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Diskussion fokussieren mit Lean Coffee

Illustration Lean CoffeeDas ist das Schöne an Unkonferenzen und Barcamps: Unverhofft lerne ich in einer Session eine richtig gute Methode kennen. Zum Beispiel Chindogu für nicht-nutzloses Erfinden im Team. Dieses Mal auf der php unconference europe: „Lean Coffee“. Strukturiertes aber zu Beginn Agenda-freies Meeting.

Nein, das ist jetzt nicht das „systematisch Kaffeetrinken“ von Lars Hahn ;) Und Kaffee gab es in der Session von Markus Roth auf der php unconference europe leider auch nicht. Dafür aber eine praktische Demonstration des Formats.

Sehr gut fand ich insbesondere den Zeitaspekt, den der minimale Rahmen des Lean Coffee vorgibt:

  1. Start: 5 Minuten
  2. Themen-Sammlung: 5 Minuten
  3. Themen vorstellen & abstimmen: 5 Minuten
  4. Diskutieren 2-3 Themen: 20-30 Minuten (bzw. je nach Zeitrahmen des Meetings)
  5. Abschluss: 5 Minuten

Struktur Lean Coffee

Kanban-Board als Gerüst

Wer sich schon mal mit agiler Projektsteuerung auseinander gesetzt hat, kennt sicherlich die einfache Struktur eines so genannten Kanban-Boards: Backlog – eingeplant – in Arbeit – erledigt. Ähnlich legte Markus für die Lean Coffee Demonstration die 3 Rubriken open – at work – done an.

In der Themensammlung schrieben Teilnehmende Themen und Fragestellungen auf, die in die Rubrik open gepinnt wurden. In der nächsten Runde stellten wir unsere jeweiligen Vorschläge vor, die dann von uns bewertet wurden. Das kann mit zwei (drei bei größeren Gruppen) Klebepunkten pro Person geschehen oder wie in unserem Fall mit Filzstiftpunkten, die wir zur Bewertung auf die Themenzettel malten.

Die Themenvorschläge mit den meisten Punkten blieben in open, verworfene Themen wanderten an die Seite. Das mit den meisten Punkten bewertete Thema wanderte in die Rubrik at work – und los ging’s.

Wie heisst es so schön bei agilecoffee.com:

Remember: it’s not an agenda until we vote on it.

Nach 10 Minuten Diskussion wird im Lean Coffee Format gefragt, ob das Thema ausdiskutiert ist. Dazu geben die Teilnehmenden mit Daumen rauf oder runter rasch Rückmeldung. Die Diskussion kann also noch mal 10 Minuten weiter geführt werden oder das nächste Thema in den Fokus gerückt werden.

Sprich: Der Themenzettel wanderte in unserem Fall in die Rubrik done, und der nächstfolgende Themenvorschlag in die Rubrik at work.Lean Coffee fertig

Vorteile von Lean Coffee

Ähnlich einem Barcamp hat Lean Coffee den Vorteil, dass diskutiert wird, was die Anwesenden tatsächlich interessiert. Die Themen kommen von den Teilnehmenden, und sie werden auch von diesen hinsichtlich ihrer Relevanz bewertet.

Durch die Zeitvorgabe wird die Diskussion fokussiert geführt und nach 10 Minuten nachgefragt, ob bereits ein weiteres Thema auf der zusammen erstellten Agenda angegangen werden kann.

Bestes geeignet für Meetings, in denen es um Erfahrungsaustausch geht. Für Brainstorming-Sessions kann ich es mir auch gut vorstellen.

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

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In 7 Schritten fit für Twitter

Der ‚Twitter Bird‘ fliegt wieder im Google-Suchergebnis

Logo Twitter IllustrationJetzt schickt sich wahrscheinlich der eine oder die andere an, ein Twitter-Profil neu anzulegen oder ein stillgelegtes wiederzubeleben. Passend dazu einige Tipps und Links für den Einstieg oder Wiedereinstieg.

Vier Jahre lang wurden die Kurznachrichten auf Twitter nicht mehr von Google in den Suchindex aufgenommen. Nun wurde die Partnerschaft wiederbelebt. In den Suchergebnissen der am meisten genutzten Suchmaschine Deutschlands sind aktuelle Meldungen aus dem Twitter-Universum wieder enthalten.

Für alle, die ihrem Twitter-Profil neues Leben einhauchen wollen, gebe ich in diesem Beitrag jede Menge Tipps und Links.

Vor dem Twittern: Strategie

twitterSchritt 1 :: Sieben Fragestellungen, damit der Twittervogel (wieder) passend zur Strategie ans Fliegen kommt:

  • Welche Ziele wollen wir mit unserem Twitter-Engagement verfolgen?
  • Welche unserer Interessensgruppen wollen / können wir auf Twitter ansprechen?
  • Wie messen wir unsere Ziele?
  • Mit welchen Themen und Inhalten können wir unsere Ziele erreichen?
  • Mit welchen Experten, Partnerfimen, Branchenkollegen vernetzen wir uns auf Twitter?
  • Wer agiert wie im Echtzeitmedium Twitter?
  • Wo bewerben wir unseren Twitter-Kanal (eMail, Web, Social Media, Print, Laden)?

Know-how aufbauen und pflegen

twitterSchritt 2 :: Was kann die Plattform, was sind Besonderheiten? Bei Twitter lest ihr dazu zum Beispiel die FAQs und die Grundlagen.

twitterSchritt 3 :: Holt euch Anregungen bei erfolgreichen Twitter-Profilen. Schaut euch auch euren Mitbewerb an, oder stöbert bei Twitter Media nach „bewährten Praktiken, Erfolgsgeschichten und Ressourcen, um das Potenzial von Twitter für verschiedene Business-Aufgaben zu nutzen“.

