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Video Content im Social Web

Online Video Social WebGerade bewegen sich die bekannten Social Media-Plattformen Facebook und Twitter enorm in punkto Bewegtbild. Grund genug einen Blick auf die Veränderungen zu werfen und ein paar nützliche Hilfestellungen zu recherchieren.

Lange Zeit war Video der Austausch-Plattform YouTube überlassen worden. Netzwerke wie Facebook oder Twitter holten die auf YouTube veröffentlichten Inhalte durch Schnittstellen sehr eng in die eigene Anwendung hinein. Das hat sich in den letzten Wochen komplett verändert. Die Werbeeinnahmen, die die zu Google gehörende Video-Plattform einnimmt, sind einfach zu verlockend.

Konnten wir noch vor kurzem unsere Videos auf eine Plattform konzentrieren, stehen wir heute oft vor dem Dilemma unseren Bewegtbild-Content auf mehreren Netzwerken bereitzustellen. Warum?

Facebook beispielsweise spielt die dort hochgeladenen Videos sofort ab, von YouTube (oder Vimeo) eingebundener Content startet erst nach neuerlichem Klick des Nutzers. Was den Facebook-Nutzern rascher ins Auge fällt kann sich jeder selber beantworten.

Maximale Dauer der Videos im Social Web

Welche Dauer dürfen meine Bewegtbild-Inhalte haben, wenn ich sie auf den verschiedenen Social Media-Plattformen hochladen möchte?

  • YouTube
  • Auf YouTube können Nutzer sofort Videos von maximal 15 Minuten hochladen. Wenn länger andauernde Videos geteilt werden sollen, muss das YouTube-Konto von Google bestätigt werden. Wie diese Autorisierung für längere Videos abläuft erklärt die YouTube Hilfe.

    Nach der Bestätigung können Video-Dateien bis 11 Stunden und einer Dateigröße von maximal 128 GB veröffentlicht werden.

  • Vimeo
  • Vimeo erlaubt Nutzern mit einem Standard-Nutzerkonto pro Woche bis zu 500 MB Video-Content hochzuladen. Als Plus-Nutzer beträgt die wöchentliche Datenmenge 5 GB, als Pro-Nutzer 20 GB.

  • Facebook
  • Die neue Video-Integration bei Facebook erlaubt Bewegtbild-Dateien von maximal 1024 MB und maximal 20 Minuten Dauer hochzuladen. Wie eingangs erwähnt werden die Facebook Videos im Newsfeed der Nutzer sofort abgespielt. Facebook Seiten können ein Video hervorgehoben featuren.

  • Twitter
  • Direkt mit der Twitter App können Nutzer Videos aufnehmen, die eine maximale Dauer von 30 Sekunden haben. Bereits aufgenommene Videos erlaubt Twitter hochzuladen, wenn diese eine Dateigröße unter 15 MB sowie eine maximale Dauer von 30 Sekunden aufweisen.

  • Instagram
  • Ähnlich Twitter erlaubt die App des visuellen Netzwerks Instagram die Aufnahme von Videos sowie die Veröffentlichung von Bewegtbild-Content. Die Inhalte dieser Plattform dürfen nur eine Dauer von 15 Sekunden haben.

  • Vine
  • Der Vollständigkeit halber sei noch die mobile Austauschplattform für Kuzrvideos vine genannt. Hier können direkt oder zuvor aufgeommene Videos von 6 Sekunden geteilt werden.

Echtzeit-Video

Vor circa zwei Jahren führte Google mit der Einführung von Google+ Hangout on Air Online-Nutzer an das Thema Echtzeitvideo heran. Passend zur zunehmenden mobilen Nutzung des Internet hat auch das Streaming in Echtzeit per Smartphone neue Anwendungen hervorgebracht.

Die erst Im Februar gelaunchte Live-Streaming-App Meerkat erfreute sich rasch großer Beliebtheit und ist eng in das Social Network Twitter integriert. Es wird kein separates Kontakt-Netzwerk aufgebaut sondern die Networking-Funktionalität von Twitter genutzt. Inzwischen hat der Microblogging-Dienst per Übernahme jedoch die eigene Lösung namens Periscope veröffentlicht. Ob oder wie beide Lösungen nebeneinander bestehen bleiben – das zeigen sicherlich erst die nächsten Monate.

[UPDATE 22.06.2015] Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung von Götz A. Primke zum Einstieg in das Live-Streaming mit Persicsope wollte ich Euch nicht vorenthalten, hatte sie nur wieder „verlegt“. Et voilà!

Metriken der verschiedenen Plattformen

Wird das Social Media-Engagement auf weitere Plattformen ausgedehnt, sind Kennzahlen für die Social Media Reports wichtig. Dazu sind folgende Hinweise gut zu kennen, um die Zahlen der „views“ – also der Abrufe des Video-Inhalts – besser miteinander vergleichen zu können.

  • YouTube
  • Google startet Videos und misst daher einen „view“ des Videos sobald ungefähr 30 Sekunden des Video-Inhalts betrachtet wurden.

  • Facebook
  • Da Facebook die Videos sofort abspielt wird eine „view“ gewertet sobald ein Nutzer mindestes 3 Sekunden des Bewegtbild-Content gesehen hat.

  • Twitter
  • Twitter misst „views“ per Klick auf den Video-Content.

  • Instagram
  • Instagram gehört mit zu Facebook und wertet daher genauso nach 3 Sekunden einen „view“.

  • Vine
  • Vine misst so genannte „loops“, da die kurzen Videos so lange wieder abgespielt werden, wie der jeweilige Inhalt in der App zu sehen ist. Ein loop wird gezählt, sobald ein Nutzer das vine komplett gesehen hat.

Es bleibt spannend

YouTube gilt als beliebteste Suchmaschine nach der Google-Suche auf Platz 1. Statt Textinhalte suchen Onliner gerne nach Videos, die anschaulich und unterhaltsam erklären oder informieren. Daran werden auch die jüngsten Neuerungen wenig ändern, da insbesondere die Facebook-Suche wenig ergiebige Fundstellen liefert.

Wenn es um News-Inhalte und Live-Berichte geht, sind Dienste wie Meerkat und Periscope auf jeden Fall spannend. Periscope insbesondere aufgrund der Option Videos über den Live-Moment hinaus online bereit zu stellen.

Welche Erfahrungen hast Du/haben Sie mit mobilem Echtzeit-Video gemacht?

Doris Schuppe
Illustration: DoSchu / DoSchu.Com mit Logos der Anbieter

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