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Pausenlos arbeiten dank New Work?

„Neue Arbeit und kein Ende in Sicht“, schreibt Lena Marbacher im Magazin Neue Narrative.*  Nun, die Situation, die sie beschreibt, macht deutlich wie wichtig es ist, mit den digitalen Möglichkeiten einen emanzipierten Umgang zu entwickeln.  Eben einen souveränen Umgang mit Themen wie Erreichbarkeit und Erholung.

Ich denke, da können langjährig als Selbständige berufliche aktive Kontakte gute Tipps geben.  Wenn es euch möglich ist, geht da in den Austausch!
Work by DoSchu
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Macht mit: Macht fit für Digitalien und Neuland!

Wann hast Du zuletzt Deiner Tante, dem Onkel, Deinen Eltern oder gar Großeltern erklärt, wie das digitale Leben so tickt?

Einige Termine bei Ämtern können nur noch online vereinbart werden.  Bei Banken verlagert sich die Kommunikation auf den Geldautomaten oder das Online-Banking.  Oder: Das Check-In zu einer Flugreise – bei mancher Airline am Schalter nur gegen Zahlung hoher Zusschläge möglich.  Wie schlagen sich da eure Verwandten durch?

alles so Neuland? Macht mit: macht fit! weiterlesen

Dialemma: Social Bots

Sie starteten als etwas Nützliches, etwas Bereichernderes, etwas Praktisches: Bots. Inzwischen gehört zur digitalen Medienkompetenz dazu, ein automatisch geführtes Profil im Social Web zu erkennen. Auch so ein Dialemma.
social bots Illustration blog

Dabei kann ein automatisches Profil sehr schöne Dinge tun. Seit einigen Jahren erfreut der Douglas Adams Bot als Hommage an den großartigen Autoren von „The Hithchiker’s Guide To The Galaxy“ mit Zitaten. Bots, die nach bestimmten Begriffen suchen und uns Informationen dazu liefern, wie der GOTbot: Via Facebook Messenger beantwortet der Chat-Bot Fragen rund um die TV-Serie Game of Thrones.

Und Chat-Bots wie Novi oder Resi, die mit neuen Formen der News-Versorgung experimentieren und uns persönlicher zum Weltgeschehen informieren. weiterlesen

Dialemma: Medienkompetenz, digitale Kompetenzen

Dialemma - Dilemma DialogWillkommen 2017! Wie diskutieren wir über neue Medien und digitale Möglichkeiten, wenn es um die so genannte Medienkompetenz eher bescheiden bestellt ist? Ein Dialemma!

Ein Dialemma – das ist mein Versprecher im Seminar, der viele Situationen trefflich beschreibt. Im Blogbeitrag Das Dialemma startete ich meine Dialemma-Liste mit den folgenden Phänomenen:

  • Silo-Denken im Unternehmen
  • Authentizität
  • Diskutieren
  • Fake-Profile
  • Neuland & mangelnde Fehlerkultur

In diesem Beitrag kommt Medienkompetenz / digitale Kompetenzen dazu. weiterlesen

Das Dialemma.

Dialemma - Dilemma DialogEin Versprecher im Seminar führt zu einem neuen Wort, das viele Phänomene kennzeichnet. Besonders in Social Media-Projekten.

Im jüngsten Seminar „Social Media Manager“ an der Akademie der Bayerischen Presse sprachen wir über folgende Situation der Teilnehmenden: In ihren Unternehmen – groß, mittel oder klein – gibt es wenig Dialog zwischen den Abteilungen.

Meine Empfehlung, Social Media als Teamsport anzusehen und den Dialog mit anderen Abteilungen zu suchen, steht vor der Herausforderung diesen Dialog erst einmal (wieder?) in Gang zubringen. Selbst zwischen den Kommunikations-Abteilungen Presse/PR und Marketing. Das Dilemma Dialog – ein Dialemma*. Und noch anderen Stellen wird es sichtbar, das Dialemma.
Dilemma Dialog - Dialemma weiterlesen

Social Media ist…

Love your Social WebZum Auftakt des Social Media SummerCamp nahm ich die Teilnehmer mit ins Wasser: Wie ein Sprung in den See bei sommerlichen Temperaturen ist der Sprung ins Social Web für viele mit Untiefen und Unterwasser-Monstern verknüpft. Im Kick-off lernten wir das so genannte „Neuland“ Social Media kennen und gingen in Beispielen auf die unterschiedlichen Ausprägungen ein.