Content für Tweets

twitterSchritt 4 :: Inhalte für den Twitter-Kanal kommen nicht aus der Luft. Dazu diese sieben Aspekte im Vorfeld klären und die Content-Strategie mindestens jährlich überprüfen:

  • Wie verzahnen wir die Twitter-Kommunikation mit unseren Inhalten in Web und Social Media?
  • Welcher Content hat das Potenzial für eine hohe Interaktion mit unserer Zielgruppe auf Twitter?
  • Welche Stories können wir auf Twitter am besten erzählen? Welche Menschen geben unseren Geschichten ein Gesicht?
  • Welche Hilfestellungen können wir via Twitter anbieten, welche nützlichen Tipps?
  • Wo besorgen wir (intern / extern) die Fotos, Videos, Infografiken für Twitter? Können wir kreative Kurzvideos für Vine (gehört zu Twitter) kreieren?
  • Welche Inhalte aus dem Web sind für unsere Zielgruppe relevant, die wir empfehlen können – Stichwort Content Curation?
  • Wie erfahren wir rasch von relevanten Trends, um mit passenden Fragen oder Antworten mitzudiskutieren – Stichwort Monitoring?

Twitter Analytics

twitterSchritt 5 :: Genau wie auf anderen Kanälen sind gesteigerte Zahlen der Abonnenten („Follower“) alleine kein Qualitätskriterium. Wichtig ist, den Ist-Zustand zu erheben und den Wettbewerb für Vergleiche im Auge zu behalten. Zum Beispiel zu folgenden Parametern:Fit für Twitter :: 7 Schritte

  • Zahl der Follower :: Diese Zahl muss selbstverständlich erhoben werden, damit auch eine Relation zu Twitter-Kanälen der Mitbewerber ermittelt weden kann
  • Anzahl Listen-Einträge :: Hier zeigt sich, wie häufig Twitter-Nutzer das Profil eines Unternehmens auf eine Themenliste gespeichert haben
  • Anzahl Retweets :: Diese Angabe gibt an, wie häufig Tweets des Unternehmens von anderen Nutzern an ihre Follower weitergeleitet wurden
  • Anzahl Mentions / Influencer :: Dieser Wert zeigt, wie häufig der Unternehmens- und die Markennamen auf Twitter in Tweets erwähnt wurden, und wie häufig waren so genannte Influencer darunter
  • Anzahl Klicks :: Mit diesem Wert sehen wir, ob unsere Link-Empfehlungen in 140 Zeichen dazu einladen, unsere verlinkte Website aufzurufen
  • Anzahl Interaktionen :: Diese Angabe verdeutlicht, ob der Dialog auf Twitter mit Influencern, Interessenten, Partnern, Empfehlern oder Kunden läuft

Die Twitter-Statistiken zu eurem Profil könnt ihr nach Einloggen bei Twitter mit diesem Link abrufen: https://analytics.twitter.com.

twitterSchritt 6 :: Apropos Statistiken: Mit etwas Code auf der Website könnt ihr die so genannten „Twitter Cards“ einrichten und dann zusätzliche Statistiken abrufen. Das erklären uns ausführlich beispielsweise folgende Quellen:

Nützlich: Twitter Tools

twitterSchritt 7 :: Sucht euch Tools aus, die bei der Betreuung, Verwaltung und Monitoring eures Twitter-Kanals helfen. Diese nützlichen Lösungen in alphabetischer Reihenfolge bieten praktische Unterstützung:

  • Bit.ly :: Link-Verkürzungs-Service, mit dem ihr die Klickzahl aus Social Web Updates messen könnt
  • BufferApp :: Zeitversetztes Posten, automatisches Posten aus einem Puffer an Posts, Klickzahlen Links in Tweets, Report zu Erwähnungen
  • HootSuite :: Account-Management, Influencer-Profile, Post-Veröffentlichung zu gewähltem Zeitpunkt, Report zu Erwähnungen
  • Klout :: Influence-Monitoring, Influencer-Suche, zeigt auch welche Twitterati häufig durch Retweets mit eurem Kanal interagieren
  • Rebelmouse :: Zusammenführen von diversen Posts im Social Web in einem Online-Magazin (Social Media Newsroom)
  • SocialBro :: Infuencer-Suche, Follower-Management und besonders schön die Funktion „Best Time to Tweet“ inklusive Analyse der Themen eurer Follower
  • Topsy :: Twitter-Suchmaschine, Themen-Suche, Influencer-Suche, coole „Social Trends“-Funktion
    (nach Kauf wurde der nützliche Service leider eingestellt)
  • Tweetdeck :: Account-Management, Post-Veröffentlichung zu gewähltem Zeitpunkt, Influencer-Suche, Follower-Management

Hier ist es sinnvoll Lösungen zu bevorzugen, die ihr auch mobil nutzen könnt. Denn es ist häufig etwas am Echtzeitmedium Twitter zu tun, wenn ihr unterwegs seid.

Viel Spass beim (Wieder-)Entdecken von Twitter!

