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Das Dialemma.

Dialemma - Dilemma DialogEin Versprecher im Seminar führt zu einem neuen Wort, das viele Phänomene kennzeichnet. Besonders in Social Media-Projekten.

Im jüngsten Seminar „Social Media Manager“ an der Akademie der Bayerischen Presse sprachen wir über folgende Situation der Teilnehmenden: In ihren Unternehmen – groß, mittel oder klein – gibt es wenig Dialog zwischen den Abteilungen.

Meine Empfehlung, Social Media als Teamsport anzusehen und den Dialog mit anderen Abteilungen zu suchen, steht vor der Herausforderung diesen Dialog erst einmal (wieder?) in Gang zubringen. Selbst zwischen den Kommunikations-Abteilungen Presse/PR und Marketing. Das Dilemma Dialog – ein Dialemma*. Und noch anderen Stellen wird es sichtbar, das Dialemma.
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Social Media ist…

Love your Social WebZum Auftakt des Social Media SummerCamp nahm ich die Teilnehmer mit ins Wasser: Wie ein Sprung in den See bei sommerlichen Temperaturen ist der Sprung ins Social Web für viele mit Untiefen und Unterwasser-Monstern verknüpft. Im Kick-off lernten wir das so genannte „Neuland“ Social Media kennen und gingen in Beispielen auf die unterschiedlichen Ausprägungen ein.

Besonders wichtig: So wie Schwimmen macht auch das Engagement im Social Web viel Spass. Und mit Unterstützung wie die Schwimmflügel oder ein Schwimmring fallen die ersten Schritte im Neuland wesentlich leichter. weiterlesen

Realität oder Social Media Schein

Foto: Happystock / dreamstime.com

Fragen nach Gefühls-Experiment

Ja, jeder Mensch filtert bestimmte Aspekte weg, wenn er oder sie sich in Social Media bewegt. Aber ist das noch legitim, wenn Social Media-Plattformen ihre digitalen Filter gezielt auf ihre Nutzer loslassen, um deren Stimmung zu manipulieren?

Seit Anbeginn der digitalen Vernetzung besteht das Thema wie authentisch die online sichtbaren „User“ sind. Wie viel sie von ihrer realen Identität digital durchscheinen lassen. In den späten 80ern machte ich die Erfahrung, dass andere mich mit meinem neutralen Nutzernamen zunächst stets als Mann wahrnahmen. Das hatte Vorteile (für mich): Statt Flirten konnte ich mich über Bits & Bytes austauschen.

Auch als die 3d-Umgebung von Second Live erkundet wurde, gab es bald Häme: Steuern Menschen in komplett gegensätzlicher Gestalt die vielen schlanken und weiblichen Avatare in der virtuellen Welt?

Beeinflussung per Status-Update

Genauso ist auf Foto-betonten Plattformen wie Facebook das kritische Auge gefragt, das nicht jedes Foto-Update der Nutzer für ein Abziehbild der Realität hält. Sehr schön als Glosse aufbereitet haben dies die HigtonBros im Video „What’s on your mind?“.

Dies machen wir Nutzer der Plattformen, wenn wir gestalten wollen, wie wir online wahrgenommen werden – sowohl von privaten als auch beruflichen Netzwerkkontakten. Und dabei nehmen wir auch Einfluss auf die Gefühlswelt unserer Familie, Freunde und Kontakte.

Für eine wissenschaftliche Auswertung manipulierte Facebook eine Woche lang gezielt die Nachrichtenströme von rund 690.000 Facebook-Nutzern: Die eine Gruppe erhielt nur positive, die andere nur negative Beiträge aus ihrem Netzwerk angezeigt. Sodann wurde in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet, wie dadurch die Stimmung der Beiträge dieser unfreiwilligen Probanden beeinflusst wurde. Ergebnis (wenig überraschend): positive Beiträge führten zu positiven, negative zu negativen Statusmeldungen.
(Details siehe „Everything we know about Facebooks secret mood manipulation experiment„)
Warum das in Zeiten von Big Data Analysis nicht einfach großräumig erforscht wurde ohne die Nachrichtenansicht gezielt zu manipulieren – man weiss es nicht.

