 98 Prozent der 14- bis 24-Jährigen nutzen das Internet
  • Es wird kaum noch zwischen On- und Offline-Zeiten getrennt – ein Leben „ohne“ ist für die meisten Befragten der Studie nicht mehr vorstellbar
  • Missverständnis zu Bedeutung der Facebook-Freunde: Die Teilnehmer der Studie unterscheiden sehr deutlich zwischen Online-Freunden, persönlichen Bekannten und echten engen Freunden

Details und Studien-Download:
DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com / Screenshot

Der Arbeitsplatz der Zukunft aus diversen Perspektiven

Illustration Arbeitsplatz ZukunftJede Menge Resonanz auf den Aufruf zur Blogparade des Blogs zu CeBIT in Hannover (10. bis 11. März 2014)! Die „Zukunft der Arbeit“ hat jede Menge Facetten: wie Veränderungen an Arbeitsplätzen vollzogen wurden, was in Bewegung ist, was noch zur Diskussion steht.

Bereits letzte Woche erschien mein Beitrag Büro war gestern: Digitalien liegt überall.

Storify Arbeitsplatz der Zukunft

Aus der Vielzahl der teilnehmenden Beiträge habe ich eine kleine Favoriten-Sammlung auf Storify zusammengestellt.

CeBIT Blogparade Tweet

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