Mein Profil findet ihr unter @DoSchu – feel free to follow.

twitter illustration

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com; Social Media Icons von carrieloves.com

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25 Minuten am Tag: Schreiben fürs Blog

Uhr fürs BloggenJa, ich weiss:  Social Media und besonders ein Blog betreiben bedeutet Schreiben.  Und das ist nicht einer jeden Sache.  Dafür hilft es viel für die Reputation.  Mit diesen Tipps geht das Schreiben einfacher von der Hand.  Probiert es aus! (Updated 1. Nov. 2018)

In Fachmagazinen, auf Konferenzen oder in Beratungen lautet das Credo: Schreibt ein Blog – ob als Expert.innen- oder Unternehmens-Blog.  Und klar, das bedeutet ein gewisser Aufwand,  Der kann sicher mit Interviews oder Gastbeiträgen gemildert werden.  Dennoch bleibt ein gewisses Pensum an kreativem Schreiben. weiterlesen

5 Tipps für den Content-Plan 2015

illustration 2015 planungHappy New Year wünsche ich meinen Bloglesern! Neues Jahr – neue und bekannte Themen: So planen wir für die nächsten 12 Monate den Content für die digitale Kommunikation.

1. Redaktionsplan

Das A und O für eine gute Planung – besonders im Social Media Team – ist eine gute Planungsgrundlage. Das optimale Tool gibt es dabei nicht – je nach Arbeitsweise und Budget gilt es die passende Arbeitserleichterung auszuwählen. Das kann vom Excel im gemeinsamen Zugriff über ein Google Spreadsheet im Google Drive bis zu ausgefuchsten Redaktionsplan-Tools reichen.

Im Sommer stellte t3n im Beitrag „Mit diesen 4 Tools kannst du deine Content-Strategie einfach planen“ vier Helferlein vor, mit denen die gemeinsame Content-Planung unterstützt wird.

2. Termine & Content Curation

Wichtig: Welche wichtigen Termine hat 2015 für unsere Branche, unser Unternehmen und unsere Zielgruppen? Die relevanten Konferenzen, Messen, Tagungen, Produktneuerungen, Bekanntmachungen, Jahrestage oder ähnliches gestalten auch unseren Content-Plan. Schließlich filtern wir für unsere Zielgruppen aus den vielen Inhalten, die das Internet bietet, Passendes zu den verschiedenen Wochen des Jahres heraus.

illustration Tipps Content Planung

Diese Terminsammlung ergibt eine gute Mischung aus eigenen und besonders „fremden“ Inhalten. Mit dieser so genannten „Content Curation„* können wir die Kommunikation in unserem Social Media-Profil abwechslungsreicher und damit interessanter gestalten. Nicht immer besteht ja die Möglichkeit mit eigenen Inhalten passend zu diesen größeren Veranstaltungen belangvolle Themen-Facetten beizutragen.

Nicht vergessen: Nachberichte zu Veranstaltungen einplanen, besonders wenn wir selber am Event teilnehmen. Am wirkungsvollsten mit vielen Fotos oder noch besser Bewegtbild-Inhalten. Nicht umsonst plant jetzt auch Twitter nach Facebook die Video-Optionen der Plattform auszubauen.

3. Standard-Contents

Wie können wir insbesondere im Social Web unsere Kommunikation erleichtern? Wir planen Standard-Inhalte ein, die zu Kernthemen unseres Business relevante Informationen für unsere Zielgruppen bereitstellen.

Wenn die Inhalte zum Beispiel saisonal passen, wie etwa im Vorfeld der Urlaubszeiten, dann planen wir sie rund um diese Zeiten im Jahr mehrmals ein. Das Social Web wie Twitter, Google+ oder Facebook wird nicht umsonst als Echtzeitmedium bezeichnet. Inhalte sind eher flüchtig und gelangen nur eine kurze Zeit lang auf den Radar der Nutzer. Daher können diese Hinweise auf spannenden Content auch durchaus mehrmals im Jahr geliefert werden.

Als Standards können wir auch jeden Monat ein bestimmtes Detailthema in den Fokus rücken, das zu unserem Unternehmen passt. Dazu planen wir verschiedenartige Inhalte und Medienformate, damit das Thema nicht langweilig wird.

4. User Generated Content

Zu welchen Zeiten und Anlässen im Jahr können wir unsere Zielgruppe am besten zum Dialog bitten – ab damit in den Redaktionsplan! Am besten schon mit konkreter Ideenskizze.

Um das Ferienbeispiel aufzugreifen: Wenn wir vor, während oder nach dem Urlaub nach Fotos zu einem bestimmten Hashtag fragen wollen, dann planen wir das frühzeitig ein. Damit auch andere Medien aus unserem Hause, die eine längere Vorlaufzeit haben, den speziellen Hashtag mit bekannt machen.

5. Offen sein für Anregungen

Es können nicht alle Inhalte vorausgeplant werden. Schließlich werden Themen passend zu aktuellen Diskussionen am besten wahrgenommen. Anregungen kommen daher auch oft aus den Nachrichten, die zu wichtigen Stichworten mit Google Alerts oder ähnlichen Tools verfolgt werden.

Anregungen können Hinweise aus dem eigenen Unternehmen sein. Zum Beispiel von den Kollegen im Vertrieb oder Kundenservice, die den Anstoß geben bestimmte Themen aufzugreifen. Bleiben hier Inspirationen aus, dann proaktiv nachfragen!

Eine weitere Quelle für Impulse zu neuen Inhalten können aus Blogparaden hervorgehen. So können wir mit eigenen Blogbeiträgen an diesen teilnehmen. Aktuell läuft bis Ende Januar dieses Jahres die Blogparade Content-Marketing und Corporate Blogs 2015 #cmcb15. Hier diskutieren die Beiträge was ein gutes Corporate Blog ausmacht und wie es sich gezielt für das Content-Marketing nutzen lässt.

Welche Tipps habt ihr für die Content-Planung 2015?