Besonders wichtig: So wie Schwimmen macht auch das Engagement im Social Web viel Spass. Und mit Unterstützung wie die Schwimmflügel oder ein Schwimmring fallen die ersten Schritte im Neuland wesentlich leichter. weiterlesen

Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

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Social Media SummerCamp: August in München

Foto: allynetStatt Wegfahren holen wir das SummerCamp nach München: zum allynet Social Media SummerCamp im August in München. Von Blog, Facebook, Twitter bis zu Xing gibt es reichlich Workshops sowie Abendveranstaltungen. Na, Lust mitzumachen?

„Ja, Social Media, sollte ich mir mal näher ansehen. Keine Zeit…“ – auch schon mal gesagt oder gedacht? Vielleicht ist der August für „Daheimgebliebene“ genau der richtige Zeitpunkt: Die Projekte drängten nicht so sehr, wenn alle Beteiligten in Urlaub sind. Spontan-Aktionen sind im Sommerferienmonat die Ausnahme.

Zeit sich in punkto Social Media weiterzubilden!

Eine Gelegenheit dazu ist das Social Media SummerCamp München mit Start am 8. August 2014. Zum Auftakt freue ich mich, die SummerCamp-Interessenten mit auf eine unterhaltsame Reise durch die vielfältige Social Media-Welt zu nehmen. Wer hier mitreist, hat anschließend den Überblick, was es im „Neuland“ Social Web alles an Inseln, Wüsten und Kontinenten gibt.

Social Media Events im August

Dann heisst es den August über Lernen, Austauschen, Vernetzen und Spaß haben. Denn zum Networking lädt im Sommer ganz besonders die Dachterrasse im Work Loft von allynet ein. So lautet die Losung zum SummerCamp:

„Wir treffen uns in entspannter Atmosphäre, teilen unser Wissen und genießen dann zum Ausklang ein gemeinsames Get-together.“

allynet Social Media SummerCamp / allynet.de

Foto: allynet

Programm Social Media SummerCamp München

Passend zu sommerlichen Temperaturen dauern die Events drei Stunden mit Workshop- und Network-Teil (Laptops nicht vergessen!). Ort der Veranstaltung: allynet, Bayerstraße 85, 80335 München. Ferienkinder sind übrigens herzlich willkommen – allynet hat eine Spielecke und organisiert auf Wunsch eine Kinderbetreuung.

08. August, 15:30 SummerCamp Kick off mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Prezi siehe Social Media ist…

12. August, 19:30 Strategie mit Marein Orre

13. August, 19:30 Facebook fürs Business mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Vortragsfolien siehe SummerCamp Surfing…

14. August, 12:30 Eigene Website mit Pamela Kelbch

19. August, 12:30 Google+ mit Doris Schuppe  micro bubble DSC

20. August, 19:30 Bloggen mit Stefan Hoffmeister

21. August, 9:30 Xing & Co. mit Marein Orre

22. August, 12:30 Videoclips mit Daniel Seinsche

26. August, 9:30 mailchimp mit Benjamin Koch

27. August, 19:30 Storycoaching 2.0 mit Sophie Appl

29. August, 18:30 Twitter mit Claudia Kimich

30. August, ab 18 Uhr zum Ausklang: BBQ auf der Dachterrasse – in 140 Zeichen den Sommer preisen – Kommunikation im Social Web auf den Punkt gebracht!

Alle Details und Anmeldung zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen (Hashtag #scsm14):
Eventseite Social Media SummerCamp bei allynet
oder
gleich hier zu den Events anmelden

Ich freu mich schon sehr auf das Format und einen sonnigen Social Media Sommer!

Doris Schuppe

Fotos & Social Media Bubble: allynet / allynet.de

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Neuland-Lounge – mit Claudia Hilker

Neuland Lounge blog illustrationNeuland war das Internet für Claudia Hilker Anfang 1990. Damals erklärte sie noch die technologischen Grundlagen. Heute stehen die Prozesse im Unternehmen und geschäftliche Anwendungen rund um digitale Technologien im Fokus. Die bekannte Buchautorin läßt uns im Interview an ihren Erlebnissen aus 23 Jahren Internet teilhaben.

Claudia Hilker kenne ich vorwiegend virtuell – zum Beispiel über die Webgrrls, das Netzwerk für Frauen, die geschäftlich mit und in neuen Medien arbeiten. Selbstverständlich auch via soziale Medien wie Facebook und Twitter. Und darüber kam auch der konkrete Kontakt für das Interview in der Neuland-Lounge zustande.