Im Großen und Ganzen – das hat das Facebook-Experiment mit zielgerichtet gefilterten Statusmeldungen gezeigt – beeinflussen wir die Stimmung der mit uns verknüpften Nutzer durch die Tonalität unserer Beiträge. Quasi der lebende Beweis für das Sprichwort Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Filter nach Interessen ok – aber…

Jetzt könnte man sagen, Facebook filtert – na und? Ohne die Filter könnten Nutzer die abonnierten Updates nur noch wie der Abspann von Spielfilmen im Privatfernsehen rasch vorüberziehen sehen. Bisher war bekannt, dass das größte Social Network für jeden angemeldeten Nutzer individuell filtert, was für ihn oder sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am interessantesten ist. Dazu werden jegliche Interaktionen der Nutzer ausgewertet („like“, Profilaufrufe, Kommentare, etc.).

Happystock / dreamstime.com

Warum das jetzt bekannt gewordene Vorgehen von Facebook aus 2012 (!) nicht egal ist:
Das Verständnis über derartige Verknüpfungen kombiniert mit der Eingriffsmöglichkeit in der Hand des Betreibers einer Plattform sowie der Präzision des eingreifenden Filtermechanismus – das ist neu. Und wirft moralische Fragestellungen auf:

  • Wenn Updates von Unternehmen, Organisationen, kulturellen Einrichtungen oder Blogs auf Facebook Seiten bei den abonnierenden Nutzern nicht mehr angezeigt werden, um den Druck zu Werbeeinnahmen zu erhöhen – ist das einfach Geschäftsinteresse und somit ok?
  • Wenn durch Aussieben negativer Nachrichten die Stimmung in der Nutzerschaft positiver wird – ist das gut für die Volksstimmung oder verwerflich weil es unter Umständen der Nutzerbindung fürs Geschäft dient?
  • Wenn durch Filterung negative Meinungsäußerungen bevorzugt angezeigt werden und damit zum Beispiel die Stimmungslage der Nutzer aus einem bestimmten Land angeheizt oder deren Angst geschürt wird – ist das vertretbar?

Moral des Experiments

Das sind nur einige der Fragen, die das „Experiment“ zu Neuland Social Media und die betreibenden Unternehmen darin aufwirft. Unklar ob hier eine „Don’t be evil“-Unternehmens-Losung wie bei Google ausreicht. Transparenz ist wichtiges Momentum, dazu ist zumindest die in vielen Medienkanälen aufgegriffene Studie nützlich. Viele Nutzer wussten bis zu der Diskussion um das Experiment (oder bis zu einem Workshop bei mir) gar nicht, dass ihre Nachrichten von Facebook gefiltert werden.

Die Moral aus der Geschichte ist zunächst, sich der gefilterten Ansicht im Nachrichtenstrom bewusst zu werden und ihren Inhalt zu hinterfragen. Und: Aktiver Nutzer sein anstatt sich passiv berieseln zu lassen – zum Beispiel immer wieder aktiv Profile von bekannt kritischen oder positiven Menschen im eigenen Umfeld aufrufen. Oder es nicht Facebook überlassen, sondern die Tonalität des Nachrichtenstroms selbst gestalten: Dabei hilft im Chrome Browser die Erweiterung Facebook Mood Manipulator, um die Facebook-Meldungen nach eigenem Stimmungsfilter anzuzeigen.

Doris Schuppe
Illustration DoSchu / DoSchu.Com mit Fotos von Happystock / dreamstime.com

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Social Media SummerCamp: August in München

Foto: allynetStatt Wegfahren holen wir das SummerCamp nach München: zum allynet Social Media SummerCamp im August in München. Von Blog, Facebook, Twitter bis zu Xing gibt es reichlich Workshops sowie Abendveranstaltungen. Na, Lust mitzumachen?

„Ja, Social Media, sollte ich mir mal näher ansehen. Keine Zeit…“ – auch schon mal gesagt oder gedacht? Vielleicht ist der August für „Daheimgebliebene“ genau der richtige Zeitpunkt: Die Projekte drängten nicht so sehr, wenn alle Beteiligten in Urlaub sind. Spontan-Aktionen sind im Sommerferienmonat die Ausnahme.

Zeit sich in punkto Social Media weiterzubilden!

Eine Gelegenheit dazu ist das Social Media SummerCamp München mit Start am 8. August 2014. Zum Auftakt freue ich mich, die SummerCamp-Interessenten mit auf eine unterhaltsame Reise durch die vielfältige Social Media-Welt zu nehmen. Wer hier mitreist, hat anschließend den Überblick, was es im „Neuland“ Social Web alles an Inseln, Wüsten und Kontinenten gibt.