* Zum Thema Content Curation gibt es hier jede Menge Anregungen zu Tools, die das Kuratieren vereinfachen: Tools für Content Curation / Content Planung (SMI) sowie Top 5 Content Curation Tools (webmagazin)

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Im Team kreativ: Idea Speed Dating

illustration idea speed dating

Co-creation im Coworking Europe Conference Workshop

Wie kann eine Ideensammlung einfach zusammen entwickelt und anschließend bewertet werden? Im Workshop von Manuela Procopio und Ulrich Schubert von coworkshops haben wir das in der Praxis ausprobiert.

Was könnten neue Services für einen Coworking Space sein, die zusätzliches Geld einbringen? Mit dieser Ausgangsfrage sammelten wir im „Idea Speed Dating“ auf der Coworking Europe Conference in Lissabon zunächst „Necessities“ also Bedürfnisse der Coworker.

Und zwar mit einer großen Wandzeitung, die auf dem Boden liegt. Das Team platziert sich rundherum und startet zunächst damit, jeweils einen Bedarf aufzuschreiben, den die Zielgruppe hat.

ideen notieren

Dann gehen alle einen Schritt zur Seite und notieren zur Necessity des Kollegen eine Service-Idee.

necessities coworker

So ging es im Kreis herum um die Wandzeitung herum bis zu den verschiedenen Necessities 5-7 Ideen und Weiterentwicklungen aufgeschrieben waren.

Anschließend erhielten wir Euro-Münzen aus Schokolade – nicht zum Essen! – sondern für die Bewertung der Ideen.

bewertung service ideen

Je nachdem wofür die Zielgruppe bereit ist, Geld auszugeben, legten wir die Schoko-Münzen auf die Wandzeitung. Der Gewinner unseres Idea Speed Dating: Professional Workshops.

training colearning

Vielen Dank an Manuela und Ulrich von coworkshops!

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

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5 Antworten :: Social Media Starter Box für Coaches / Trainer

Interview mit Daniel Wagner von Little Big Social

Daniel Wagner :: 5 Antworten Social MediaJetzt werden die Karten neu gemischt: Statt Buch greifen Coaches und Trainer jetzt zur Kartensammlung und starten bei Twitter durch. Warum das so viel anregender sein kann erklärt uns Daniel Wagner von Little Big Social.

Schon vor der Gründung von Little Big Social lernte ich Daniel Wagner kennen – nicht zuletzt durch den Social Media Club München. Beide teilen wir auch eine Vorliebe für Barcamps sowie fürs Coworking. Als ich von der neuen Social Media Starter Box hörte, hatte ich gleich jede Menge Fragen im Kopf. Die Antworten gibt es hier.

:1: Warum braucht es eurer Ansicht nach eine Starter Box speziell für Coaches und Trainer? Können andere mit den Inhalten gar nichts anfangen?

Daniel Wagner: Wir entwickeln unsere Starter Boxen so, dass sie die Vorteile eines guten Fachbuchs mit denen einer persönlichen Beratung verbinden. Sie vermitteln also Social Media Know-how und berücksichtigen dabei die speziellen Anforderungen, die eine bestimmte Branche oder Berufsgruppe hat.

Social Media Starter BoxSoziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook funktionieren zwar im Prinzip für alle Nutzer gleich, aber spätestens bei der Frage „Worüber soll ich denn eigentlich sprechen?“ müssen von Branche zu Branche individuelle Antworten gefunden werden. Wer Coachings anbietet, positioniert sich im Netz ganz anders als jemand, der ein Restaurant führt oder ein Fitnessstudio leitet.

Unsere erste Box, die „Starter Box Twitter für Coaches & Trainer“, beinhaltet deshalb Know-how für den Einsatz von Twitter speziell in der Coaching-Branche. Dadurch hat sie gerade für Coaches und Trainer einen hohen Nutzen, weil für sie die Inhalte eins zu eins umsetzbar sind.

Andere hingegen könnten mit diesen Inhalten nur teilweise etwas anfangen. Auf jeden Fall müssten sie einiges an Transferarbeit leisten, wenn sie versuchen, die Vorschläge auf ihr Business zu übertragen. Das geht, ist aber nicht Sinn der Sache. Besser wäre es, auf die Starter Box für die eigene Branche zu warten – oder noch besser:
Teilt uns doch einfach direkt mit, dass wir für eure Branche auch eine Box entwickeln sollen.
E-Mail genügt.

:2: Gute Idee! Wie kommt es zu dem Format und was macht eine „Loseblatt-Sammlung“ aus 46 Karten besser als ein Buch?

Daniel Wagner: In erster Linie war das Format eine Design-Entscheidung. Wir wollten ein Produkt schaffen, das sich von den Fachbüchern der großen Verlage visuell abhebt. Uns schwebte immer die Idee einer Box vor, die etwas Wertvolles enthält, etwas, das von der Box zusammengehalten und geschützt wird.

Ein gebundenes Buch braucht keine Box, sondern nur einen guten Umschlag. So kamen wir schließlich zu der Entscheidung, die Inhalte nicht binden zu lassen und sie stattdessen auf stabile Karten zu drucken, die gut in der Hand liegen.

Das hat den wunderbaren Nebeneffekt, dass man sehr gut damit arbeiten kann. Wir kennen ja alle das Problem mit Büchern: Manche neigen dazu, sich wie von Zauberhand selbst zu schließen. Man muss sie also entweder ständig in der Hand halten oder sie irgendwo einklemmen, damit sie nicht zuklappen.