Über die Blogserie Neuland-Lounge
Für die einen ist es „Neuland“, für andere bereits eine vertraute Heimat: Internet und inzwischen Social Media-Plattformen wie Facebook und Xing. Kindern erklärte bereits 1999 die Sendung mit der Maus im WDR-Fernsehen, wie das Internet funktioniert. In dieser Serie stellen Interviewpartner ihre Reise nach Digitalien und durch Digitalistan unter persönlichem Blickwinkel vor.

Kurzportrait Claudia HilkerClaudia Hilker
#Marketing #Internet #Leadership
Die Unternehmensberaterin für digitale Marketing-Kommunikation Claudia Hilker sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen und begleitet Kunden im Reputations-Management. Sie schult Fachkräfte zum gezielten Social-Media-Einsatz und Führungskräfte in Digital Leadership. Die Fachautorin hat Lehraufträge an Hochschulen und schreibt auf vier Blogs über Marketing-Kommunikation, Social-Media-Marketing, Finanzmarketing und Digital Leadership.
Claudia Hilker, Hilker Consulting / Twitter / FacebookXING

Seit welchem Jahr bist Du online? Wie kam es dazu, was waren die Anfänge (privat oder beruflich)?

Claudia Hilker: Seit 1990 bin ich online. Damals war ich mit einem Informatiker liiert, der mir den Einstieg erleichtert hat. Das Internet war seinerzeit noch nicht so einfach zu nutzen wie heute. Wir mussten uns mit einem Analog-Modem ins Netz einwählen. Und es war so langsam wie eine Schnecke!

Das Internet habe ich für mein Studium Deutsch, Literatur und Medienwissenschaft eingesetzt. Ab 1992 habe ich Vorträge für Unternehmen gehalten und das Internet mit den Hintergründen wie ARPANET oder TCP/IP erklärt. Schließlich kannte es kaum jemand aus eigener Erfahrung, da hat man gezweifelt, ob das überhaupt funktioniert, geschweige denn mal Auswirkungen auf die Wirtschaft und Unternehmen hat.

Was bedeutet digitales Leben und Arbeiten heute für Dich konkret?

Claudia Hilker: Vor allem neue Wahlfreiheiten: Ich kann beispielsweise entscheiden, ob ich eine Konferenz wie die re:publica persönlich in Berlin besuche oder per Webinar, Livecast oder Hangouts erlebe. Ich kann wählen, welche Inhalte ich im persönlichen Gespräch vermittle oder per Mail, Video oder Blogbeitrag, E-Book etc. Und die Kommunikationsformate an die Ziele, Zielpersonen und Situationen anpassen.

Der persönliche Kontakt ist für mich immer noch wichtig als besonderes Erlebnis. Aber in Zeiten der vielfältigen technischen Kommunikationsmittel, ist es auch möglich persönliche und virtuelle Begegnungen zu verbinden. In Situationen, wo ich räumliche Distanzen überwinden muss, ist es sehr hilfreich für mich mit digitalen Technologien zu arbeiten. Ich kann quasi im Home-Office mit Menschen beruflich oder privat in Kontakt treten. Für viele Firmen ist es der einzige Weg, um im globalen Wettbewerb in Zukunft zu bestehen.

Wir brauchen in Zukunft noch mehr Medien- und Kommunikationskompetenz in den Unternehmen, damit Fach- und Führungskräfte Social Media und Enterprise 2.0 zielgerichtet einsetzen können. Der digitale Wandel ist für die gesamte Wirtschaft nicht neu, das Internet gibt es schon länger, aber er erfährt jetzt einen neuen Druck, weil sich die Kunden vernetzen, online kommunizieren und gerade die Digital Natives „always online“ sind. Viele Studien bestätigen, dass sich somit die Unternehmen auch an die neuen Rahmenbedingungen anpassen müssen.

Was begeistert Dich am meisten an Internet, Social Media, Mobile Web?

Claudia Hilker: Ich habe über Social Media viele interessante Menschen kennen gelernt die ich im wirklichen Leben nie getroffen hätte. Zum Beispiel habe ich für meine Social-Media-Bücher Menschen aus New York und Südafrika über Facebook gefunden und im Chat interviewt. Mein Buchprojekt hat gezeigt, dass Social Media funktioniert, wenn man Ziele und einen Vorgehensplan hat.

Insofern hat Social Media mein Leben bereichert. Auch im beruflichen Kontext finde ich es spannend, Geschäftskontakte über Social Media aufzunehmen. Interessant finde ich auch, dass die Wissenschaft über Social Media sich noch am Anfang befindet. Deshalb engagiere ich mich auch mit Lehraufträgen und schreibe meine Dissertation über Social Media, um die theoretischen Grundlagen mitzugestalten.

Welches Gerät hat Deine Art zu arbeiten am meisten verändert, verbessert oder gar revolutioniert?