Social Media Events im August

Dann heisst es den August über Lernen, Austauschen, Vernetzen und Spaß haben. Denn zum Networking lädt im Sommer ganz besonders die Dachterrasse im Work Loft von allynet ein. So lautet die Losung zum SummerCamp:

„Wir treffen uns in entspannter Atmosphäre, teilen unser Wissen und genießen dann zum Ausklang ein gemeinsames Get-together.“

allynet Social Media SummerCamp / allynet.de

Foto: allynet

Programm Social Media SummerCamp München

Passend zu sommerlichen Temperaturen dauern die Events drei Stunden mit Workshop- und Network-Teil (Laptops nicht vergessen!). Ort der Veranstaltung: allynet, Bayerstraße 85, 80335 München. Ferienkinder sind übrigens herzlich willkommen – allynet hat eine Spielecke und organisiert auf Wunsch eine Kinderbetreuung.

08. August, 15:30 SummerCamp Kick off mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Prezi siehe Social Media ist…

12. August, 19:30 Strategie mit Marein Orre

13. August, 19:30 Facebook fürs Business mit Doris Schuppe  micro bubble DSC
Update: Review & Vortragsfolien siehe SummerCamp Surfing…

14. August, 12:30 Eigene Website mit Pamela Kelbch

19. August, 12:30 Google+ mit Doris Schuppe  micro bubble DSC

20. August, 19:30 Bloggen mit Stefan Hoffmeister

21. August, 9:30 Xing & Co. mit Marein Orre

22. August, 12:30 Videoclips mit Daniel Seinsche

26. August, 9:30 mailchimp mit Benjamin Koch

27. August, 19:30 Storycoaching 2.0 mit Sophie Appl

29. August, 18:30 Twitter mit Claudia Kimich

30. August, ab 18 Uhr zum Ausklang: BBQ auf der Dachterrasse – in 140 Zeichen den Sommer preisen – Kommunikation im Social Web auf den Punkt gebracht!

Alle Details und Anmeldung zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen (Hashtag #scsm14):
Eventseite Social Media SummerCamp bei allynet
oder
gleich hier zu den Events anmelden

Ich freu mich schon sehr auf das Format und einen sonnigen Social Media Sommer!

Doris Schuppe

Fotos & Social Media Bubble: allynet / allynet.de

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Neuland-Lounge – mit Claudia Hilker

Neuland war das Internet für Claudia Hilker Anfang 1990. Damals erklärte sie noch die technologischen Grundlagen. Heute stehen die Prozesse im Unternehmen und geschäftliche Anwendungen rund um digitale Technologien im Fokus. Die bekannte Buchautorin läßt uns im Interview an ihren Erlebnissen aus 23 Jahren Internet teilhaben.

Neuland Lounge blog illustration

Claudia Hilker kenne ich vorwiegend virtuell – zum Beispiel über die webgrrls, das Netzwerk für Frauen, die geschäftlich mit und in neuen Medien arbeiten. Selbstverständlich auch via soziale Medien wie Facebook und Twitter. Und darüber kam auch der konkrete Kontakt für das Interview in der Neuland-Lounge zustande.

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Neuland Lounge – mit Ilse Mohr

Neuland Lounge blog illustrationAuf der re:publica dieses Jahr fiel sie mir auf: Ilse Mohr. Durch ihre Beiträge zu unserer Aktion #rpStory13. „Silvernerd“ heisst ihr Blog. Silvernerd?! Ja genau, jetzt gibt’s Content (nicht nur) für die Zielgruppe 50plus.

In ihrem Blog definiert Ilse Mohr „Silvernerds“ augenzwinkernd als „durchgeknallte ü50er, die plötzlich anfangen zu twittern und zu bloggen und aufhören, ihre Haare zu färben. Sie fühlen sich zu jung, um den Anschluss an die Welt zu verlieren, und tauschen Rezepte für Grießklößchen gegen Infos über dieses Internet.“ Eben dieses Neuland. Ich freue mich sehr, dass Ilse mir auf meine neugierigen Fragen geantwortet hat. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Ragnar Heil

Neuland Lounge blog illustrationGratuliere zum 20-jährigen Online-Jubiläum, lieber Ragnar Heil! Mit der Immatrikulation begann seine digitale Reise mit Umzug in den Cyberspace. Was er in Digitalien erlebt und lernt, erzählt er in der Neuland Lounge.