Little Big Social KartenOder aber man hat einen dicken Wälzer neben sich auf dem Schreibtisch liegen, der schwer ist und nur Platz wegnimmt. Eigentlich bräuchte man jetzt nur die eine Doppelseite, die man gerade durcharbeiten will, und nicht den ganzen Rest auch noch.

Deshalb haben wir uns für ein System aus Karten entschieden, die sich gut anfassen lassen und einzeln entnehmbar sind. So kann man die eine Karte, die man heute ausprobieren will, einfach an den Monitor lehnen und hat beide Hände frei für Maus und Tastatur.

:3: Clever. Was genau ist mit dem Support gemeint, der mit der Starter Box geliefert wird? Rechnet sich das für beide Seiten?

Daniel Wagner: Wir bieten jedem Besitzer einer Starter Box die Möglichkeit, mit uns Kontakt aufzunehmen. Dann klären wir gemeinsam Fragen und Probleme, die bei der Arbeit mit der Starter Box entstehen.

Wir wissen, dass sich viele kleine Firmen und Freiberufler eine dauerhafte Unterstützung durch eine Agentur oder einen Social Media Berater nicht leisten können. Und wenn dann mal Probleme beim Einsatz von Twitter oder Facebook auftreten, haben sie niemanden, an den sie sich wenden können.

Deshalb ist bei uns beim Kauf einer Starter Box Support schon mit dabei. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir für unsere Kunden da sind und ihnen gerade in so einem dynamischen Umfeld wie Social Media zur Seite stehen, wenn sie Hilfe benötigen.Illustration Starter Box

Ob sich das rechnet? Ganz bestimmt. Wer eine Box kauft, erhält aktuelles Know-how speziell für seine Branche, inklusive Support, und das alles zu einem fair kalkulierten Preis. Und wir binden mit dem Support die Kunden an uns, erfahren durch ihr Feedback, wo es hakt und können die Inhalte dementsprechend weiterentwickeln. So haben beide Seiten etwas davon.

:4: Wer hat an der Entwicklung der Starter Box mitgewirkt? War es eine Zusammenarbeit via Social Web?

Daniel Wagner: Der größte Teil der Arbeit wurde ganz unspektakulär im stillen Kämmerlein erledigt: viel nachdenken, viel skizzieren, viel schreiben, verwerfen und noch mal schreiben. Als ein erster, größerer Entwurf der „Starter Box Twitter für Coaches & Trainer“ fertig war, packten wir alle Texte in ein schlichtes PDF, suchten Leute, die alles auf Herz und Nieren testen wollten und stellten ihnen das PDF über Dropbox zum Download bereit.

Auf Basis des so gewonnenen Feedbacks überarbeiteten wir alles wieder und wieder, bis wir an einem Punkt ankamen, wo wir sagen konnten: „Passt! So wird es jetzt gemacht.“ Kurz vorher hatten wir bereits eine ganz tolle Illustratorin aus Regensburg engagiert, die uns die komplette Box liebevoll gestaltete. Sie hat sogar die Überschriften auf jeder Karte per Hand gezeichnet.

Inhaltlich waren letztendlich ein gutes Dutzend Personen an der Entwicklung der Box beteiligt: neben uns und der Illustratorin insgesamt elf Coaches und Trainer, die Inhalte beisteuerten oder mit ihrem Feedback mithalfen, die Box noch besser zu machen. Das war ein sehr fruchtbarer Austausch. Genau so werden wir es bei unseren nächsten Boxen wieder machen.

Daniel Wagner

:5: Wie angeklungen plant ihr ja weitere Boxen. Habt ihr andere Branchen im Auge? Oder sind weitere Social Media Plattformen in Planung?

Daniel Wagner: Beide Fragen kann ich mit „Ja“ beantworten. Wir werden für Coaches und Trainer weitere Starter Boxen entwickeln, als nächstes kommt wahrscheinlich Facebook. Und wir planen auch, Starter Boxen für weitere Branchen anzubieten. Sehr spannend finden wir z.B. die Gastronomie- und Hotellerie-Branche, aber auch Fitnessstudios, Musiker oder Friseure stehen weit oben auf unserer Wunschliste.

Es ist toll, sich in verschiedene Branchen einzuarbeiten und sich zu überlegen, wie ein Business in dieser Branche die Potenziale von Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien voll ausschöpfen kann. Dieses Know-how dann in ein Produkt wie die Starter Box umzuwandeln, ist ein sehr kreativer Prozess, der uns Spaß macht und antreibt.

Unser großer Traum ist es, in ein paar Jahren sagen zu können:

„So und so viele Firmen und Freiberufler konnten dank uns bereits eine Menge aus Social Media herausholen. Sie haben es geschafft, aus ihren Firmen Little Big Social Companies zu machen. Es mögen kleine Firmen sein, aber im Social Web sind sie ganz groß, weil sie genau wissen, wie sie soziale Medien für ihren Markenaufbau, ihren Kundendialog und ihr Marketing einsetzen müssen.“

Das ist unsere Vision.

Das hört sich gut an, da wünsche ich euch viel Erfolg!

Doris Schuppe

Illustration mit Fotos von Daniel Wagner & Little Big Social www.littlebigsocial.de
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zur genannten Firma.

SummerCamp Surfing: Facebook für’s Business

surfing summercamp illustrationIm Kurz-Workshop des Social Media SummerCamp 2014 nahm ich die Teilnehmerinnen mit auf eine praktische Tour durch Facebook für die geschäftliche Nutzung. Anhand des fiktiven Unternehmens SC Surfie spielten wir mit den „Mitarbeitern“ Meier, Müller und Schmidt typische Szenarien durch.