Claudia Hilker: Das Smartphone hat mein Leben am meisten verändert, denn es führte dazu, dass sich immer und überall online bin. Technologie macht mein Leben besser, denn ich kann Themen, Kontakte und Lösungen jederzeit autonom online finden und somit die Hürden des Alltags leichter meistern.

Dragon habe ich aktuell wieder neu entdeckt. Das ist eine Spracherkennung, mit der ich in Deutsch oder Englisch Texte diktieren oder Websites oder Browser bedienen kann. In den ersten Jahren war die Spracherkennung noch ungenau und forderte einen hohen Aufwand in der Nachbearbeitung. Heute funktioniert das tadellos und sehr präzise.

Welches besondere Erlebnis fällt Dir zur Web-Nutzung ein?

Claudia Hilker: Meine Aufnahmeprüfung für meine Dissertation an der Universität Bratislava! Die habe ich nämlich erfolgreich per Skype gemacht. Für die Professoren war das die erste virtuelle Aufnahmeprüfung im universitären Kontext. Modern und aufgeschlossen habe ich das empfunden und natürlich aufregend, schließlich wurde ich geprüft.

Ach und noch eins: In diesem Jahr habe ich mit PR-Gateway ein Webinar über PR und Social Media gehalten, wobei ich mit dreißig Teilnehmern gerechnet habe. Überraschenderweise haben fast 250 Teilnehmer daran teilgenommen. Dabei war die interaktive Diskussion so rege, dass wir die vereinbarte Zeit überschritten haben.

„Der höchste Nutzen sollte Priorität haben, sonst wird Technik zum Zeitkiller.“
Claudia Hilker

Und da heisst es doch oft, Webinare haben es schwer in Deutschland! Welchen Rat gibst Du neuen Online-Entdeckern mit auf die Reise durch Digitalien?

Claudia Hilker: Mein Tipp: Offen sein für neue Entwicklung und Technologien mit Fokus auf den eigenen Nutzen. Verzetteln ist ein Risiko für alle Menschen, die sich mit Leidenschaft für das Neue begeistern.

Wichtig also zu fragen: „Mit welchen digitalen Technologien mache ich mein Leben einfacher, angenehmer oder/und effizienter?“ Der höchste Nutzen sollte Priorität haben, sonst wird Technik zum Zeitkiller.

Vielen Dank für den persönlichen Reisebericht!

Hier gibt es weitere Beiträge der Blogserie Neuland Lounge.

Illustration DoSchu

Neuland Lounge – mit Ilse Mohr

Neuland Lounge blog illustrationAuf der re:publica dieses Jahr fiel sie mir auf: Ilse Mohr. Durch ihre Beiträge zu unserer Aktion #rpStory13. „Silvernerd“ heisst ihr Blog. Silvernerd?! Ja genau, jetzt gibt’s Content (nicht nur) für die Zielgruppe 50plus.

In ihrem Blog definiert Ilse Mohr „Silvernerds“ augenzwinkernd als „durchgeknallte ü50er, die plötzlich anfangen zu twittern und zu bloggen und aufhören, ihre Haare zu färben. Sie fühlen sich zu jung, um den Anschluss an die Welt zu verlieren, und tauschen Rezepte für Grießklößchen gegen Infos über dieses Internet.“ Eben dieses Neuland. Ich freue mich sehr, dass Ilse mir auf meine neugierigen Fragen geantwortet hat. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Ragnar Heil

Neuland Lounge blog illustrationGratuliere zum 20-jährigen Online-Jubiläum, lieber Ragnar Heil! Mit der Immatrikulation begann seine digitale Reise mit Umzug in den Cyberspace. Was er in Digitalien erlebt und lernt, erzählt er in der Neuland Lounge.

Mit Ragnar kam ich zum Thema Wissensmanagement und Suchen im digitalen Datenbestand von Unternehmen ins Gespräch. Wir lernten uns vor einigen Jahren beim Social Media Club München kennen. Beruflich arbeiten wir zwar nicht an gemeinsamen Projekten, pflegen aber einen regen Austausch über Plattformen oder Tools für Social Media und mobiles Web.

Über die Blogserie Neuland-Lounge
Für die einen ist es „Neuland“, für andere bereits eine vertraute Heimat: Internet und inzwischen Social Media-Plattformen wie Facebook und Xing. Kindern erklärte bereits 1999 die Sendung mit der Maus im WDR-Fernsehen, wie das Internet funktioniert. In dieser Serie stellen Interviewpartner ihre Reise nach Digitalien und durch Digitalistan unter persönlichem Blickwinkel vor.
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