Mit Ragnar kam ich zum Thema Wissensmanagement und Suchen im digitalen Datenbestand von Unternehmen ins Gespräch. Wir lernten uns vor einigen Jahren beim Social Media Club München kennen. Beruflich arbeiten wir zwar nicht an gemeinsamen Projekten, pflegen aber einen regen Austausch über Plattformen oder Tools für Social Media und mobiles Web.

Über die Blogserie Neuland-Lounge
Für die einen ist es „Neuland“, für andere bereits eine vertraute Heimat: Internet und inzwischen Social Media-Plattformen wie Facebook und Xing. Kindern erklärte bereits 1999 die Sendung mit der Maus im WDR-Fernsehen, wie das Internet funktioniert. In dieser Serie stellen Interviewpartner ihre Reise nach Digitalien und durch Digitalistan unter persönlichem Blickwinkel vor.
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Neuland-Lounge – mit Klaus Eck

Neuland Lounge blog illustration„Wer liest das alles eigentlich?“ – kommentieren Beistehende oft das Geschehen in sozialen Netzwerken. Mehr als in digitalen Feedback-Auswertungen messbar ist, weiss ich aus eigener positiver Erfahrung. Genauso erlebt es auch Klaus Eck, der uns für die Neuland Lounge einen persönlichen Blick in seinen digitalen Lifestyle gewährt.

Obwohl wir beide in der überschaubaren Universitätsstadt Marburg studierten, sind wir dort aneinander vorbei gelaufen. Erst in München führten uns die Wege zusammen, als ich in der Pressestelle für CompuServe Deutschland tätig war: Klaus Eck gehörte zu meinen Journalistenkontakten. Mit Klaus treibe ich in München die Aktivitäten des lokalen Social Media Club Chapters voran. Und ich unterstütze gerne Projekte seiner Unternehmensberatung. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Gerhard Schröder

Neuland Lounge blog illustrationOb wir uns damals gleichzeitig per Akustikkoppler im Fido-Netzwerk durch die so genannten Nachrichtenbretter klickten? Spreche ich Kontakte auf ihre Historie in digitalen Medien an, stelle ich oft fest, dass wir uns eigentlich schon lange kennen könnten. So habe ich Gerhard Schröder erst zu den Themen iPad und Wearable Computing wortwörtlich auf den Schirm bekommen.

„Kennen gelernt“ haben wir uns dann virtuell im Pearson Hangout On Air zum Thema Hangouts. Als Panelisten tauschten wir uns in der live verfolgbaren Online-Podiumsdikussion zu unseren Erfahrungen mit dem Online-Konferenzservice von Google+, genannt „Hangout“, aus. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Jan Westerbarkey

Neuland Lounge blog illustration„Tauchen Sie ein in eine impulsive Welt ohne Betriebsblindheit und Vorurteile,“ ruft Jan Westerbarkey neuen Entdeckern digitaler Welten zu. Als Unternehmenslenker hat er die Zukunft im Blick und lässt sich von Neuem und Ungewohntem inspirieren. Auch wenn – oder gerade weil – das Neue Bestehendes infrage stellt: unsere Gewohnheiten, unser Business, unseren Alltag.

Ich „verfolge“ Jan Westerbarkey schon seit langem in den sozialen Medien. Er ist Geschäftsführer eines der wenigen B2B-Unternehmen, das gegenüber neuen Medien wie Social Web oder Mobile Internet enorm aufgeschlossen ist. Auf der B2B Social Media Tagung des Haus der Technik in München lernte ich Jan 2011 endlich persönlich kennen. Um ihm auf Barcamps oder der Web-Konferenz re:publica immer wieder über den Weg zu laufen. Er kam mir mit als erstes in den Sinn, wen ich für die Neuland-Lounge befragen möchte. weiterlesen

Neuland-Lounge – mit Heike Scholz

Neuland Lounge blog illustrationDer Spagat zwischen „Analog“ und „Digital“ ist für Heike Scholz kein Thema. Gerade ihre Begeisterung für die mobile Kommunikation hat ihr ein neues Berufsfeld eröffnet. Besonders fasziniert sie der uneingeschränkte Zugang zum Wissen dieser Welt.

Seit den Anfängen ihres Blogs mobile zeitgeist bin ich eifrige Leserin und schätze Heike Scholz als Social Media-Kontakt. Deshalb freut es mich besonders, dass meine neue Blogserie just mir ihren Antworten den Auftakt macht. weiterlesen

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