Passend zum SummerCamp wählte ich eine Firma, die sich in verschiedenen Geschäftsbereichen um das Thema River Surfing kümmert. Wer’s nicht kennt: In München stürzen sich wagemutige Surfer beispielsweise am Eisbach im Englischen Garten in die stehende Welle.

Know-how & Praxisübung

Eisbach Surferin Foto: Rainer SchuppeDie Geschichte zu unserem Übungsunternehmen SC Surfie ist rasch umrissen: SC Surfie baut zum einen Surfbretter für das Fluss-Surfen (Meier), bietet mit einer Surf-Koryphäe Trainings an (Müller) und verkauft Mode in einem Laden fürs River Surfing (Schmidt).

Die drei Übungsgruppen des Workshops stehen für die drei Mitarbeiter, die sich diversen Aufgaben rund um Facebook praktisch zu stellen haben. weiterlesen

Digitalien in einem Tag

DigitalienEs heißt ja, „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – den Free:Formers gelingt es, in einem Tag sehr viel digitales Wissen bei den Teilnehmern aufzubauen. Ein interessantes Konzept, das ich letzten Freitag kennenlernte.

Um 9 trafen sich 14 sehr gespannte Teilnehmer im Münchner Coworking Space combinat56 zum „Digital Accelerator“-Workshop. Durch den Tag begleiteten uns Lucy und Ed von Free:Formers aus Großbritannien. Motto: Menschen zur Gestaltung des Internets anzuregen, anstatt es nur zu nutzen.

Internet verstehen an einem Tag

Die Medienkompetenz dazu erhalten Interessierte in eintägigen interaktiven Workshops wie Digital Accelerator, Mobile App Creator, Digital Engager oder Digital Innovator. Noch gibt es die Free:Formers Seminare nur in englischer Sprache – eine Lokalisierung für Deutschland ist geplant.

Ziel des von mir besuchten „One Day – Digital Accelerator„:

Understand the core aspects of the digital world through a hands on experience of all the key areas:

  • Make an app
  • Launch an ad
  • Use social media tools
  • Understand how to use web services safely

 

An einem Tag? An einem Tag! In der Feedback-Runde um halb fünf am Nachmittag waren wir alle beeindruckt, was an einem Tag an digitaler Kompetenz vermittelbar ist. Was mich besonders freute nach dem sehr temporeichen Tag: Auch weniger digital erfahrene Teilnehmer zeigten sich enorm motiviert, die gewonnenen Einblicke zu vertiefen und am Thema dran zu bleiben.

Was war geschehen?

Praktisch nachvollziehen statt Details

Screenshot: DoSchuUnsere Trainer, Lucy und Ed, sind Vertreter der so genannten „Digital Natives“. Sie sind begeistert vom Internet, vom selber Inhalte veröffentlichen und lassen diesen Funken gut überspringen.

Jeder von uns probierte mit dem sehr anschaulichen Online-Tool JSBIN aus, wie Webseiten unter der Haube aussehen: HTML, CSS und sogar das aktuell sehr beliebte Bootstrap.

Die von Twitter entwickelte Webdesign-Tool-Sammlung Bootstrap ist für die Entwicklung responsiver Webdesigns optimiert, damit Websites ihre Darstellung passend zum genutzten Endgerät liefern. Schließlich ist die Generation von Ed und Lucy besonders mobil online aktiv, für sie ist „mobile first“ das Mantra. Sprich, eine Website muss per Smartphone oder Tablet nutzbar sein; die Nutzung per Desktop ist nachrangig.

Soziale Komponenten: Facebook Ads & ONE:for1

Foto: WWF via Free:FormersNachdem wir durch ein bisschen Code unsere Test-Websites zu einer mobilen Web-App erweiterten, ging es ans Live-Testen verschiedener Facebook-Anzeigen. Dazu erstellten wir mit individuellen Facebook-Anzeigen-Zugängen eine Kampagne aus persönlich favorisierter Kombination vorgegebener Bilder, Headlines und Texten.

Beworben wurde der afrikanische Virunga Nationalpark im Kongo, in dem unter anderem die vom Aussterben bedrohten Berggorillas leben. Unsere Facebook-Anzeigen gaben uns Einblick und unterstützen gleichzeitig ein Naturschutz-Projekt. Am Ende des Tages werteten wir aus, welche Kombinationen von Bild und Text die meisten Klicks erzielten. Doch damit ist die soziale Komponente der Briten noch nicht am Ende!

Free:Formers helfen nicht nur Unternehmen dabei, Mitarbeiter digital auf die Sprünge zu helfen (Tipp für die HR-Abteilung!). Mit dem Konzept ONE:for1 trainieren sie darüber hinaus für jeden bezahlten Teilnehmer jeweils arbeitslose 16-25-Jährige in Großbritannien kostenfrei. Damit hat jedes Training auch eine gesellschaftliche Auswirkung.

Never stop learning

Screenshot: DoSchuMir hat es gut gefallen, wie locker Internet und Facebook-Anzeigen „entmystifziert“ wurden. Selbst wenn jemand wie ich recht aktiv in Digitalien lebt – es gibt bei der großen Bandbreite an Themen immer wieder Neues zu entdecken. Für mich war es in diesem Workshop definitiv das Tool JSBIN und die Option im Browser Firefox um Website-Code in 3D zu analysieren.

Website in 3D – so geht’s

  • Im Firefox Browser eine Website aufrufen
  • Rechtsklick in der Seite und „Element untersuchen“ auswählen – das Untersuchungs-Fenster öffnet sich unterhalb der Webseite im Browser
  • Falls noch nicht zuvor eingestellt: Einstellrädchen links anklicken und „3D-Untersuchung“ aktivieren – dann erscheint ein 3D-Würfel als Symbol rechts in der Tool-Leiste des Untersuchungs-Fensters
  • 3D-Symbol anklicken und dann mit der Maus irgendwo in die Seite klicken und ziehen zum Hin-und-Her-Drehen – faszinierend!

Doris Schuppe

Fotos & Screenshots: DoSchu / DoSchu.Com

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Mindmap und Tablet für App-Präsentation

Foto: DoSchuZum Isarcamp „Social City“ bot ich für Neulinge in der digitalen Stadt eine Session an. Hier lernten wir, was das Smartphone besonders macht und welche ortsbezogenen Dienste die Entdeckung der Stadt unterstützen. Für die Präsentation wählte ich ein iPad und eine Mindmap, und diese Kombination erlaubte eine schön flüssige App-Vorstellung.

Mit leichtem Gepäck ging ich zum Münchner Isarcamp, auf dem erst am Tag der Veranstaltung und je nach Interesse der Teilnehmer klar ist, ob eine Session stattfindet oder nicht. Kann ja sein, dass das Publikum schon vertraut mit Smartphones und ortsbezogenen Diensten ist. Also sollte es möglich sein, per iPad die Session zu unterstreichen. weiterlesen

Vortrag vorbereiten – mit Haiku Deck und anderen Tools

Haiku Deck BeispielBarcamps sind die ideale Gelegenheit für den Austausch über Tools und Techniken. Warum nicht die Erfahrungen zusammen bringen rund um Vorbereitungen zu Präsentation oder Vortrag.  Dazu bot ich eine Austausch-Session auf dem Barcamp Nürnberg an und schwärmte zum Einstieg ein wenig von Haiku Deck vor.

Als Haiku wird eine Kurzgedichtsform aus Japan bezeichnet. Ein passende Namenswahl für die Präsentations-Lösung Haiku Deck.

Einfach schöner präsentieren

Die Macher von Haiku Deck nennen als besondere Kennzeichen ihrer Lösung:

Keep it simple – Passend bieten sie nur begrenzten Platz für Text, damit eine Präsentationsfolie nur eine Idee im Fokus hat

Make it beautiful – und liefern mit einer enorm leistungsfähigen Bildsuche für die Vortrags-Story unterstütztende, attraktive Fotos

Die iPad- oder Web-App regt mit dem Standarddesign je eine Zeile für Titel und Untertitel an, auf den Punkt zu kommem. Nach der Einführung wurden recht bald Aufzählungspunkte ergänzt. Mein erster Gedanke war: was für ein Rückschritt. Bleibt man bei der klassischen Formatvorlage so hilft Haiku Deck eine schöne Folie mit wenig Text zu entwickeln.

Bilder suchen mit Haiku Deck
Schön, denn zu den Worten im Text sucht Haiku Deck passende Anregungen zur Illustration (am besten funktioniert das mit englischsprachigen Begriffen). Faszinierend, dass das oft bessere Ergebnisse liefert als so manche Bilddatenbank. Fotos findet Haiku Deck in den Fotos von hoher Qualität, die Fotografen unter Creative Commons-Lizenz gestellt haben. In der iPad App werden darüber hinaus erwerbbare Fotos aus der Getty Images-Datenbank angezeigt.

Sehr leicht ist es, mit Haiku Deck eine Idee rasch in plakative Aussagen mit unterstützendem Hintergrund zu entwickeln, um sie mit jemand anderem zu teilen, zu besprechen oder mit ihnen weiter die Aussagen zu schärfen.Gestaltung Folien Haiku Deck

Weitere Tipps aus der Session

Bei diesem Stil Präsentation zu erstellen, ist es sinnvoll über Vorgaben zur Folienanzahl nachzudenken. Einer der Gründe, warum unzählige Präsentationsfolien mit einer Vielzahl an Aufzählungspunkten vollgestopft werden: „Geben Sie aber nur 5 Folien ab!“ Wenn eine Folie nur einen Gedanken transportiert, kann es für einen 20-Minuten-Vortrag vielleicht auch ein paar Folien mehr werden.

Für Illustrationen empfahl eine Session-Teilnehmerin das Online-Gestaltungs-Tool Canva.com. Mit dieser Lösung für Präsentationsfolien, aber auch Flyer, Grusskarten, Blogs oder Facebook-Titelgrafiken, können grafische Elemente und Schriftarten zu Designs kombiniert werden.

Dazu empfahl jemand, eine Präsentation nicht mit zu vielen „lustigen“ Illustrationen zu überfrachten. Um eine zu hohe Dichte an unterhaltenden Elementen zu entdecken, hilft beispielsweise die Foliensortierungs-Ansicht von PowerPoint. Diese oft ignorierte Ansicht schafft einen guten Überblick, wie die Bilder der Präsentation insgesamt wirken, ob sie die zu erzählende Geschichte passend unterstützen. Überflüssiges kann hier auch rasch gelöscht werden.PPT Foliensortierung Ansicht

Apropos Übersicht: Zur Vorbereitung von Präsentationen und Vorträgen sind Mindmaps sehr praktische Helfer. Das kann ein großes Flipchart-Papier, eine selbsthaftende Whiteboard-Folie mit Post-its oder eine digitale Lösung wie MindMeister sein.

Damit Ideen im Vorfeld einer Präsentation nicht verloren gehen, nutzen einige Session-Teilnehmer Notizen-Tools: Evernote, Microsoft OneNote oder auch Wunderlist. Diese Notiz-Anwendungen können zudem zwischen mehreren Geräten synchronisiert werden.

Für  das gemeinsame Erarbeiten eines Vortrags werden Collaboration-Funktionen von OneNote, Evernote, MindMeister oder Prezi genutzt (hier gibt es den Session-Input Prezi – Präsentieren in 3D).

Bei allen Tools: Wichtigster Faktor für eine gute Präsentation ist der Vortragende selber. Das sollte nie vergessen werden.

Insgesamt hat das Barcamp Nürnberg wieder gezeigt, dass ein offenes Barcamp viele verschiedene Themen ermöglicht. Infolge der zunehmend spezifischen Barcamps der letzten Zeit stellen sich Interessenten die Frage, ob sie zu „ihrem“ Spezialthema Input und Austausch finden. Dazu als Tipp: mixxt Community im Vorfeld nutzen. Weitere Berichte zum Barcamp Nürnberg werden hier verlinkt.

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com mit Screenshots aus Haiku Deck iPad App sowie Powerpoint. Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den erwähnten Firmen

Praxistipp: Screenshot per Smartphone

Arbeitsplatz illustrationIch brauchte Screenshots von Smartphone Apps für einen Vortrag. Und stellte mal wieder fest, wie unterschiedlich wir unsere elektronischen Helferlein nutzen: Viele wissen nicht mal, dass Tablets und Smartphones diese überaus nützliche Funktion bieten.

Screenshots sind Fotos der aktuellen Ansicht auf dem Bildschirm – auch „Bildschirmkopie“ genannt. Typischerweise waren damit die Computer-Bildschirme der Desktop-PCs und Laptops gemeint. In der Entwicklung von Software oder Websites sind diese sehr praktisch für das Feedback an die Programmierungs- oder Design-Teams: Screenshot gemacht, Foto in PowerPoint laden und Anmerkungen notieren. Für mich ein Tool gefühlt seit immer.

Mobile Screenshots – so geht’s

In Vorträgen oder Konzepten nutze ich Screenshots, selbstverständlich auch von Smartphone-Apps. Auf Apples Smartphones und Tablets funktioniert das einheitlich so: Gleichzeitiges Drücken der Home-Taste und der Ein/Aus-Taste.

Android Geräte aus dem Hause Google reagieren auf die Kombination von Ein/Aus-Taste kombiniert mit dem Lautstärkeregler. Eine gewisse Bandbreite an Tastenkombination-Variationen denken sich die weiteren Hersteller im Android-Umfeld aus.

Ein Kamera-Klickgeräusch und eine kurze visuelle Animation melden, dass der Screenshot erfolgreich gemacht und genau wie Kamerafotos gespeichert wurde.

Diese elegante und aufwandsarme Möglichkeit, optische Merkzettel zu setzen, schätze ich auch für andere Bereiche:

Mobile Screenshots für effizientes Arbeiten

Denn neben Abbildungen für Vorträge nutze ich Screenshots im Smartphone zur Erinnerung an Blog-Beiträge oder Nachrichtenmeldungen, beispielsweise wenn dort ein Produkt oder eine mobile Anwendung (App) beschrieben werden. Unterwegs ist oft nicht die Zeit zur vertiefenden Beschäftigung, also Screenshot und ab in die Foto-Sammlung für einen günstigeren Zeitpunkt.

DoSchu / mobile
Klar könnte ich den Link kopieren und mit einem beschreibenden Text in mobile Apps von Diensten wie Evernote oder Wunderlist versehen. Das ist jedoch mehr Aufwand als einfach nur einen Screenshot zu machen und sich erst mal nicht weiter drum zu kümmern. Blättere ich später durch meine Fotos, bringen sich die Hinweise auf Themen oder Apps plakativ in Erinnerung.

Mobile Screenshots für unterwegs

Auf dem Weg zum Bahnhof frag ich mich oft, auf welchem Gleis mein Zug abfährt, in welchem Waggon mein reservierter Sitzplatz wartet. Schnell ist der zuvor gemachte Screenshot der gewählten Reiseverbindung aus der Foto-Galerie aufgerufen. Sicherlich, auch die Bahn-App bietet diese Information. Jedoch muss oft erst neuerlich die passende Zugverbindung von A nach B gesucht werden. Dabei wollte ich mich doch nur kurz vergewissern, auf welchem Gleis mein Zug abfährt.

Oder der Weg vom Bahnhof einer unbekannten Stadt zum Veranstaltungsort: Als Screenshot steht er in den Fotos unmittelbar zur Orientierung bereit. Auch wenn in Österreich oder der Schweiz kein Roaming angeworfen wurde.

Mobile Screenshots für Konferenzen / Messen

Immer dann, wenn Veranstaltungen größeres Ausmaß haben, mache ich Screenshots vom Programmpunkten, die mich interessieren. Schnell das Handy raus und nachgeschaut, wo der nächste interessante Vortrag wartet. Ok, noch besser wären vernünftige Apps der Veranstalter…

Jetzt bin ich doch gespannt: Nutzen Sie / nutzt ihr Screenshots mobil?

Doris Schuppe
Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Das erste Mal – auf Twitter

Logo Twitter IllustrationNostalgie bei Nutzern von Twitter, dem Social Network für Informations-Junkies: Im Juli dieses Jahres feiert die Kurznachrichten-Plattform ihren 8. Geburtstag. Dazu erinnert uns Twitter schon jetzt mit praktischer Funktion an unseren jeweils ersten Tweet.

Für viele Online-Nutzer in Deutschland ist Twitter noch Neuland. Für manch anderen ist es ein lieb gewonnenes Informations- und Austausch-Medium. weiterlesen

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